7 Tipps für eine nachhaltige Sommergartenparty
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7 Tipps für eine nachhaltige Sommergartenparty

Der Sommer ist da und mit ihm wandert die Party in den Garten. Wir verraten dir 7 Tipps, mit denen deine Sommergartenparty zu einem nachhaltigen Feierspaß wird. 

Der Sommer ist da und mit ihm wandert die Party in den Garten. Wir verraten dir 7 Tipps, mit denen deine Sommergartenparty zu einem nachhaltigen Feierspaß wird. 

25.06.2019 - Ein Beitrag von Ella Poppensieker - Bild: Pixabay

Sommer ist Feiersaison

Der Sommer ist mittlerweile voll und ganz bei uns angekommen. Die Grills sind längst aufgewärmt und auch die Getränke werden schon in Aussicht auf die nächste Gartenparty gekühlt. Der Sommer verspricht uns noch einige warme Abende, an denen die Sonne nicht unterzugehen scheint und die Gespräche und Zeit mit Freunden und Familie noch lange in uns nachklingen werden. Feiern ziehen jedoch auch häufig große Mengen Abfall und Verschwendung mit sich. Damit deine Sommergartenparty zu einem nachhaltigen Fest wird, haben wir einige Tipps für dich zusammengestellt. Diese umweltfreundlichen Ideen und Produkte sorgen nicht nur für anregenden Gesprächsstoff, sie machen deine Sommergartenparty zu einem besonderen und unvergesslichen Abend.

Ich feiere eine Party und lade ein…

Um eine tolle Sommergartenparty zu feiern sind das wichtigste die Gäste. Denn die Menschen mit denen du feierst machen den Abend erst zu etwas Besonderem. Lade also ein, wen und so viele du möchtest. Eine Party ist auch immer ein guter Anlass, um Freundesgruppen zu mischen, so lernen sich die wichtigen Menschen in deinem Leben kennen und wer weiß, vielleicht formen sich dabei auch neue Freundschaften. Deine Einladung wird besonders nachhaltig, wenn du sie digital, also als Email oder per SMS, verschickst, statt auf Papier. Um auch gleich für eine nachhaltige Anreise deiner Gäste zu sorgen, kannst du deine Einladung mit Wegbeschreibungen für Fahrradfahrer und ÖPNV-Anbindungen versehen. So regst du deine Gäste an umweltfreundlicher als mit dem Auto anzureisen. Falls deine Gäste doch etwas weiter weg wohnen, kannst du Kontakte für Fahrgemeinschaften zwischen deinen Freunden herstellen, die in der Nähe voneinander wohnen. So lernen sich deine Freunde bereits auf der Fahrt zu deiner Party kennen und gleichzeitig schonen sie die Umwelt, in dem sie zusammen mit weniger Autos fahren, als jeder einzeln mit dem eigenen Auto.

Nachhaltige Dekoration

Partydekorationen sind häufig aus Plastik, werden oft nur einmal verwendet und sind damit nicht besonders nachhaltig. Achte also beim Kauf deiner Dekorationen darauf, dass sie aus Papier oder wiederverwertbar sind. Wimpelgirlanden oder Lampions aus Papier verschönen deinen Garten und kommen dabei ganz ohne Plastik aus. Girlanden lassen sich aus alten Stoffresten außerdem hervorragend selber machen. Dazu musst du noch nicht einmal Nähen können, denn man kann die Girlande auch kleben. Dazu die Stoffreste in die gewünschte Form zuschneiden, je zwei Gegenstücke mit der Innenseite aneinanderkleben, dabei jedoch oben einen Streifen freilassen. Wenn du genügend Wimpel für eine Girlande hast, die freigelassenen Streifen mit Kleber versehen und die Wimpel an einem Band befestigen. Fertig ist die nachhaltige und wiederverwertbare Wimpelgirlande, die dazu auch noch einzigartig und selbst gemacht ist.

Bei Tischdecken solltest zu herkömmlichen aus Stoff greifen anstelle von Wegwerftischdecken. Die sind nicht nur schöner und lassen deine Festtafel hochwertiger aussehen, sondern auch nachhaltiger, weil du sie nicht nach einer Verwendung wegwirfst. Falls du nicht genügend Tischdecken hast, leih dir welche von Freunden oder Nachbarn, so hast viele verschiedene und bringst etwas Farbe in die Party.

