TRATSON steht für eine neue Generation der Wasserbehandlung: physikalischer Kalkschutz ohne Salz, ohne Chemie und ohne laufende Betriebskosten. Während klassische Wasseraufbereitungssysteme oft mit Zusatzstoffen arbeiten und dadurch neue Abhängigkeiten schaffen, setzt TRATSON auf ein systemisches Verständnis von Gebäudetechnik. Im Fokus steht nicht ein Standardgerät, sondern eine Lösung, die exakt auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort abgestimmt wird. Im Interview erklärt das Unternehmen, wie diese Technologie funktioniert, worin der Unterschied zu herkömmlichen Systemen liegt und welche Rolle Nachhaltigkeit sowie zukünftige Entwicklungen spielen.
LifeVERDE: Wie ist die Gründungsgeschichte von TRATSON und was war Ihre Vision bei der Unternehmensgründung?
MICHAEL SCHNEEBERGER, Gründer von TRATSON: Ich hatte früher beruflich viel mit Gebäudetechnik zu tun. Und immer wieder sah ich dasselbe Muster: Geräte, die gut klingen – aber in der konkreten Installation nicht das halten, was versprochen wurde. Was mich gestört hat, war nicht die Technologie an sich. Es war das fehlende Systemdenken dahinter. Jedes Gebäude ist anders. Jede Installation auch. Und trotzdem werden überall dieselben Standardgeräte verkauft.
Das war der Ausgangspunkt für TRATSON: Nicht ein weiteres Gerät zu bauen, sondern eine Lösung zu entwickeln, die sich an die Realität im Gebäude anpasst.
LifeVERDE: TRATSON setzt auf physikalischen Kalkschutz ohne Salz oder Chemie – worin unterscheidet sich Ihre Philosophie von klassischen Wasseraufbereitungssystemen?
Klassische Systeme greifen meist in die Wasserchemie ein – etwa durch Salz oder Zusatzstoffe. Das löst ein Problem, bringt aber gleichzeitig neue Abhängigkeiten mit sich: Verbrauchsmaterial, Wartung, laufende Kosten.
Unsere Philosophie ist eine andere: Wir verändern nicht das Wasser – sondern das Verhalten des Kalks im System. Das bedeutet: Die natürlichen Mineralien bleiben erhalten, während die Ablagerung reduziert wird. Der entscheidende Unterschied liegt also nicht im «was», sondern im «wie».
LifeVERDE: Können Sie erklären, wie Ihre Technologie genau funktioniert und welche wissenschaftlichen Grundlagen dahinterstehen?
Unsere Systeme basieren auf der sogenannten Physical Inductive Technology (PIT). Dabei wird über mehrere Spulen ein elektromagnetisches Feld aufgebaut, das die Struktur der Kalkkristalle beeinflusst.
Entscheidend ist: Diese Wirkung erfolgt nicht nur bei fliessendem Wasser, sondern auch wenn das Wasser in den Wasserleitungen steht. Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: In einer Wohnliegenschaft steht Wasser rund 90 Prozent der Zeit still in den Leitungen. Es fliesst nur in kurzen Momenten – beim Duschen, Kochen, Waschen. Das bedeutet: Ein System, das nur bei aktivem Wasserfluss wirkt, schützt in der Realität einen Bruchteil der tatsächlichen Nutzungszeit. Genau deshalb war es für uns von Anfang an nicht verhandelbar: Die Technologie muss sowohl im fliessenden als auch im stehenden System funktionieren.
Die zugrunde liegende Wirkweise wurde in einer über vier Jahre erarbeiteten Dissertation an der ETH Zürich eingereicht und durch das damalige BUWAL bestätigt. Für uns ist das kein Marketingpunkt, sondern die Grundlage dafür, dass wir die Technologie nachvollziehbar einsetzen können.
LifeVERDE: Ihre Produktpalette umfasst verschiedene Modelle für unterschiedliche Wohn- und Gewerbegrössen – wie treffen Sie die Entscheidung, welches Gerät für welche Anwendung geeignet ist?
Die entscheidende Frage ist nicht: «Welches Gerät ist das stärkste?» Sondern: «Welche Lösung passt zur konkreten Liegenschaft?»
