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Airfryer Kaufberatung 2026: Ist eine Heißluftfritteuse sinnvoll?

BEITRAG I Was ist ein Airfryer, lohnt sich eine Heißluftfritteuse wirklich und welcher Airfryer ist der beste? Vorteile, Stromverbrauch, Gesundheit und Kaufberatung im Überblick.

BEITRAG I Was ist ein Airfryer, lohnt sich eine Heißluftfritteuse wirklich und welcher Airfryer ist der beste? Vorteile, Stromverbrauch, Gesundheit und Kaufberatung im Überblick.

23.02.2026, ein Beitrag von: Louisa Becker - Bild: Canva

 

Lohnt sich eine Heißluftfritteuse wirklich? Kosten, Nutzen und die besten Modelle für jeden Alltag

Es beginnt oft unspektakulär. Eine Küche am Abend, wenig Zeit, wenig Energie, aber der Wunsch nach etwas Warmem, etwas Frischem. Der Backofen wäre eine Option – theoretisch. Doch er müsste vorheizen, würde den Raum aufwärmen und wirkt für eine einzelne Portion unverhältnismäßig groß. Der Airfryer tritt genau in diese Lücke. Nicht als Ersatz für alles, sondern als Antwort auf eine konkrete Veränderung im Alltag: kleinere Mahlzeiten, spontanere Entscheidungen und ein wachsender Wunsch nach Effizienz ohne Qualitätsverlust. Zwischen 60 und 300 Euro kostet ein Airfryer im Jahr 2026. Doch sein tatsächlicher Wert bemisst sich nicht am Anschaffungspreis, sondern daran, wie oft er genutzt wird. Geräte, die regelmäßig verwendet werden, verändern Gewohnheiten. Und genau darin liegt der eigentliche Grund, warum sich der Airfryer vom Trendgerät zu einem festen Bestandteil moderner Küchen entwickelt hat. Die zentrale Frage lautet deshalb nicht nur, was ein Airfryer kann. Sondern ob er im eigenen Alltag einen Unterschied macht.

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Die besten Airfryer 2026: Welches Modell zu welcher Lebensrealität passt

Die Suche nach dem „besten Airfryer“ führt selten zu einer universellen Antwort. Denn die eigentliche Variable ist nicht das Gerät, sondern der Mensch, der es benutzt. Küchen unterscheiden sich, Tagesabläufe unterscheiden sich, Erwartungen unterscheiden sich. Ein Gerät, das in einem Single-Haushalt perfekt funktioniert, kann in einer Familie schnell an seine Grenzen stoßen. Deshalb beginnt die richtige Entscheidung nicht bei technischen Daten, sondern bei einer ehrlichen Betrachtung des eigenen Alltags.

 

Der erste eigene Haushalt: Wenn Platz und Einfachheit entscheidend sind

Die erste eigene Wohnung ist oft ein Ort des Übergangs. Die Küche ist kleiner, die Ausstattung reduziert, und jedes Gerät muss seinen Platz rechtfertigen. In dieser Umgebung entfaltet ein kompakter Airfryer seine größte Stärke. Er ersetzt nicht vollständig den Backofen, aber er übernimmt einen Großteil seiner Aufgaben. Brötchen am Morgen, Gemüse am Abend, aufgewärmte Reste ohne Qualitätsverlust. Seine geringe Größe wird hier nicht zur Einschränkung, sondern zum Vorteil. Er benötigt wenig Platz und ist schnell einsatzbereit, ohne dass Planung erforderlich ist. Hier wird der Airfryer nicht zu einem zusätzlichen Gerät. Er wird zu einem zentralen Werkzeug des Alltags.

Empfohlenes Modell: Caso Design AF 255

Der Caso Design AF 255* ist besonders gut für kleine Küchen und den Einstieg geeignet, weil er kompakt, zuverlässig und einfach zu bedienen ist. Er konzentriert sich auf das Wesentliche, ohne unnötige Komplexität.

