Grüne Wirtschaft

TRINKHALME.DE: Ökologische Strohhalme für bewussten Trinkgenuss

INTERVIEW I Milliarden Einwegprodukte, kurze Nutzungsdauer – und große Auswirkungen: TRINKHALME.DE zeigt, warum gerade kleine Alltagsprodukte entscheidend sind und wie Bio-Trinkhalme praktisch funktionieren, ohne Kompromisse beim Genussmoment.

INTERVIEW I Milliarden Einwegprodukte, kurze Nutzungsdauer – und große Auswirkungen: TRINKHALME.DE zeigt, warum gerade kleine Alltagsprodukte entscheidend sind und wie Bio-Trinkhalme praktisch funktionieren, ohne Kompromisse beim Genussmoment.

24.03.2026, ein Beitrag von: Eileen Hube - Bild: Trinkhalme.de

Was als einfache Produktkategorie erscheint, entpuppt sich bei TRINKHALME.DE als hochspezialisiertes Feld mit globaler Relevanz. Das Unternehmen entwickelt Trinkhalme, die im Alltag und in der Gastronomie zuverlässig einsetzbar sind. Im Zentrum steht ein Ansatz, der über das einzelne Produkt hinausgeht: verantwortungsvoll gewonnene Rohstoffe, Fertigung in Deutschland und Europa sowie kurze, durchdachte Lieferketten. So entstehen Lösungen, die praktisch im Gebrauch sind und entlang ihres gesamten Lebenszyklus sinnvoll gestaltet werden. Das Sortiment zeigt, wie vielseitig Trinkhalme heute sein können – von kompostierbaren Bio-Varianten über wiederverwendbare Glaslösungen bis hin zu individuell gefertigten Sonderanfertigungen. TRINKHALME.DE denkt den Strohhalm dabei neu: als funktionales Produkt, Teil des Genusserlebnisses und als durchdachte Alternative zu klassischen Einwegprodukten. Im Interview erfährst du, wie diese Vision entstand und wie Nachhaltigkeit, Alltagstauglichkeit und Genuss miteinander verbunden werden.

LifeVERDE: trinkhalme.de steht für nachhaltige Alternativen im Alltag. Wie ist die Idee zu eurem Unternehmen entstanden und welches Problem wolltet ihr ursprünglich lösen?

TRINKHALME.DE: Die Idee zu trinkhalme.de ist aus meiner eigenen Praxis in der Gastronomie entstanden. Während meines Studiums war ich viele Jahre in Bars, bei Caterern und in der Getränkeindustrie tätig und habe hautnah erlebt, wie selbstverständlich Einwegplastikprodukte genutzt wurden – insbesondere Trinkhalme. Schon damals hat mich gestört, dass ein so kurzlebiges Produkt aus Asien importiert wird, lange Transportwege hat und am Ende einfach im Müll landet.

Vor rund 20 Jahren habe ich mich deshalb gefragt, ob es nicht smartere Lösungen gibt: regional produziert, mit kurzen Lieferwegen und einer besseren Umweltbilanz – ohne dabei an Funktionalität einzubüßen. Daraus entstand trinkhalme.de zunächst ganz klein, mit einem regionalen Produzenten und einer Onepager-Website, mit dem Ziel, Alternativen anzubieten, die in der Gastronomie wirklich funktionieren.

Als die Diskussionen um Plastikverbote begannen, war für mich klar, dass einfache Ersatzlösungen nicht ausreichen. Viele Alternativen waren gut gemeint, funktionierten aber im Alltag nicht – sie lösten sich auf, schmeckten unangenehm und erzeugten kein Vertrauen.

Was als kleine Idee begann, ist heute zu einer klaren Haltung geworden: Mein Team und ich glauben an Lösungen, die Umweltbewusstsein, Qualität und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden.

Unser Anspruch war und ist daher, Produkte zu entwickeln, die Nachhaltigkeit und echte Funktionalität vereinen. Lösungen, die Gastronomen entlasten, den Genuss nicht beeinträchtigen und gleichzeitig Verantwortung für Umwelt und Zukunft übernehmen. trinkhalme.de steht genau für diesen Weg: nicht für Verzicht, sondern für sinnvolle, funktionierende Alternativen im Alltag.


Bild: Trinkhalme.de

LifeVERDE: Plastikstrohhalme galten lange als kleines Detail – heute als großes Umweltthema. Welche Rolle spielen aus eurer Sicht vermeintlich „kleine Produkte“ für echte Nachhaltigkeit?

Die vermeintlich „kleinen“ Produkte gehen in der Wahrnehmung schnell einmal unter – oft aber zu Unrecht! Die Bilder von den Stränden auf der ganzen Welt zeigen uns, welche Produkte Teil des Plastikproblems sind – und es sind eben oft die kleinen. Denn wenn ein Produkt – wie ein Trinkhalm, ein Deckel einer PET-Flasche oder ein Wattestäbchen – zu Milliarden Stück pro Jahr produziert und in Umlauf gebracht wird, dann ist der Einfluss nicht unbedingt kleiner als der der „großen“ Produkte. Deswegen ist es unsere Mission, der Gastronomie, Hotellerie und ihren Zulieferern FUNKTIONIERENDE, nachhaltige Alternativen zu bieten – die sie ohne Kompromisse einsetzen können und mit denen sie ihren Gästen den Trinkgenuss bereiten können, den sie gewohnt sind.

LifeVERDE: Euer Sortiment reicht von Glas- bis Edelstahlhalmen. Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, welche Materialien und Produkte ihr aufnehmt?

