Grüne Wirtschaft

NEULAND: Von Profis für Profis – langlebige Moderationsprodukte Made in Germany

INTERVIEW I NEULAND steht für durchdachte Moderationsprodukte, die speziell für den professionellen Einsatz entwickelt wurden. Im Fokus: hohe Qualität, Reparierbarkeit und ein klarer Anspruch an langlebige Lösungen – entwickelt im engen Austausch mit Anwendern und produziert in Deutschland.

 

INTERVIEW I NEULAND steht für durchdachte Moderationsprodukte, die speziell für den professionellen Einsatz entwickelt wurden. Im Fokus: hohe Qualität, Reparierbarkeit und ein klarer Anspruch an langlebige Lösungen – entwickelt im engen Austausch mit Anwendern und produziert in Deutschland.

 

26.03.2026, ein Beitrag von: Louisa Becker - Bild: NEULAND

Wer heute in Bildung, Coaching oder Unternehmen mit Moderationsmaterial arbeitet, sucht mehr als nur funktionales Equipment. Gefragt sind Lösungen, die im Alltag bestehen, flexibel einsetzbar sind und langfristig überzeugen. Genau hier setzt NEULAND an: Als Familienunternehmen mit klarer Wertebasis verbindet NEULAND jahrzehntelange Erfahrung mit einem konsequent praxisorientierten Entwicklungsansatz. Unter dem Leitgedanken „Von Profis für Profis“ entstehen Produkte nicht am Reißbrett, sondern im direkten Dialog mit den Menschen, die sie täglich nutzen. Das Ergebnis sind durchdachte Werkzeuge, die durch Qualität, Langlebigkeit und Reparierbarkeit überzeugen – und damit neue Maßstäbe im Bereich Moderation und Visualisierung setzen.


Bild: NEULAND

LifeVERDE: Wie würden Sie die Kernwerte von NEULAND beschreiben – und wie prägen diese Werte Ihre Produktentwicklung und Unternehmenskultur als traditionelles Familienunternehmen?

MARC SCHULZE, CEO von NEULAND: Das ist eine spannende Frage, die eigentlich direkt ins Herz dessen trifft, was uns bei NEULAND antreibt.
Wenn ich unsere Kernwerte beschreibe, dann fange ich meistens mit unserer Urspungs-DNA an: Erfinden hat Tradition. Für uns bedeutet Tradition, dass wir den Mut haben, Dinge immer wieder neu zu denken.
Das spiegelt sich direkt in unserem Anspruch ‚Von Profis für Profis‘ wider. Wir entwickeln keine Produkte am grünen Tisch, sondern im ständigen Dialog mit den Menschen, die sie täglich nutzen – Moderatoren, Trainer und Coaches. Wir wissen genau, wo der Schuh drückt, und deshalb entstehen bei uns Werkzeuge, die funktional perfekt und langlebig sind.
Hier kommt zudem unser Bekenntnis zu Made in Germany ins Spiel. Das ist für uns weit mehr als ein Herkunftssiegel; es ist ein Qualitätsversprechen und die Basis für unsere nachhaltige Innovation. Wir produzieren hier in der Region, was uns kurze Wege, faire Arbeitsbedingungen und eine ressourcenschonende Fertigung ermöglicht. Wir wollen nicht einfach nur ‚neu‘ sein, sondern ökologisch und ökonomisch sinnvoll innovieren – zum Beispiel durch unsere Nachfüllsysteme, die Müll vermeiden und Ressourcen schonen sowie unseren Tafelaustausch-Service. Selbst für jahrealte Pinnwände haben wir noch sämtliche Ersatzteile, um diese vor Ort in Eichenzell/ Hessen zu reparieren oder gegebenenfalls Bestandteile auszutauschen.
Diese Haltung prägt unsere gesamte Unternehmenskultur: Wir begegnen uns auf Augenhöhe, mit einer großen Portion Leidenschaft und dem Stolz auf das, was wir gemeinsam schaffen. Und ich glaube, genau diese Authentizität spüren unsere Kunden. Die weltweite Kundenzufriedenheit, die wir heute genießen, ist das Ergebnis davon, dass wir unsere Werte nicht nur auf Plakate schreiben, sondern sie in jedem Marker und jeder Pinnwand spürbar machen. Wir verkaufen nicht nur Equipment, wir unterstützen Menschen dabei, ihre Ideen in die Welt zu bringen.