  • Fassungsvermögen: 3,0 Liter – ideal für 1 bis 2 Personen
  • Leistung: 1.400 Watt – schnelle Aufheizzeit und gleichmäßige Ergebnisse
  • Größe: sehr kompakt – benötigt wenig Platz auf der Arbeitsfläche
  • Bedienung: einfache manuelle Temperatur- und Zeiteinstellung, keine komplizierten Programme
  • Temperaturbereich: ca. 80 bis 200 °C – geeignet für Gemüse, Kartoffeln, Brötchen, Snacks und Aufwärmen
  • Reinigung: antihaftbeschichteter Korb, leicht herausnehmbar und schnell zu reinigen
  • Stromverbrauch: deutlich geringer als ein Backofen bei kleinen Portionen
  • Verarbeitung: hochwertiges Gehäuse eines deutschen Herstellers (Caso Design)
  • Preis: typischerweise zwischen 40 und 60 € – sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Lebensdauer: robust gebaut, für den täglichen Einsatz geeignet

Warum dieses Modell besonders gut für den ersten Haushalt geeignet ist:

  • ersetzt oft Backofen und Mikrowelle im Alltag
  • benötigt minimalen Platz
  • sofort einsatzbereit ohne lange Vorheizzeit
  • einfach zu verstehen, auch ohne Kocherfahrung

Dieses Modell ist besonders sinnvoll für alle, die ihre Küche effizient nutzen möchten, ohne in ein großes oder komplexes Gerät investieren zu müssen.

Der strukturierte Alltag: Wenn Zeit zur wichtigsten Ressource wird

Mit zunehmender Verantwortung verändert sich die Rolle des Kochens. Es bleibt wichtig, aber es muss sich in engere Zeitfenster einfügen. Der Airfryer passt sich dieser Realität an. Er reduziert nicht nur die Garzeit, sondern vor allem die Vorlaufzeit. Der Unterschied zwischen der Entscheidung zu kochen und dem Beginn des Kochens schrumpft auf wenige Sekunden. Diese scheinbar kleine Veränderung hat große Auswirkungen. Je geringer die Einstiegshürde, desto wahrscheinlicher wird es, dass tatsächlich frisch gekocht wird. Der Airfryer wird in diesem Kontext zu einem Instrument der Selbstbestimmung im Alltag. Er ermöglicht es, auch unter Zeitdruck Kontrolle über die eigene Ernährung zu behalten.

Empfohlenes Modell: WMF Multi Taste Heißluftfritteuse 4,6 L

Der WMF Multi Taste* ist ideal für Berufstätige, die wenig Zeit haben, aber dennoch regelmäßig frisch und zuverlässig kochen möchten. Er kombiniert ausreichend Kapazität mit schneller Einsatzbereitschaft und einfacher Bedienung – genau das, was im strukturierten Alltag entscheidend ist.

  • Preis: meist ca. ab 90 € – hochwertiges Modell eines deutschen Premium-Herstellers
  • Fassungsvermögen: 4,6 Liter – ideal für 2 bis 4 Personen oder mehrere Portionen gleichzeitig
  • Leistung: 1.550 Watt – schnelle Aufheizzeit und gleichmäßige Garergebnisse
  • Programme: 8 automatische Programme plus manueller Modus für maximale Flexibilität
  • Temperaturbereich: 80 bis 200 °C, präzise einstellbar je nach Gericht
  • Funktionen: Frittieren, Grillen, Backen, Dörren und Warmhalten in einem Gerät
  • Ölverbrauch: bis zu 99 % weniger Öl möglich, ohne Verlust an Geschmack oder Textur
  • Bedienung: intuitive Programme und einfache Steuerung – ideal für schnelle Alltagsgerichte
  • Verarbeitung: hochwertiges Edelstahlgehäuse mit langlebiger Bauweise
  • Größe: kompakt genug für normale Küchen, aber groß genug für mehrere Portionen
Was diesen Airfryer besonders macht:
  • komplette Mahlzeiten in unter 20 Minuten zubereiten
  • mehrere Portionen gleichzeitig garen
  • spontane Mahlzeiten ohne Vorheizen ermöglichen
  • frische Gerichte auch nach einem langen Arbeitstag realistisch machen

Dieses Modell ist besonders sinnvoll für Menschen mit einem strukturierten Alltag, die ein Gerät suchen, das zuverlässig funktioniert, schnell einsatzbereit ist und langfristig einen festen Platz in der täglichen Routine einnimmt.