Auch bei der Partybeleuchtung solltest du auf Nachhaltigkeit achten. Da deine Sommergartenparty sicherlich ein langer Abend wird, verbrauchen Dekolichter schnell viel Strom. Achte also darauf das Lichterketten und Leuchten mit energiesparenden LED Glühbirnen ausgestattet sind. Wie z.B. dieser mit Solar betriebene Lampion von Tchibo mit LEDs. Der Lampion sorgt für genügend Licht in deinem Garten und gleichzeitig für eine gemütliche Stimmung. Den Solar-Lampion kannst du mit einem Henkel sogar in einen Baum hängen, was eine besonders schöne Atmosphäre kreiert.

Wiederverwendbares Geschirr

Auch beim Geschirr solltest du auf Wiederverwendbarkeit setzen. Also Finger weg vom Einweggeschirr aus Plastik, was nur unnötig viel Müll verursacht und die Umwelt belastet. Hier gilt wieder: Freunde und Nachbarn um Hilfe bitten. Sie helfen dir bestimmt gerne mit einigen Tellern, Besteck und Gläsern aus. Falls es dann doch Partygeschirr sein muss, gibt es eine Auswahl an Bio-Einweggeschirr, etwa aus Zuckerrohr, oder auch wiederverwertbarem Partygeschirr aus Holz oder Bambus. Nachhaltiges Bio-Einweggeschirr aus Zuckerrohr ist kompostierbar und daher viel schneller abgebaut als Einweggeschirr aus Plastik, das bis zu 450 Jahre braucht bis es zersetzt ist. Partygeschirr aus Bambus oder aus Holz hat den Vorteil, dass du es auf der nächsten Party gleich wiederverwenden kannst, weil es sich um Mehrweggeschirr handelt. Das Bambus Geschirr ist außerdem plastikfrei, also auch BPA-frei, sowie spülmaschinengeeignet, was das Aufräumen nach der Feier erheblich leichter macht.

Bei Besteck sollte ebenfalls darauf geachtet werden, wiederverwendbares zu wählen. Ähnlich wie beim restlichen Geschirr, gibt es Partybesteck aus Holz oder Mehrwegbesteck, wie das Mehrweg-Bio-Besteck von greenbox. Das Mehrweg-Bio-Besteck ist biologisch abbaubar, hält Temperaturen von über 70 Grad stand und besteht aus Bio-Kunststoff und Holzmehl, das aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft kommt und ein Reststoff der Holzindustrie ist. Das Besteck wird in Deutschland hergestellt, sodass auch beim Transport des Mehrwegbestecks Emissionen eingespart werden.

Getränke und Cocktails werden auf Partys gerne mit Strohhalmen getrunken. Konventionelle Strohhalme aus Einwegplastik verschmutzen jedoch, ebenso wie Einweggeschirr und –besteck, die Umwelt. Papierstrohhalme sind schon eine bessere Wahl, wer aber wirklich nachhaltig sein möchte, greift nach wiederverwertbaren Edelstahl- oder Glasstrohhalmen. Diese Edelstahlstrohhalme von AuruA in allen Farben des Regenbogens dienen dazu auch als Dekoration für deine Festtafel. Eine weitere Einwegalternative sind, neben Papierstrohhalmen, Makkaroninudeln. Lange und innen hohle Makkaroni eignen sich hervorragend als Trinkhalme und weichen nicht so schnell ein, wie die Papieralternative.

