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Vegane Kollagenrevolution: Wie Cosphera natürliche Schönheit neu definiert

INTERVIEW | CEO Wolfgang Mittermaier erklärt, warum pflanzliche Aminosäuren, Biotech-Wirkstoffe und Nachhaltigkeit die Zukunft verantwortungsvoller Hautpflege bestimmen.

INTERVIEW | CEO Wolfgang Mittermaier erklärt, warum pflanzliche Aminosäuren, Biotech-Wirkstoffe und Nachhaltigkeit die Zukunft verantwortungsvoller Hautpflege bestimmen.

12.12.2025, ein Beitrag von: Fabienne Voigt - Bild: Cosphera

Immer mehr Menschen suchen nach Pflegekonzepten, die wirksam, natürlich und ethisch vertretbar sind. Cosphera setzt genau hier an – mit einem Ansatz, der die körpereigene Kollagenproduktion durch vegane, bioidentische Bausteine unterstützt. Im Gespräch erläutert CEO Wolfgang Mittermaier, warum tierisches Kollagen für ihn kein zukunftsfähiger Weg ist, welche Rolle Peptide und fermentierte Wirkstoffe spielen und wie Nachhaltigkeit in jeder Entwicklungsstufe mitgedacht wird. Das Unternehmen verfolgt eine klare Vision: Hautpflege, die moderne Biotechnologie mit konsequenten Umwelt- und Ethikstandards verbindet.

LifeVERDE: Viele Menschen wissen, dass der Körper mit zunehmendem Alter Kollagen abbaut. Warum ist es aus deiner Sicht dennoch nicht notwendig, tierisches Kollagen zuzuführen - und welche Vorteile bietet der vegane Ansatz?

Wolfgang Mittermaier: Lass uns dazu zuerst einmal ansehen, wie der Körper Kollagen aufnimmt. Der Körper kann Kollagen nicht „einfach so“ von außen einlagern - er stellt es immer selbst her. Und dafür braucht er die richtigen Bausteine, genauer gesagt Aminosäuren. Nehmen wir tierisches Kollagen zu uns, zerlegt der Körper dieses erst mühsam in einzelne Aminosäuren, bevor er überhaupt etwas damit anfangen kann. Und dann entscheidet der Körper, wofür er diese Bausteine verwendet - sie landen also nicht automatisch in Haut, Haaren oder Nägeln. Dazu kommt, dass tierische Quellen häufiger allergische Reaktionen auslösen können. Für uns hat sich deshalb irgendwann die Frage gestellt: Warum nicht direkt die Bausteine liefern, die der Körper wirklich braucht - und zwar in einer Form, die er besonders gut aufnehmen kann? Der vegane Ansatz ist für uns der logischere und natürlichere Weg. Pflanzenbasierte Aminosäuren sind clean, bioidentisch, gut verträglich und unterstützen genau das, was der Körper von Natur aus tut: sein eigenes Kollagen bilden. Und ganz wichtig: Allen voran spielt der ethische Gedanke für uns eine große Rolle. Schönheit sollte nicht auf Tierleid beruhen - das passt einfach nicht zu unserem Verständnis von moderner, verantwortungsvoller Pflege.

Weitere Orientierung rund um nachhaltige Pflegeprodukte bietet auch unsere Rubrik ‚Bestenlisten: Pflege & Naturkosmetik‘, in der wir empfehlenswerte Marken und Lösungen vorstellen.

Bild: Cosphera

LifeVERDE: Ihr setzt mit veganem Vollagen® auf Bausteine, die die körpereigene Kollagenproduktion anregen. Wie genau funktioniert dieser Ansatz im Vergleich zu herkömmlichen Kollagenprodukten?