Der Familienhaushalt: Wenn Kapazität und Verlässlichkeit entscheidend werden

Mit mehreren Personen verändert sich die Dynamik des Kochens grundlegend. Effizienz bedeutet hier nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch Konsistenz. Mahlzeiten müssen gleichzeitig fertig werden, Ergebnisse müssen verlässlich sein. Größere Airfryer mit höherem Fassungsvermögen sind für diese Aufgabe konzipiert. Sie ermöglichen die Zubereitung mehrerer Portionen in einem Durchgang und reduzieren Wartezeiten. Gleichzeitig bleibt die grundlegende Effizienz des Systems erhalten: direkte Hitze, schnelle Reaktion und präzise Kontrolle. In diesem Umfeld ersetzt der Airfryer den Backofen nicht vollständig. Aber er entlastet ihn spürbar.

Empfohlenes Modell: Bosch Heißluftfritteuse Serie 6 MAF671B0 

Der Bosch Serie 6 Airfryer* wurde speziell für größere Haushalte entwickelt, in denen regelmäßig mehrere Portionen gleichzeitig zubereitet werden müssen. Seine Kombination aus großem Fassungsvermögen, hoher Leistung und einfacher Kontrolle macht ihn zu einem zuverlässigen Werkzeug im täglichen Familienalltag.

  • Preis: meist ca. 120 € bis 150 €, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein XXL-Gerät
  • Fassungsvermögen: 7,2 Liter XXL-Volumen – ausreichend für bis zu 5 Portionen gleichzeitig oder ca. 1,8 kg Lebensmittel
  • Leistung: 1.800 Watt – schnelle und gleichmäßige Ergebnisse auch bei größeren Mengen
  • Programme: 7 automatische Programme für typische Gerichte wie Gemüse, Fleisch, Pommes oder Backwaren
  • Temperaturbereich: 40 °C bis 200 °C, flexibel für unterschiedliche Anwendungen vom Aufwärmen bis Backen
  • Geschwindigkeit: bis zu 65 % schnelleres Kochen ohne Vorheizen, ideal für den Alltag mit wenig Zeit
  • Sichtfenster mit Innenbeleuchtung: ermöglicht jederzeit Kontrolle des Garvorgangs ohne Öffnen des Geräts
  • Gesünderes Kochen: bis zu 95 % weniger Öl erforderlich, ohne Verlust an Geschmack oder Textur
  • Bedienung: modernes Touch-Display mit intuitiver Steuerung und automatischen Programmen
  • Reinigung: herausnehmbarer Korb und Gitter – einfach unter Wasser oder in der Spülmaschine zu reinigen

Was dieser Airfryer im Familienalltag besonders gut kann:

  • mehrere Portionen gleichzeitig zubereiten, ohne mehrere Durchgänge
  • komplette Mahlzeiten für Familien effizient und zuverlässig garen
  • tägliches Kochen beschleunigen und den Backofen im Alltag oft ersetzen
  • konstante Ergebnisse liefern, auch bei häufigem Einsatz

Dieses Modell ist besonders sinnvoll für Familien oder Haushalte mit regelmäßigem Kochbedarf, die ein Gerät suchen, das genügend Kapazität bietet, zuverlässig arbeitet und den Alltag langfristig effizienter gestaltet.


Bild: Bosch

Der bewusste Nutzer: Wenn Ernährung und Kontrolle wichtiger werden

Für viele beginnt die Entscheidung für einen Airfryer nicht mit Effizienz, sondern mit Kontrolle. Die Möglichkeit, Lebensmittel mit minimalem oder ganz ohne zusätzliches Öl zuzubereiten, verändert die Beziehung zum Kochen. Der Airfryer greift nicht in die Lebensmittel selbst ein. Er verändert lediglich die Art, wie Hitze auf sie einwirkt. Dadurch entsteht eine knusprige Oberfläche, ohne dass Fett als Übertragungsmedium notwendig ist. Diese Veränderung ist subtil, aber nachhaltig. Sie ermöglicht eine andere Form des Kochens, die weniger auf Zusatzstoffe angewiesen ist.

Empfohlenes Modell: ZWILLING Heißluftfritteuse 4 L

Der ZWILLING Airfryer* richtet sich besonders an Nutzer, die bewusst kochen und Wert auf Kontrolle, Qualität und zuverlässige Ergebnisse legen. Seine Kombination aus präziser Temperatursteuerung, einfacher Bedienung und effizienter Leistung macht ihn zu einem idealen Werkzeug für eine fettärmere und kontrollierte Ernährung.