LifeVERDE: Nachhaltigkeit ist bei NEULAND seit Jahrzehnten ein zentrales Thema. Wie hat sich dieser Anspruch über die Jahre weiterentwickelt und welche konkreten Maßnahmen setzen Sie heute, um Nachhaltigkeit in Ihren Produkten messbar zu machen? Soweit wir wissen hat NEULAND auch einen eigens entwickelten Nachhaltigkeits-Quotienten für seine Produkte. Was steckt dahinter?

Das ist ein wichtiger Punkt, denn für uns war Nachhaltigkeit nie ein Marketing-Label, sondern von Anfang an eine Überzeugung. Wir haben die Nachhaltigkeit bereits gelebt, da gab es diesen globalen Trend noch gar nicht. Wenn man wie wir als Familienunternehmen in Generationen denkt, ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen eigentlich die einzige logische Konsequenz.
Um das Ganze für unsere Kunden und für uns selbst messbar und transparent zu machen, haben wir den NEULAND Nachhaltigkeits-Quotienten (NQ) entwickelt. Das ist ein echtes Herzstück unserer Produktentwicklung und basiert darauf, dass wir keine extern anerkannte Zertifizierungsstelle finden konnten, die allen unseren Ansprüchen und Anforderungen an die nachhaltigen NEULAND-Produkte in dieser Weise entsprachen, wie wir es uns vorstellen.
Wir bewerten jedes Produkt ganz konkret nach vier Kriterien:
Erstens schauen wir auf die Rohstoffe – wo kommen sie her und wie ökologisch ist ihre Gewinnung? Zweitens auf die Fertigung – hier spielt unser Standort Deutschland eine Schlüsselrolle, weil wir so faire Bedingungen und kurze Transportwege garantieren. Drittens bewerten wir die Lebensdauer – ein Produkt ist nur dann nachhaltig, wenn es im harten Profi-Alltag nicht nach kurzer Zeit schlappmacht. Und der vierte, vielleicht wichtigste Punkt, ist die Reparierbarkeit.
Konkret heißt das heute: Ein NEULAND-Marker wird nicht weggeworfen. Er ist so konstruiert, dass er hunderte Male nachgefüllt werden kann und sogar die Spitzen austauschbar sind. Mit dem NQ-Wert machen wir diesen ökologischen Fußabdruck schwarz auf weiß sichtbar. So wird Nachhaltigkeit bei uns von einem guten Gefühl zu einer belastbaren Zahl, an der wir uns bei jeder Neuentwicklung messen lassen.

LifeVERDE: NEULAND produziert den Großteil der Produkte in Deutschland oder mit engen Partnern in Europa. Wie wirkt sich dieser lokale Fertigungsansatz auf Qualität, Lieferketten und Kundenerwartungen aus?

Das ist ein entscheidender Punkt für unser gesamtes Selbstverständnis. Dieser lokale Ansatz wirkt sich auf drei Ebenen massiv aus:
Zuerst bei der Qualität: Wenn die Fertigung im gleichen Gebäude stattfindet, haben wir eine ganz andere Kontrolltiefe. Wir können jederzeit in die Produktion gehen, Details anpassen und sicherstellen, dass jedes Tool genau unseren hohen Standards entspricht. Das schafft eine enorme Verlässlichkeit, die unsere Kunden spüren.
Was die Lieferketten angeht, macht uns die Regionalität krisenfest. Während andere bei globalen Störungen auf Container aus Übersee warten, bleiben wir lieferfähig. Kurze Wege bedeuten für uns nicht nur Schnelligkeit und Flexibilität bei Sonderwünschen, sondern auch Planungssicherheit – ohne das Risiko explodierender Frachtkosten oder politischer Unsicherheiten.
Und schließlich ist da die Kundenerwartung: Wer bei NEULAND kauft, erwartet mehr als nur ein Produkt. Unsere Kunden wollen wissen, woher die Dinge kommen. Durch die Fertigung in Deutschland und Europa garantieren wir faire Arbeitsbedingungen und einen minimalen ökologischen Fußabdruck durch kurze Transportwege. Made in Germany ist bei uns kein hohles Siegel, sondern ein Versprechen für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, das heute für viele Kunden kaufentscheidend ist.