Gutes Essen macht glücklich

Gutes Essen darf bei einer Party nicht fehlen, um die Gäste bei Laune zu halten. Damit deine Gäste die Party also satt und glücklich verlassen, muss für eine vielfältige Auswahl an Köstlichkeiten gesorgt werden. Der Nachhaltigkeitsaspekt kommt hier bei der Regionalität und Saisonalität der Speisen zu tragen. Am besten informierst du dich vor dem Einkaufen, welche Lebensmittel gerade in Saison sind und was bei dir in der Umgebung angebaut wird. Ein Besuch bei einem nahegelegenen Bauern und seinem Hofladen liefert dir hierfür ebenfalls Antworten. Die Kriterien regional und saisonal sind beim Einkauf und Zubereitung des Essens jedoch keineswegs eine Einschränkung der Vielfältigkeit der Speisen, sondern geben vielmehr Anreize neue Rezepte und Kombinationen auszutesten. Laut GEO Saisonkalender sind im Juli viele regionale Produkte erhältlich. Dazu gehören Obstsorten, wie Erdbeeren und Beeren, Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche, sowie verschiedene Salatsorten, von Spinat und Rucola über Endiviensalat bis Feld- und Kopfsalat. Das Juligemüse ist ebenso vielfältig mit Tomaten, Gurken, rote Beete, Radieschen, Möhren, Kohlrabi, Blumenkohl, grüne Bohnen, sowie Brokkoli, Fenchel und Sellerie. Aus diesen saisonalen und regionalen Zutaten lassen sich frische Gerichte zaubern, die deinen Gästen garantiert schmecken werden. Wie wäre es etwa mit einem frischen rote Beete Salat mit Orange und Ingwer, einem Kohlrabi-Apfel-Salat oder einem mediterranen Brokkoli-Tomaten-Salat. Das saisonale Gemüse gibt viel her und lässt sich überraschend kombinieren.

Für viele darf das Fleisch auf einer Grillparty nicht fehlen. Im Sommer wird viel gegrillt und so steigt auch der Fleischkonsum an. Dabei gibt es einige und sehr leckere Alternativen, bei denen du teilweise gar nicht schmeckst, dass es sich um eine Fleischalternative handelt. Vor kurzem haben wir dir 5 vegane und vegetarische Bratwurstalternativen vorgestellt. Vielleicht machst du den Selbstversuch und verrätst deinen Gästen nicht, dass es sich um veganes und vegetarisches Grillgut auf dem Grill handelt. Mal sehen, wer den Unterschied rausschmeckt. Neben Fleischalternativen gibt es jedoch auch viele weitere vegetarische und vegane Leckereien, die du grillen kannst. Zucchini, Paprika, Aubergine oder Pilze lassen sich ausgezeichnet und grillen, auch Brot vom Grill ist eine super Alternative zu Fleisch, die dich und deine Gäste sättigen wird. Anstatt das in Plastik verpackte Kräuterbaguette im Supermarkt zu kaufen, kannst du auch selber Brot backen, z.B. Stockbrot. So sparst du das Verpackungsmaterial vom Baguette ein und beglückst deine Gäste mit etwas Selbstgemachtem. Der Stockbrotteig ist schnell gemacht und deine Gäste werden Spaß haben, das Brot gemeinsam über dem Grill oder Lagefeuer zu backen. Anschließend könnt ihr das Brot mit verschiedene Dips, wie Kräuterquark oder Honig-Aioli, genießen. Es muss also nicht immer Fleisch sein, auch Gemüse und Fleischalternativen kommen auf jeder Grillparty gut an, gleichzeitig schont ihr dabei die Umwelt und minimiert euren ökologischen Fußabdruck.

Fast wichtiger als die Beilagen oder das Fleisch, ist der Nachtisch bei einer Sommergartenparty. Das regionale Obst der Saison ist zurzeit besonders saftig und bietet sich hervorragend für fruchtige Kuchen, Tartes oder Crumbles an. Mit den Pfirsichen der Saison lässt sich eine köstliche Pfirsich Galette zaubern. Auch beliebt ist der klassischer Apple Crumble, den man mit den saisonalen Beeren auch anders interpretieren kann als Erdbeere-Kirsch-Crumble.