  • Preis: meist ca. 50 € bis 100 €, abhängig vom Händler und Angebot
  • Fassungsvermögen: 4 Liter – ideal für 1 bis 3 Personen oder gezielte Portionen
  • Leistung: 1.400 Watt – effizient und energiesparend im täglichen Einsatz
  • Programme: 6 automatische Programme für typische Gerichte wie Gemüse, Kartoffeln, Backwaren oder Snacks
  • Temperaturbereich: 80 °C bis 200 °C, präzise einstellbar für maximale Kontrolle beim Garen
  • Fettarmes Kochen: Zubereitung mit wenig oder ganz ohne Öl möglich, bei gleicher knuspriger Textur
  • Bedienung: modernes LED-Touch-Display, einfach und intuitiv steuerbar
  • Reinigung: keramisch beschichteter Korb, antihaftbeschichtet und spülmaschinengeeignet
  • Verarbeitung: hochwertige Bauweise eines etablierten deutschen Herstellers mit langlebiger Konstruktion
  • Energieeffizienz: geringerer Energieverbrauch als viele größere Airfryer oder Backöfen

Was dieser Airfryer besonders gut kann:

  • fettarme und kontrollierte Zubereitung von Gemüse, Kartoffeln und Proteinen
  • präzise Ergebnisse durch stabile Temperaturkontrolle
  • tägliches Kochen ohne komplizierte Einstellungen
  • gleichmäßige Garergebnisse ohne Qualitätsverlust

Dieses Modell ist besonders sinnvoll für Menschen, die ihre Ernährung bewusst gestalten möchten und ein zuverlässiges Gerät suchen, das präzise arbeitet, einfach zu bedienen ist und langfristig eine gesündere Form des Kochens unterstützt.

Der Airfryer als primäres Küchengerät: Wenn Effizienz zur Gewohnheit wird

In vielen Haushalten beginnt der Airfryer als Ergänzung und entwickelt sich langsam zum Standard. Der Backofen bleibt vorhanden, aber er wird seltener genutzt. Nicht aus Ablehnung, sondern aus pragmatischen Gründen. Der Airfryer ist schneller verfügbar, effizienter bei kleinen Mengen und besser an den Alltag angepasst. Diese Kombination führt dazu, dass er schrittweise eine zentrale Rolle übernimmt.

Empfohlenes Modell: Ninja Foodi FlexDrawer Dual Zone Heißluftfritteuse AF500EUCP 

Der Ninja Foodi FlexDrawer* ist kein klassischer Airfryer für gelegentliche Nutzung, sondern ein vollwertiges Kochgerät, das den Backofen im Alltag oft ersetzen kann. Mit seinem außergewöhnlich großen Garraum und flexiblen Aufbau passt er sich unterschiedlichen Kochsituationen an – von einzelnen Portionen bis zu vollständigen Mahlzeiten für mehrere Personen.

  • Preis: meist ca. 190 € bis 300 €, Premium-Gerät mit sehr hoher Kapazität und Flexibilität
  • Fassungsvermögen: 10,4 Liter Gesamtvolumen, ausreichend für Mahlzeiten für bis zu 8 Personen
  • Dual-Zone System: zwei getrennte Garzonen à 5,2 Liter, oder kombinierbar zu einer großen MegaZone
  • Leistung: 2.470 Watt, sehr hohe Leistung für schnelle und gleichmäßige Ergebnisse
  • Programme: 7 Funktionen wie Air Fry, Backen, Braten, Aufwärmen und Dörren
  • FlexDrawer-Technologie: herausnehmbarer Trenner für maximale Flexibilität je nach Portion und Gericht
  • Geschwindigkeit: bis zu 65 % schneller als ein Backofen, besonders bei kompletten Mahlzeiten
  • Temperaturbereich: bis zu 240 °C, geeignet für nahezu alle Kochanwendungen
  • Reinigung: antihaftbeschichteter Korb und spülmaschinengeeignete Teile
  • Energieeffizienz: benötigt bis zu 45 % weniger Energie als ein Backofen bei vergleichbaren Gerichten

Was dieser Airfryer besonders gut kann:

  • vollständige Mahlzeiten für mehrere Personen in einem Durchgang zubereiten
  • gleichzeitig unterschiedliche Gerichte mit verschiedenen Temperaturen garen
  • den Backofen im Alltag weitgehend ersetzen
  • große Flexibilität zwischen kleinen und sehr großen Portionen bieten

Dieses Modell ist besonders sinnvoll für Haushalte, in denen der Airfryer nicht nur gelegentlich genutzt wird, sondern zu einem zentralen Bestandteil des täglichen Kochens wird. Seine Kapazität und Flexibilität ermöglichen eine Nutzung, die weit über klassische Airfryer hinausgeht und ihn zu einem echten Ersatz für mehrere Küchengeräte macht.

