OutdoorAbenteuer in Tirol
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Outdoor-Abenteuer in Tirol

INTERVIEW | „Wir leben in Tirol mit und von der Natur. Sie bildet die Basis, um unseren Besuchern jenen Naturspirit zu vermitteln, der gerade die Outdoor-Branche prägt.“ Ein Interview mit Chris Schnöller von AREA 47.

INTERVIEW | „Wir leben in Tirol mit und von der Natur. Sie bildet die Basis, um unseren Besuchern jenen Naturspirit zu vermitteln, der gerade die Outdoor-Branche prägt.“ Ein Interview mit Chris Schnöller von AREA 47.

17.05.2017

LifeVERDE: Herr Schnöller, wie lange gibt es die Outdoor Arena AREA 47 im Ötztal und was erwartet dort abenteuerlustige Urlauber?

Chris Schnöller: Die AREA 47 wurde nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit 2010 eröffnet. Heute bietet sie inmitten eines traumhaften Naturschutzgebietes alles von sportlichen Mutproben bis zum Extremkick, inklusive Erlebnisgastronomie und chilligen Übernachtungsmöglichkeiten. Mehr als 35 Sportarten bedeuten ganz klar die größte Vielfalt an Outdoor-Aktivitäten in Europa.
Unser Angebot beinhaltet u. a. professionell geführte Rafting- und Canyoningtouren, die höchste künstliche Kletterwand und den höchsten Hochseilgarten Österreichs, einen Mega Swing mit 12 Meter freiem Fall, einen mehr als 300 Meter langen Flying Fox oder einen Indoor E-Motocross-Parcours.
Als Pulsgeber der Anlage dient die 20.000 m2 große Water AREA, wo unsere Gäste mit großem Abgang baden gehen. Etwa vom Riesenrutschenpark aus, von der Freestyle-Schanze mit Slip’n’Slide-Rutsche, vom luftgefüllten Blob oder einem Wasserkatapult. Das 27-Meter-Brett des Sprungturms ist für die Profi-Cliffdiver reserviert, allen Normalsterblichen bieten wir bis zu 10 Meter Absprunghöhe. Über das Wasser gespannte Slacklines, Trampoline und eine überhängende Deep Water Soloing Boulderwand komplettieren das Angebot. Seit Juli 2016 haben wir mit 19.000 m2 Seefläche zudem die größte Wakeboard-Anlage Westösterreichs eröffnet.

Wie kommt Ihr Angebot an? Welches Feedback erhalten Sie?

 Die AREA 47 ist die erfolgreichste Innovation im österreichischen Sommertourismus der vergangenen Jahre. Jedes Jahr besuchen uns rund 240.000 Gäste. Das Konzept wurde mit dem österreichischen Exportpreis Tourismus ausgezeichnet. Internationales Medienecho begleitet unser Angebot seit seiner Eröffnung. Einer der Höhepunkte: CNN.com wählte die AREA 47 unter die Top-5 der besten Wasserparks weltweit. In erster Linie zählt für uns jedoch eines: Das unmittelbare und begeisterte Feedback unserer Besucher und Gäste.

Wie leben Sie das Thema Nachhaltigkeit?

Die AREA 47 liegt inmitten eines großen Naturschutzgebietes. Gerade mit den zahlreichen Schulklassen, die uns besuchen, unternehmen wir zu Beginn ihres Aufenthaltes eine Exkursion in die Umgebung, um sie für den Naturraum zu sensibilisieren. Darüber hinaus setzen wir vielfältige Maßnahmen im täglichen Betrieb. Unser Housekeeping-Team unternimmt seine Transport-Fahrten im weitläufigen Areal mit Elektroautos. Apropos: An unsere Gäste verleihen wir E-Motocross-Maschinen. Selbstverständlich praktizieren wir auch eine konsequente Mülltrennung, regionaler Bezug von Gemüse ist uns sehr wichtig, die Wasseraufbereitung für unseren Bade- und Wakesee sichern natürliche, biologische Filtertechniken. Nicht zuletzt profitiert die Natur davon, dass viele unserer Gäste mit der Bahn anreisen können. Hier in Ötztal-Bahnhof halten die wichtigsten internationalen Fernzüge.

Wie wichtig ist den Urlaubern heutzutage ein umweltfreundlicher und nachhaltiger Urlaub, was meinen Sie?

Das Bewusstsein für diese Thematik nimmt spürbar zu. Und das finden wir seitens der AREA 47 natürlich äußerst positiv. Wir leben in Tirol mit und von der Natur. Sie bildet die Basis, um unseren Besuchern jenen Naturspirit zu vermitteln, der gerade die Outdoor-Branche prägt. Unsere Gäste nehmen während eines Aufenthaltes ein tiefgehendes Gefühl dafür mit, dass das Leben und der Sport in einer intakten Naturlandschaft einen grundlegenden Unterschied in der Lebensqualität ausmachen. Und das kann ein Anstoß sein, um dieses Bewusstsein für Nachhaltigkeit aus dem Urlaub mitzunehmen und daheim auch in andere Alltagsbereiche zu übersetzen.

Welche aktuellen Trends aus Ihrer Branche finden Sie besonders interessant?

Wakeboarden boomt stark. In dieser Szene bildet sich gerade eine der nächsten großen Communities heraus. Wir beobachten zudem den Wunsch, ein Erlebnisangebot nicht einfach nur zu konsumieren, sondern sich mit Sportarten vertiefend auseinanderzusetzen. Wir bieten deshalb spezielle Camps mit Lerncharakter fürs Rafting, Canyoning und Mountainbiken an. Professionelle Guides begleiten knackige bis höchst anspruchsvolle Touren fernab vom Standard-Programm und vermitteln dazu theoretisches Knowhow z.B. in Hydrokunde, Seiltechniken, Abseil- und Sprungtraining oder Kurventechnik mit dem Mountainbike. Für unsere weiblichen Gäste haben wir außerdem ein eigenes Girls-Camp am Start. Dabei machen sie z.B. mit der amtierenden österreichischen Staatsmeisterin Tanja Warmuth ihre ersten Versuche auf dem Wakeboard, meistern Raftingtouren oder genießen einfach SUP-Yoga-Sessions.

Mehr zum Thema: Nachhaltig Übernachten bedeutet kein Verzicht



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