Wolfgang Mittermaier: Der Vollagen®-Ansatz funktioniert ein bisschen anders als das, was man von klassischen Kollagen kennt. Statt fertiges tierisches Kollagen zuzuführen, liefern wir ihm direkt die Bausteine, die er für die eigene Kollagenproduktion braucht - und zwar in genau der Zusammensetzung, wie sie im menschlichen Kollagen vorkommt. Vollagen® enthält alle relevanten Aminosäuren in dem Verhältnis, das unser Körper am besten verwerten kann. Dadurch bekommt er ein „perfektes Set“ an Bausteinen, mit dem er sein eigenes Kollagen viel effizienter herstellen kann. Das Besondere daran: Vollagen® wird aus Mais gewonnen - über ein patentiertes Fermentationsverfahren. Es ist also komplett vegan, bioidentisch, sauber und sehr gut verträglich. Unsere Vegan Collagen Formation Support Kapseln enthalten Vollagen® und 8 bioaktive Co-Faktoren wie z. B. Vitamin C, das die normale Kollagenbildung zur normalen Funktion von Haut, Knochen und Knorpeln unterstützt.

Bild: Cosphera

LifeVERDE: Peptide spielen bei der Kollagenbildung eine wichtige Rolle und sind häufig in modernen Kosmetikprodukten zu finden. Kannst du erklären, wie Peptide im Körper wirken und warum sie so effektiv sind?

Wolfgang Mittermaier: Peptide haben mich schon immer fasziniert. Ich beschreibe sie gern als „Hautflüsterer“. Sie sagen den Zellen ganz genau, was sie tun sollen - und die Zellen hören tatsächlich zu. Durch ihre geringe Größe dringen sie tief ein, regen dort die Fibroblasten an (wichtig für Hautwachstum, neue Haut = Anti Aging) und schützen gleichzeitig das vorhandene Kollagen. Für mich sind Peptide eine der innovativsten Wirkstoffgruppen überhaupt, weil sie so intelligent mit den natürlichen Prozessen des Körpers arbeiten und es tut sich diesbezüglich viel am Markt. Bei uns sind Peptide z.B. in unserer Collagen Booster und Retinol Serie enthalten.

Bild: Cosphera

LifeVERDE: In eurer Collagen Booster Creme und dem Serum kombiniert ihr Clean Beauty mit hochwirksamen Inhaltsstoffen. Wie gelingt es euch, reine Formulierungen und starke Performance miteinander zu verbinden?

Wolfgang Mittermaier: Für uns schließen sich reine Formulierungen und starke Wirksamkeit überhaupt nicht aus. Wir arbeiten nach dem Prinzip: Je klarer die Rezeptur, desto besser kann die Haut die Wirkstoffe aufnehmen - vorausgesetzt, man wählt die richtigen und in einer Konzentration, die wirklich etwas bewegt. In der Collagen Booster Creme und im Serum setzen wir bewusst auf aktive Inhaltsstoffe wie Biollagen™, Dermican™, Hyaluronsäure oder Niacinamid. Alles Substanzen, deren Wirkung wissenschaftlich gut belegt ist - ohne Silikone, Parfum oder unnötige Füllstoffe. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Balance: genug Wirkstoff, um sichtbar etwas zu verändern, aber gleichzeitig sanft genug für empfindliche Haut. Genau daran feilen wir lange. Jede Formel wird dermatologisch geprüft und so abgestimmt, dass sie effektiv ist und die Haut trotzdem nicht überfordert.

LifeVERDE: Nachhaltigkeit spielt bei euren Produkten ebenfalls eine zentrale Rolle. Wie wählt ihr eure Rohstoffe aus und welche Kriterien sind euch dabei besonders wichtig?

Wolfgang Mittermaier: Nachhaltigkeit beginnt für uns tatsächlich schon bei der Auswahl der Rohstoffe. Wir arbeiten bevorzugt mit pflanzlichen Wirkstoffen, die effektiv sind und gleichzeitig verantwortungsvoll beschafft werden können - zum Beispiel beruhigender Hopfen oder RetinART, unser Retinol-ähnlicher Wirkstoff aus der Chlorella-Alge, der besonders gut verträglich ist. Uns ist wichtig, dass ein Rohstoff nicht nur wirkt, sondern auch zu unseren Werten passt: vegan, sauber, fair hergestellt und möglichst ressourcenschonend. Deshalb prüfen wir nicht nur die Qualität, sondern auch Herkunft, Lieferwege und die Menschen dahinter. Nachhaltigkeit endet bei uns aber nicht bei der Rezeptur. Wir achten auf kurze Lieferketten, CO₂-neutralen Versand und einen CO₂-neutralen Online-Shop. Außerdem sind wir mit dem DIOP-Siegel ausgezeichnet - ein Zeichen dafür, dass wir unsere Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgleichen und laufend daran arbeiten, unseren Fußabdruck zu verkleinern. Ein Herzensprojekt ist unsere Kooperation mit Tree-Nation: Für jede Bestellung pflanzen wir einen Baum. Mittlerweile sind bereits über 10.000 Bäume entstanden - und damit mehrere Millionen Kilogramm CO₂ kompensiert. Für uns ist das ein Weg, Wirkung, Verantwortung und Schönheit miteinander zu verbinden.