Kosten und Stromverbrauch: Ist ein Airfryer wirklich günstiger als ein Backofen?

Auf den ersten Blick schrecken viele Verbraucher*innen vor der Wattzahl eines Airfryers zurück. Bis zu 2.200 Watt klingen zunächst nach hohem Energiebedarf. Doch die entscheidende Frage ist nicht, wie viel Leistung ein Gerät maximal abrufen kann – sondern wie lange es tatsächlich läuft.

Während ein Backofen erst den gesamten Garraum aufheizen muss und oft mehrere Minuten Vorlauf benötigt, arbeitet ein Airfryer mit einem deutlich kleineren Volumen und erreicht seine Temperatur innerhalb kürzester Zeit. Genau hier liegt der Effizienzvorteil: weniger Vorheizzeit, kürzere Garzeiten und eine gezielte Hitzeverteilung. In der Praxis bedeutet das: Viele Gerichte benötigen im Airfryer lediglich 0,2 bis 0,3 kWh pro Zubereitung. Ein Backofen kommt – inklusive Vorheizzeit – häufig auf 1,0 kWh oder mehr. Auch im Jahresverlauf zeigt sich der Unterschied. Wer seinen Airfryer regelmäßig nutzt, landet je nach Strompreis oft bei Stromkosten von rund 50 bis 60 Euro pro Jahr.

Der Airfryer ist also nicht deshalb günstiger, weil er technisch „schwächer“ wäre – sondern weil er proportionaler arbeitet. Er erhitzt nur so viel Raum, wie wirklich gebraucht wird. Gerade für kleinere Haushalte, schnelle Mahlzeiten oder Alltagsgerichte entsteht dadurch eine spürbare Effizienz.


Bild: Unsplash/Jason Briscoe

Was ein Airfryer technisch anders macht als ein Backofen

Der Unterschied zwischen Airfryer und Backofen liegt nicht in der maximal erreichbaren Temperatur. Beide können ähnliche Werte erreichen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Art und Weise, wie Hitze eingesetzt wird. Der Airfryer konzentriert die Hitze auf einen kleineren Raum und bewegt sie schneller. Diese intensive Luftzirkulation beschleunigt physikalische Prozesse wie die Verdampfung von Oberflächenfeuchtigkeit und die Bildung von Röstaromen. Das Ergebnis ist ein direkterer, effizienterer Garprozess. Der Backofen bleibt flexibler. Der Airfryer bleibt effizienter. Beide haben ihren Platz. Aber sie erfüllen unterschiedliche Rollen.

Übrigens!: Es besteht kein technischer Unterschied zwischen einem Airfryer und einer Heißluftfritteuse. Beide Begriffe beschreiben dieselbe Technologie: das Garen von Lebensmitteln durch stark erhitzte, zirkulierende Luft. Der Begriff „Airfryer“ wurde ursprünglich von Philips als Markenname eingeführt und hat sich im Laufe der Zeit als moderner, international gebräuchlicher Ausdruck etabliert. „Heißluftfritteuse“ ist dagegen die technisch korrekte deutsche Bezeichnung. Funktional arbeiten beide identisch – ein Heizelement erzeugt hohe Temperaturen, während ein Ventilator die heiße Luft schnell im Garraum verteilt, wodurch Lebensmittel außen knusprig und innen saftig werden, ohne in Öl getaucht zu werden.

Ein komplettes Menü nur im Airfryer – Was wirklich möglich ist

Der wahre Wert eines Küchengeräts zeigt sich nicht in technischen Daten, sondern im Alltag. Besonders deutlich wird das, wenn ein vollständiges Menü entsteht – nicht aus exotischen Zutaten oder komplizierten Techniken, sondern aus dem, was die Saison ohnehin bereithält. Ostern markiert den Übergang vom Winter zum Frühling. Märkte füllen sich mit frischem Spargel, jungen Kartoffeln, Karotten und den ersten Äpfeln aus der Lagerung des Vorjahres. Zutaten, die vertraut sind – und die im Airfryer eine neue Effizienz entfalten. Was früher mehrere Kochzonen erforderte, entsteht hier in einem kompakten, kontrollierten Raum.