Bild: NEULAND

LifeVERDE: Ihre Produkte wie nachfüllbare Marker, KombiTafeln und Moderationsmaterialien werden oft als langlebig und reparierbar beschrieben – wie schaffen Sie es, diese hohe Qualität mit Nachhaltigkeitszielen zu verbinden?

Das ist eine spannende Frage, denn tatsächlich scheint unsere Philosophie auf den ersten Blick fast geschäftsschädigend zu sein: Wer Produkte baut, die Jahrzehnte halten und repariert werden können, sorgt ja aktiv dafür, dass der Kunde nicht so schnell wiederkommt. Aber genau hier liegt unser Verständnis von echter Nachhaltigkeit.
Wir sehen die Langlebigkeit unserer nachfüllbaren Marker oder unserer Pinwände nicht als ökonomischen Nachteil, sondern als unser größtes Qualitätsversprechen. In einer Wegwerfgesellschaft setzen wir bewusst auf Werthaltigkeit. Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, den Ressourcenverbrauch zu minimieren – und das effektivste Mittel dagegen ist ein Produkt, das gar nicht erst ersetzt werden muss.
Natürlich bedeutet das für unser Geschäftsmodell, dass wir nicht vom schnellen Wiederkauf leben, sondern von der Loyalität und dem Vertrauen unserer Kunden. Wir verkaufen keine Verbrauchsartikel, sondern Werkzeuge fürs Leben. Wenn eine Moderationstafel nach 20 Jahren eine neue Oberfläche braucht oder ein Marker leer ist, bieten wir Ersatzteile und Nachfülltusche an. Das stärkt die Bindung zu unseren Kunden enorm. Am Ende ist diese ‚zu hohe‘ Qualität also kein Nachteil, sondern das Fundament unserer Marke: Wer weiß, dass er bei NEULAND nur einmal kauft, weil es hält, der empfiehlt uns weiter – und das ist für uns wertvoller als jeder kurzfristige Absatzimpuls.

LifeVERDE: Viele Ihrer Kunden sind Bildungseinrichtungen oder professionelle Facilitators – wie unterstützen Sie diese Zielgruppen konkret dabei, nachhaltige Lern und Arbeitsräume zu gestalten?

Das ist ein zentraler Punkt unserer Arbeit: Wir verstehen uns nicht als reiner Lieferant, sondern als strategischer Partner für alle, die Räume zum Denken und Lernen öffnen. Bildungseinrichtungen und professionelle Facilitators haben eines gemeinsam – sie brauchen Equipment, das im harten Arbeitsalltag absolut zuverlässig ist, aber gleichzeitig ihre pädagogischen oder ökologischen Werte widerspiegelt.
Konkret unterstützen wir diese Zielgruppen durch ein konsequentes System-Design. Unsere Produkte sind modular aufgebaut: Eine mobile GraphicWall oder unsere Pinwände sind so gestaltet, dass sie sich jeder Raumsituation anpassen. Damit ermöglichen wir eine flexible Raumnutzung, die mit den Anforderungen mitwächst, anstatt bei jeder Umstrukturierung neues Inventar kaufen zu müssen.
Ein ganz wesentlicher Hebel ist zudem unser Refill- und Reparatursystem. In Schulen oder großen Workshop-Formaten ist der Materialverschleiß normalerweise enorm. Wir brechen diesen Zyklus auf, indem wir für unsere Marker ein einfaches Nachfüllsystem und für unsere Tafeln einen Tafeltausch-Service anbieten. Das schont nicht nur die oft knappen Budgets der Bildungsträger, sondern macht Nachhaltigkeit im Lernalltag haptisch erlebbar. Wenn Teilnehmer sehen, dass ein Marker nicht im Müll landet, sondern mit wenigen Handgriffen wieder einsatzbereit ist, vermittelt das eine Botschaft, die weit über das eigentliche Werkzeug hinausgeht. Wir schaffen also die Infrastruktur für eine kreative Lernumgebung, in der ökologische Verantwortung und professionelle Methodik Hand in Hand gehen.