Bild: Cosphera

LifeVERDE: Palmöl ist ein viel diskutierter Rohstoff. Ihr setzt auf Alternativen wie Traubenkernöl, weist aber auch darauf hin, dass Palmöl nicht grundsätzlich schlecht ist. Wie bewertet ihr das Thema - und was macht verantwortungsvollen Anbau aus?

Wolfgang Mittermaier: Palmöl ist ein komplexes Thema. Es steht zurecht in der Kritik, weil der Anbau in manchen Regionen zu massiven ökologischen Schäden geführt hat. Gleichzeitig wäre es zu kurz gedacht, Palmöl grundsätzlich als „schlecht“ abzustempeln. Es ist nämlich die effizienteste Ölfrucht der Welt - keine andere Pflanze liefert so viel Öl auf so wenig Fläche. Wenn man Palmöl komplett ersetzen würde, bräuchte man teilweise sogar mehr Anbaufläche, und das hilft dem Klima auch nicht. Für uns heißt verantwortungsvoller Umgang: Wir setzen dort, wo es sinnvoll ist, auf Alternativen wie Traubenkernöl oder Sheabutter. Aber es gibt Rohstoffe, bei denen ein kleiner Anteil palmölbasierter Komponenten technisch kaum zu vermeiden ist - zum Beispiel bei bestimmten Emulgatoren oder Wirkstoffträgern. In solchen Fällen achten wir darauf, dass das Palmöl aus streng zertifizierten Quellen stammt. Das RSPO-Siegel ist für uns die Mindestanforderung: Es steht für Rückverfolgbarkeit, für den Schutz von Biodiversität und dafür, dass lokale Gemeinschaften fair behandelt werden. Uns ist wichtig, dass ein Rohstoff nicht nur nachhaltig klingt, sondern tatsächlich verantwortungsvoll produziert wurde. Kurz gesagt: Palmöl ist nicht per se das Problem. Entscheidend ist, wie und wo es angebaut wird - und dass man es bewusst, sparsam und transparent einsetzt.

Bild: Cosphera

LifeVERDE: Wenn du an die Zukunft veganer und nachhaltiger Hautpflege denkst: Welche Entwicklungen siehst du aktuell - und wohin möchtet ihr euch als Unternehmen in den kommenden Jahren bewegen?

Wolfgang Mittermaier: Wenn ich in die Zukunft der veganen und nachhaltigen Hautpflege schaue, sehe ich vor allem eines: Wir bewegen uns immer stärker hin zu Wirkstoffen, die der Haut nichts „aufdrücken“, sondern ihre eigenen Prozesse gezielt unterstützen. Biotech macht das möglich - Peptide, fermentierte Wirkstoffe oder bioidentische Aktivstoffe wie RetinART® aus der Chlorella-Alge sind dafür perfekte Beispiele. Sie sind wirksam, sauber und oft sogar verträglicher als klassische Alternativen. Diesen Weg möchten wir als Unternehmen bewusst mitgehen und weiter ausbauen. Für uns bedeutet das: Formulierungen entwickeln, die wissenschaftlich solide sind, vegan, ressourcenschonend - und trotzdem wirklich etwas verändern können. Keine Kompromisse zwischen Nachhaltigkeit und Performance, sondern Produkte, die beides selbstverständlich verbinden.

Vielen Dank für das tolle Interview!

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