Das wichtigste Kriterium für uns ist, dass die Materialien und Produkte sowohl bei der Herstellung als auch beim Recycling den bestmöglichen ökologischen Fußabdruck haben. Wir achten stetig darauf, dass der Energie-, Wasser- und Lösungsmittelverbrauch so niedrig wie möglich gehalten wird. Weiterhin haben kurze Lieferwege für uns eine hohe Priorität – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zum Endkunden. Wir produzieren regional und liefern in Großmengen direkt per Lkw zu unseren Kunden – um dauerhaft Ressourcen zu sparen und Emissionen niedrig zu halten – und das ohne Mehrkosten oder Nachteile für Händler, Gastronomen und Endkunden.


Bild: Trinkhalme.de

LifeVERDE: Viele Menschen möchten nachhaltiger leben, empfinden die Umstellung aber als unbequem. Wie begegnet ihr diesem Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit?

Eine Umgewöhnung kann unbequem erscheinen, das kennen wir. Immer dann, wenn einem der Sinn und die Wichtigkeit nicht vollständig bewusst sind, hat man erst einmal weniger Bereitschaft, im Sinne der Nachhaltigkeit eine geringere Alltagstauglichkeit in Kauf zu nehmen. In unserem Fall haben wir es jedoch geschafft, dass diese Umstellung gar nicht mit einem Verlust von Komfort einhergeht: Mit unseren Strohhalmen „Der echte BioHalm“ und „NextLevel BioHalm“ haben wir für unsere Gastronomen mit viel Einsatz und Liebe Alternativen entwickelt, die völlig kompromisslos funktionieren – und ihren Gästen den Trinkgenuss bieten, den sie gewohnt sind und erwarten – und das bei voller Kompostierbarkeit auf dem Kompost, in der freien Natur oder im Süß- und Salzwasser.

LifeVERDE: Welche Veränderungen beobachtet ihr im Bewusstsein eurer Kund:innen in den letzten Jahren – hat sich der Blick auf Einwegprodukte spürbar verändert?

Wir stellen fest, dass die Gastronomie und Hotellerie bereits sehr früh offen und interessiert daran war, Einwegprodukte zu reduzieren oder gegen gute, nachhaltige Alternativen auszutauschen. Zu Beginn hatte sie es jedoch nicht so leicht, dies zur Zufriedenheit aller umzusetzen – denn es gab auf dem Markt vor allem Lösungen mit geringer Qualität (z. B. schnell aufweichende Papiertrinkhalme) oder mit derselben bzw. einer schlechteren Nachhaltigkeit. Heutzutage sind gut funktionierende und kompromisslos nachhaltige Trinkhalme deutlich weiter verbreitet – und die Gastronomie und Hotellerie setzt diese gerne und überzeugend ein.


Bild: Trinkhalme.de

LifeVERDE: Nachhaltigkeit endet nicht beim Produkt. Wie setzt ihr Nachhaltigkeit entlang eurer gesamten Wertschöpfungskette bei trinkhalme.de um?

Dies ist ein Punkt, der uns selbst sehr wichtig ist. Von der grundsätzlichen Gestaltung unseres Geschäftsmodells bis hin zur täglichen Lieferung an unsere Kunden halten wir unsere Produktion stets regional, die Verpackungen funktional und unsere Lieferwege kurz und direkt – so werden nicht nur bei der Produktion Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung minimiert, sondern auch auf dem gesamten weiteren Weg, bis unsere Strohhalme bei unseren Kunden im Getränk stehen. Außerdem optimieren wir gemeinsam mit unseren Kunden stetig die Liefermengen, die je Transportweg bewegt werden – für eine optimale Ausnutzung der auf der Straße verbrauchten Ressourcen.

LifeVERDE: Wenn ihr einen Wunsch für die Zukunft frei hättet: Was müsste sich gesellschaftlich oder politisch ändern, damit nachhaltige Alternativen schneller zum Standard werden?

Hier haben wir tatsächlich gar keine Wünsche offen! Wir merken, dass sich die Gesellschaft aus ihrem eigenen inneren Antrieb stetig zu immer mehr Nachhaltigkeit bewegt, und die Politik versucht, dies zu unterstützen und zu lenken, um diese Entwicklung zu fördern. Aus unserer Sicht sind wir auf dem absolut richtigen Weg!


Bild: Trinkhalme.de

Funktionalität bei Trinkhalmen als Schlüssel für echte Veränderung

TRINKHALME.DE zeigt, dass ökologisch sinnvolle Alternativen nur dann Wirkung entfalten, wenn sie alltagstauglich sind: Strohhalme dürfen nicht reißen, aufweichen oder den Geschmack verändern, sondern müssen denselben Trinkkomfort bieten wie herkömmliche Produkte. Das Unternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Materialien mit geringer Umweltbelastung, kurze regionale Lieferketten und durchdachte Verpackungen sorgen dafür, dass Nachhaltigkeit entlang des gesamten Lebenszyklus umgesetzt wird. Gleichzeitig ermöglichen Bio-Trinkhalme, Glas- und Edelstahlvarianten den Gastronomen, ihren Gästen Genuss ohne Kompromisse zu bieten. Besonders deutlich wird, dass kleine Produkte große Wirkung haben können – vorausgesetzt, sie verbinden ökologische Verantwortung, Funktionalität und wirtschaftliche Machbarkeit. TRINKHALME.DE beweist, dass konsequent nachhaltige Trinkhalme nicht nur ein praktisches Alltagsprodukt sind, sondern auch einen Beitrag zur Veränderung von Verbrauchsgewohnheiten leisten können. 

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