Schulhefte in schön gestalteten Papierumschlägen
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Schulhefte in schön gestalteten Papierumschlägen

"Die Idee, Schulhefte nicht länger in triste Plastikumschläge einzubinden, sondern in schön gestaltete Papierumschläge entstand 2015 beim Blick in die Schultaschen unserer Kinder", so Sylvia Manhart von Minouki.

"Die Idee, Schulhefte nicht länger in triste Plastikumschläge einzubinden, sondern in schön gestaltete Papierumschläge entstand 2015 beim Blick in die Schultaschen unserer Kinder", so Sylvia Manhart von Minouki.

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04.06.2018 - Das Interview führte Gessica Mirra

LifeVERDE: Seit wann gibt es minouki und welche Firmenphilosophie verfolgt Ihr Unternehmen?

SYLVIA MANHART: Die Idee, Schulhefte nicht länger in triste Plastikumschläge einzubinden, sondern in schön gestaltete Papierumschläge entstand 2015 beim Blick in die Schultaschen unserer Kinder. Schon länger versuchte ich damals, möglichst wenig Plastik zu konsumieren. Stets war ich auf der Suche nach Alternativprodukten. Zum Schulstart stand der obligatorische Kauf von rund zwanzig Hefthüllen aus Kunststoff an. Da mir diese Plastikhüllen auch optisch nie wirklich gefallen hatten, entstand in diesem Moment die Idee, gleich in zweierlei Hinsicht neue Wege zu gehen: Umschläge, die Nachhaltigkeit mit schönem Design verbinden sollten. Das Konzept funktionierte. 2016 entstand die erste Kollektion Schulheftumschläge aus Recyclingpapier. Die Reaktionen auf diese so simple aber schöne Idee waren einfach umwerfend. In den Papierumschlägen sehe ich ein Statement gegen den allgegenwärtigen Plastikkonsum und für den Wert der kleinen Alltagsdinge. Je mehr Ersatzprodukte es für Plastik gibt, desto besser. Und je attraktiver diese sind, desto leichter wird den Endverbrauchern der Wechsel zum nachhaltigeren Produkt fallen. Minouki Schutzumschläge sind ein kleiner Beitrag auf dem langen Weg zu einer Konsumveränderung, die hoffentlich in allen erdenklichen Bereichen stattfinden wird.

 

Welche Produkte bieten Sie in Ihrem Online-Shop an und welche kommen bei Ihren Kunden besonders gut an?
minouki bietet eine farbsortierte Auswahl an Schulheftumschläge in den Formaten A4 und A5 an. Es gibt sie gemustert und auch einfarbig. Die Umschläge werden aus hochwertigem Recyclingpapier hergestellt und stellen damit eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Plastikumschlägen dar. Von Anfang an gab es von unseren Kunden positive Reaktionen. Lob gab es sowohl für die Idee an sich, als auch für die verschiedenen Designs. Unser Bestseller ist der blaue Heftumschlag mit den Sternen.

 

Wie setzen Sie sich als Unternehmen für Nachhaltigkeit ein? Wie leben Sie Nachhaltigkeit?

Zu unserem Nachhaltigkeitskonzept gehört zwingend, dass wir auch auf Frischfaserpapier verzichten. Schießlich wollen wir auch nicht, dass Bäume für Heftschoner gefällt werden. Die Umschläge bestehen daher zu 100% aus Recyclingpapier, welches mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist. Das Papier ist sehr stabil. Nachhaltig bedeutet ja auch, dass die Dinge nicht gleich kaputt gehen dürfen. Außerdem produzieren wir regional, direkt hier in Bayern. Die Druckerei, in der die Heftschoner entstehen, ist eine zertifizierte Öko-Druckerei. Auch die Farben sind mineralölfrei. Natürlich hält so ein Papierumschlag nicht für immer. Aber am Ende kann er über das Altpapier entsorgt und recycelt werden.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie das Thema Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit stellt uns alle vor viele Herausforderungen. Sowohl privat, als auch im Unternehmen gibt es noch einige Stellschrauben, an denen man drehen kann und sollte. Insbesondere das Thema C02-Fußabdruck sehe ich als Herausforderung. Was den Produktionsprozess der Heftschoner anbelangt, so kompensieren wir die Emsissionen über die Teilnahme an einem Klimaprojekt im Amazonas. Ich sehe dies keinesfalls als Absolution für irgendetwas. Eher als Ergänzung. Jeder von uns sollte seine Lebensgewohnheiten und Konsumgewohnheiten überdenken.

Welche Trends und Entwicklungen finden Sie in Ihrem Bereich aktuell besonders spannend?

Das Thema Plastikmüll und Mikroplastik bekommt immer mehr Aufmerksamkeit in den Medien. Zumindest scheint es positive Tendenzen zu geben. Es gibt viele Start-Ups, die neuartige Technologien und Materialien entwickeln und die das Plastikproblem zumindest entschärfen können. Vor ihnen habe ich großen Respekt. Dagegen sind unsere Papierumschläge natürlich nur ein eher kleiner Beitrag. Dennoch: Es geht darum, dass möglichst viele Menschen in die richtige Richtung gehen. Da zählt jeder Schritt. Jedes Kind, das seinem Banknachbarn stolz beweist, dass Papierumschläge "cool" sind und dass Recyclingpapier besser ist als Frischfaserpapier kann etwas bewirken.

Verraten Sie uns, was es künftig Neues von Ihnen geben wird?

Wir planen das Sortiment stetig zu erweitern. Demnächst soll es auch Schnellhefter in allen Schulfarben geben.

Welches grüne Produkt ist Ihr persönlicher Geheimtipp?

Leitungswasser

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