LifeVERDE: Digitalisierung ist für viele Mittelstandsunternehmen eine Herausforderung – wie begegnet NEULAND dieser Entwicklung, insbesondere beim Thema digitale Tools oder digital unterstützte Workflows intern und für Ihre Kunden?

Wir bei NEULAND begegnen der Herausforderung Digitalisierung mit einer dualen Strategie: Während das Herzstück weiterhin hochwertige analoge Produkte für die Moderation und Visualisierung bleibt, wurde die technologische Infrastruktur im Hintergrund weitestgehend modernisiert. Intern setzt das Unternehmen auf eine konsequente Prozessautomatisierung, unter anderem durch die Einführung eines modernen ERP-Systems und den Einsatz einer eigenen internen KI, um repetitive Aufgaben effizienter zu gestalten und Freiräume für kreative Arbeit zu schaffen.
Auch in der Kundenansprache hat sich NEULAND transformiert: Mit einem neuen Onlineshop und der strategischen Entscheidung, Produkte nun auch über Amazon anzubieten, öffnet sich das Unternehmen neuen Marktplätzen und digitalen Einkaufsgewohnheiten. Dieser Wandel wird nicht als Widerspruch zum analogen Produktportfolio verstanden, sondern als Enabler: Digitale Workflows sorgen dafür, dass die Verfügbarkeit und der Service rund um die haptischen Werkzeuge auf einem modernen, globalen Niveau agieren, wodurch die Brücke zwischen traditioneller Arbeitsweise und digitalem Fortschritt im Mittelstand erfolgreich geschlagen wird.
Dieses Plus an Kapazität wird gezielt investiert, um Kundengespräche weiterhin persönlich und individuell zu führen, statt sie an anonyme Chatbots auszulagern. Der Fokus liegt darauf, digitale Tools als kraftvolles Fundament zu nutzen, damit die menschliche Beratung bei unseren analogen Produkten genau dort bleibt, wo sie hingehört – im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch.

LifeVERDE: Sehen Sie Chancen oder Risiken darin, klassische haptische Produkte wie Marker und Moderationsmaterialien mit digitalen Technologien oder digitalen Services zu kombinieren – z. B. erweiterte Angebote für hybride Workshops?

Wir beobachten aktuell eine moderate Trendumkehr wieder hin zum analogen Workshop, da der Wunsch nach persönlichen Begegnungen und dem direkten Austausch vor Ort spürbar wächst. Dennoch werden hybride Formate eine dauerhafte Relevanz behalten, um beispielsweise Teilnehmende aus dem Ausland flexibel einzubinden und niemanden auszuschließen. In der Kombination von klassischen haptischen Produkten wie Markern oder Moderationskarten mit digitalen Services sehen wir daher eine enorme Chance: Diese Verbindung ermöglicht es, die haptische Qualität und Dynamik des analogen Arbeitens beizubehalten und gleichzeitig die Brücke in die digitale Welt zu schlagen. So entstehen nahtlose Lösungen, die das Beste aus beiden Welten vereinen und sicherstellen, dass hybride Workshops nicht nur eine Notlösung, sondern ein vollwertiges, integratives Erlebnis für alle Beteiligten sind.


Bild: NEULAND

NEULAND: Langlebige Moderationslösungen als Erfolgsfaktor für professionelle Arbeitswelten

NEULAND zeigt, dass hochwertige Moderationsprodukte und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sein müssen. Durch den Fokus auf Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und regionale Fertigung entstehen Lösungen, die im professionellen Einsatz dauerhaft bestehen. Gleichzeitig stärkt dieser Ansatz die Kundenbindung und schafft Vertrauen in eine Marke, die für Verlässlichkeit und Qualität steht. Wer auf NEULAND setzt, entscheidet sich nicht nur für ein Produkt, sondern für ein langfristiges Arbeitsmittel, das den Anforderungen moderner Lern- und Arbeitswelten gerecht wird.

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