Vorspeise: Frischer grüner Spargel mit gerösteten Radieschen und Zitronenöl

Grüner Spargel gehört zu den ersten Gemüsen des Frühlings. Sein Geschmack ist klar, leicht nussig und profitiert besonders von direkter Hitze.

Zutaten (2 Personen):

  • 400 g grüner Spargel
  • 1 Bund Radieschen
  • 1 TL regionales Rapsöl oder Olivenöl
  • etwas Zitronenabrieb
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung im Airfryer:

Der Spargel wird gewaschen und die holzigen Enden entfernt. Die Radieschen werden halbiert. Beides wird mit etwas Öl, Salz und Pfeffer vermischt und bei 180 °C für etwa 8 Minuten im Airfryer gegart.

Die intensive Luftzirkulation entzieht der Oberfläche Feuchtigkeit, wodurch Röstaromen entstehen, während das Innere saftig bleibt. Ein Hauch Zitronenabrieb am Ende verstärkt die Frische, ohne den Eigengeschmack zu überdecken. Das Ergebnis ist kein überkochtes Gemüse, sondern ein konzentrierter Ausdruck der Saison.

Hauptgang: Junge Kartoffeln mit Karotten, Frühlingszwiebeln und Kräuterquark

Kartoffeln sind ein Grundpfeiler regionaler Küche. Im Airfryer entwickeln sie eine knusprige Oberfläche, während ihr Inneres weich bleibt.

Zutaten (2 Personen):

  • 500 g junge Kartoffeln
  • 300 g Karotten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Rapsöl
  • Salz, Pfeffer
  • 150 g Quark
  • frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie)

Zubereitung im Airfryer:

Die Kartoffeln werden halbiert, die Karotten in längliche Stücke geschnitten. Beides wird mit Öl und Gewürzen vermischt und bei 190 °C für etwa 18 Minuten gegart. Nach etwa 12 Minuten werden die Frühlingszwiebeln hinzugefügt, sodass sie weich werden, ohne zu verbrennen. Parallel entsteht aus Quark und frischen Kräutern ein einfacher Kräuterquark. Der Airfryer erzeugt hier einen Effekt, der sonst längere Backzeiten erfordert: eine knusprige Oberfläche und ein weiches Inneres, ohne unnötigen Energieverlust.

Dessert: Warmer Apfel-Hafer-Crumble mit regionalen Äpfeln

Äpfel aus regionaler Lagerung sind auch im Frühling verfügbar. Ihre natürliche Süße verstärkt sich durch Hitze und Karamellisierung.

Zutaten (2 Personen):

  • 2 regionale Äpfel
  • 40 g Haferflocken
  • 30 g Butter oder pflanzliche Alternative
  • 20 g Zucker oder Honig
  • Prise Zimt

Zubereitung im Airfryer:

Die Äpfel werden in kleine Stücke geschnitten und in eine kleine hitzebeständige Form gegeben. Haferflocken, Butter und Zucker werden zu Streuseln vermischt und darüber verteilt. Bei 180 °C für etwa 10 Minuten entsteht eine goldene, knusprige Oberfläche. Die Hitze konzentriert sich direkt auf die Streusel, wodurch sie karamellisieren, während die Äpfel weich und aromatisch werden. Das Dessert entsteht nicht als aufwendiges Projekt, sondern als logischer Abschluss eines Kochprozesses, der sich dem Alltag anpasst.


Bild: Unsplash/Or Hakim

Fazit: Warum der Airfryer kein Trend ist, sondern eine Anpassung an den modernen Alltag

Der Erfolg des Airfryers basiert nicht auf Marketing, sondern auf Funktion. Er passt zu einer Welt, in der Zeit fragmentierter ist und Effizienz an Bedeutung gewinnt. Er ersetzt den Backofen nicht vollständig. Aber er übernimmt viele seiner Aufgaben mit größerer Effizienz. Sein größter Vorteil ist nicht Geschwindigkeit oder Energieersparnis allein. Es ist die Veränderung der Beziehung zum Kochen selbst. Der Airfryer macht Kochen zugänglicher. Und Geräte, die Dinge zugänglicher machen, bleiben.

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