Nachhaltig erfrischt

Kühle Getränke sind ein wichtiger Bestandteil einer jeden Party, so auch auf einer Sommergartenparty. Ob alkoholisch oder nicht, auch die Getränkewahl kann nachhaltig gestaltet werden. Achte beim Kauf von Bier und Wein darauf, dass die Getränke aus biologischem Anbau stammen. Wenn möglich, kannst du bei Bier und Wein außerdem darauf achten, eine lokale Sorte zu wählen. Bio-Brauereien mit eigenen Rezepturen und innovativen Craft Beer Sorten gibt es, vor allem in den Städten, immer mehr. Ein Tipp für alle Münsteraner ist etwa ist das Bio Craft Beer der Finne Brauerei. In Hamburg gibt es das Bio-Bier des Wildwuchs Brauwerks und in Berlin das BrewBaker Bio-Bier. Für die nicht-alkoholischen Getränke gelten die gleichen Tipps: Bio und lokal. Vor allem Wasser kannst du besonders lokal beschaffen, nämlich direkt aus dem Wasserhahn. Lokaleres und nachhaltigeres Wasser als Leitungswasser gibt es nämlich nicht. Dabei schonst du nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel, denn Mineralwasser ist um einiges teurer als Leitungswasser. Je nach Region in der du lebst, kann das Leitungswasser sehr kalkig sein und dementsprechend nicht sonderlich gut schmecken. Daher muss das Leitungswasser eventuell vor dem Trinken gefiltert werden. Das Leitungswasser verwandelst du mit Zitrone und Minze oder mit Erdbeeren und Basilikum in ein frisches Sommerwasser.

Umweltfreundliches Grillen mit Gas statt Holzkohle

Grillen mit Holzkohle sorgt zwar einerseits für den gewohnten Grillgeruch, verursacht andererseits aber auch eine erhebliche Umweltbelastung. Das Holz der Holzkohle kommt häufig aus tropischen Regionen, wo es illegal abgeschlagen wird. Da die Holzherkunft jedoch nicht auf der Kohleverpackung vermerkt werden muss, kann das Holz nie wirklich zurückverfolgt werden. Wichtig ist also beim Kauf der Holzkohle auf das FSC-Siegel zu achten, das eine nachhaltige und verantwortungsvolle Forstwirtschaft garantiert. Am besten ist natürlich recycelte Grillkohle aus Pflanzenresten, wie Olivenkernen oder Weinreben. Auch das Grillen mit einem Gas- oder Elektrogrill ist um einiges umweltfreundlicher als mit einem Holzkohlegrill. Auch beim Grillanzünder solltest du auf Nachhaltigkeit achten. Grillanzünder mit Paraffinen, einem aus der nicht erneuerbaren Ressource Erdöl gewonnener Stoff, sind nicht nur umweltschädlich, sondern auch gesundheitsschädlich. In unserem Artikel über Grillanzünder stellen wir dir 6 Alternativen zu paraffinhaltigen Grillanzündern vor, die etwa aus Naturholzwolle und Wachs hergestellt werden. Auf Einweggrills solltest du jedoch in jedem Fall verzichten, mit Nachhaltigkeit haben sie leider nur wenig zu tun. 

„Man muss die Feste feiern wie sie fallen“

Das sagte Hermann Salingré einst und so wird auch deine Sommergartenparty sich irgendwann dem Ende neigen. Am Ende einer jeden Feier ist Aufräumen angesagt. Durch die Reduzierung von Verpackungen, etwa mit dem selbstgemachten Stockbrot statt dem in Plastik verpackten Kräuterbaguette, und die Vermeidung von Wegwerfartikeln, wie der Benutzung von Mehrweg- anstelle von Einweggeschirr, kannst du dir beim Aufräumen bereits im Vorhinein einiges an Arbeit ersparen. Beim übrigen Müll solltest du auf eine korrekte Mülltrennung achten. Wenn du die Dekorationen deiner Feier nicht noch einmal verwenden möchtest, verschenke sie einfach an deine Freunde weiter. Die Essensreste kannst du für die nächsten Tage aufbewahren oder ebenfalls deinen Freunden zum Essen mitgeben. Das meiste schmeckt am nächsten Tag doch sowieso besser.

Unser Fazit

Bei der Planung deiner Sommergartenparty, ist es gar nicht so schwer auf Nachhaltigkeit zu achten. Für viele Einwegpartyartikel gibt es Mehrwegalternativen und bei Lebensmitteln und Zutaten gibt es eine Vielfalt an saisonalen und regionalen Produkten. Wer sich also vor seiner Party ein wenig über nachhaltige Alternativen, sowie Möglichkeiten der Müllvermeidung und -reduzierung informiert, merkt schnell, dass nachhaltiges Feiern gleich doppelt Spaß macht, da du so nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch neue und innovative Produkte entdeckst.

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