Danach richtet sich, welches System zum Einsatz kommt – vom Apartment über das Einfamilienhaus bis zur grösseren Mehrfamilienanlage. Aber das ist nur der erste Schritt. Was viele nicht wissen: Zwei gleich grosse Gebäude können völlig unterschiedliche Bedingungen haben. Andere Wasserhärte, anderes Rohrmaterial, andere Nutzung. Deshalb wird jedes Gerät nach der Installation individuell auf die örtlichen Gegebenheiten eingestellt. Nicht pauschal – sondern so, wie es die konkrete Situation erfordert. Das ist der Unterschied zwischen einem Standardprodukt und einer standortspezifischen Lösung.
LifeVERDE: Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Kunden besonders häufig zu Ihren Geräten? Gibt es überraschende Anwendungsfälle oder Feedback?
Viele Rückmeldungen ähneln sich: Kunden berichten, dass sich Kalkablagerungen deutlich reduzieren und Geräte weniger häufig entkalkt werden müssen. Interessant ist jedoch etwas anderes: Die Wirkung zeigt sich oft nicht sofort spektakulär, sondern im Alltag – leiser, aber nachhaltiger.
Ein häufiger Punkt ist auch: Das Thema verschwindet aus dem Kopf. Und genau das ist eigentlich das Ziel.
LifeVERDE: Wie positioniert sich TRATSON im Vergleich zum Wettbewerb im Schweizer und internationalen Markt?
Der Markt ist geprägt von zwei Extremen: chemische Systeme mit laufendem Aufwand und einfache physikalische Geräte mit begrenzter Anpassbarkeit. Wir positionieren uns bewusst dazwischen – oder genauer gesagt: darüber. Nicht als Alternative, sondern als logische Weiterentwicklung: Eine physikalische Lösung, die sich an die Installation anpassen lässt. Der Unterschied liegt nicht nur in der Technologie, sondern im Systemverständnis dahinter.
LifeVERDE: Nachhaltigkeit scheint ein zentrales Thema für TRATSON zu sein – wie integriert Ihr Unternehmen ökologische Verantwortung in seine Geschäftsstrategie?
Nachhaltigkeit beginnt für uns nicht beim Marketing, sondern bei der Funktion. Ein System, das ohne Salz, ohne Chemie und ohne Verbrauchsmaterial auskommt, reduziert automatisch Ressourcenverbrauch und Folgekosten. Hinzu kommt: lange Lebensdauer, wartungsfreier Betrieb, Produktion in der Schweiz.
Nachhaltigkeit ist für uns deshalb kein Zusatznutzen, sondern eine Konsequenz des gewählten Ansatzes.
LifeVERDE: Welche Weiterentwicklungen oder neuen Produktideen plant TRATSON, um noch effizientere oder breitere Lösungen für Wasserqualität und Kalkschutz anzubieten?
Die nächste Entwicklungsstufe liegt nicht in «mehr Leistung», sondern in noch präziserer Anpassung. Wir arbeiten daran, Systeme noch stärker auf reale Bedingungen reagieren zu lassen. Gleichzeitig denken wir Wasserqualität zunehmend ganzheitlich.
Ein konkretes Beispiel: Unser neues Filtersystem kombiniert Kalkschutz mit der Entfernung von Schwermetallen und PFAS aus dem Trinkwasser – zweistufig, in einem einzigen System, mit einem jährlichen Filterwechsel. Das ist keine Erweiterung des Sortiments. Das ist die Antwort auf eine Frage, die viele Hausbesitzer noch nicht gestellt haben, aber stellen werden.
Daneben erkunden wir Partnerschaftsmodelle mit industriellen Akteuren, die unsere Technologie in ihre eigenen Systeme integrieren möchten. Langfristig wird sich nicht die beste Einzeltechnologie durchsetzen, sondern das System, das die Realität am besten abbildet.
TRATSON: Nachhaltiger Kalkschutz als Systemlösung für moderne Gebäude
TRATSON zeigt, dass effektiver Kalkschutz nicht zwingend mit Chemie, Wartungsaufwand oder Verbrauchsmaterial verbunden sein muss. Durch die Kombination aus physikalischer Technologie, individueller Anpassung und einem klaren Systemverständnis entsteht eine Lösung, die langfristig funktioniert und Ressourcen schont. Damit positioniert sich TRATSON nicht nur als Alternative, sondern als zukunftsorientierter Standard für Wasserqualität in Gebäuden.
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