Hundefutter ohne Fleisch und mit Insekten
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Hundefutter ohne Fleisch und mit Insekten

Hundefutter muss kein Fleisch enthalten - davon sind die Hersteller von „Green Petfood“ überzeugt und gehen einen völlig neuen Weg bei der Suche nach öko-effizienten Lösungen für die Hunde-Ernährung. Dabei setzen Sie auf alternative Proteinquellen wie Insekten und verfolgen das Ziel einer völlig klimaneutralen Wertschöpfungskette.

Hundefutter muss kein Fleisch enthalten - davon sind die Hersteller von „Green Petfood“ überzeugt und gehen einen völlig neuen Weg bei der Suche nach öko-effizienten Lösungen für die Hunde-Ernährung. Dabei setzen Sie auf alternative Proteinquellen wie Insekten und verfolgen das Ziel einer völlig klimaneutralen Wertschöpfungskette.

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13.02.2017 Bild © Wiland 1975, www.pixabay.com

LifeVERDE: Ihre Firma foodforplanet bietet „Green Petfood“ für Hunde an. Worum geht es dabei?

YVONNE LANGER (Kommunikation Green Petfood): Unser Green Petfood Premium-Hundefuttersteht für innovative Rezepturen und Nachhaltigkeit. Wir haben drei außergewöhnliche Produkte entwickelt und dabei bewusst auf alternative Proteinquellen wie pflanzliches Eiweiß oder Insektenprotein gesetzt. Hiermit gehen wir auf die zunehmende Zahl der Hundehalter ein, deren Hunde eine Unverträglichkeit haben, und schon lange nach einer Alternative suchen. Unsere Idee ist, Hunden qualitativ hochwertiges Futter anzubieten, das die Vierbeiner da draußen optimal ernährt, und dessen Herstellung ressourcen- und umweltschonend ist. Diese Philosophie zieht sich durch unseren gesamten Produktionsprozess – angefangen bei der Zutatenauswahl bis zum fertigen Produkt.

Wie kam es zu dieser Gründungsidee und wer steckt dahinter?

Unser Geschäftsführer Klaus Wagner beschäftigt sich permanent mit Fragen der Nachhaltigkeit und denkt dabei innovativ. Auf der Suche nach öko-effizienten Lösungen für die Hunde-Ernährung hatte er die Idee von flexitarischen und vegetarischen Produkten. In unserer Branche ist das ein absolutes Novum. Unbeirrt von Kritik, Mahnungen, ja sogar Gelächter, hielt aber er an dem Gedanken fest. Viele Gespräche mit Experten und unseren Produktentwicklern haben unseren Ansatz bestärkt, dass Hunde ohne den Einsatz konventioneller tierischer Proteine nachhaltig und gesund ernährt werden können. Auf dieser Grundlage haben wir zwei vegetarische Futtersorten sowie ein Produkt auf Basis von Insektenprotein entwickelt, die heute von den Kunden und Hunden sehr gut angenommen werden.

Wen möchten Sie mit Ihrem Angebot erreichen?

Wir möchten grundsätzlich Menschen erreichen, die nach Alternativen suchen, ihren Hund nachhaltig und trotzdem artgerecht zu ernähren. Gleichzeitig ist Green Petfood auch die Antwort auf ein Phänomen unserer Zeit: Hunde leiden immer häufiger an Futtermittelunverträglichkeiten, die etwa mit anhaltendem Juckreiz einhergehen. Eine Umstellung auf eine unserer vegetarischen oder hypoallergenen Sorten kann für solche Vierbeiner das Problem lösen.

Sie haben gemeinsam mit verschiedenen Experten herausgefunden, dass Hunde nicht unbedingt auf Fleisch angewiesen sind und setzt beispielsweise auf Insekten als nachhaltige Proteinquelle. Können Sie das kurz erläutern?

An der Seite des Menschen hat der Hund über Jahrtausende eine Entwicklung vollzogen und sich unseren Lebensumständen angepasst. Im Gegensatz zum Wolf ist er heute in der Lage, durch eine vermehrte Enzymausschüttung auch stärkereiche Kost einfach zu verdauen. Kurz: Ein Hund braucht wertvolles, auf seinen Bedarf hin optimiertes Eiweiß. Aber das muss nicht unbedingt aus tierischen Quellen stammen, sondern kann ebenso gut aus proteinreichen Pflanzen gewonnen werden. Für Green Petfood verwenden wir Proteine aus der Erbse, Kartoffel und Lupine oder aus Insekten. Deren Larven liefern dem Hund nicht nur zusätzlich wertvolle Fettsäuren – ihre Aufzucht schont auch die Umwelt. Und das entspricht unserem Nachhaltigkeitsanspruch.

Welche Vision treibt Ihr Team an und welches Feedback erhalten Sie?

Unser Ziel ist in erster Linie, für eine nachhaltige und artgerechte Ernährung von Hunden zu sorgen. Diesen Ansatz verknüpfen wir mit dem Plan, unsere Wertschöpfungskette mittelfristig komplett klimaneutral zu gestalten. Und das betrifft neben der Auswahl von Rohwaren auch sämtliche Produktions- und Vertriebsprozesse.

Kostet der Umstieg auf IIhre nachhaltige Alternative mehr und wenn ja, warum?

Nein, unsere Green Petfood-Sorten kosten nicht mehr als vergleichbare konventionelle Produkte im Handel. Wir legen hohen Wert auf eine faire Preisgestaltung.

Worauf sollten die Verbraucher in jedem Fall achten, wenn sie nachhaltiges Hundefutter kaufen möchten?

Bei allem Nachhaltigkeitsstreben darf es keine Abstriche bei der Futterqualität und der Versorgung des Hundes geben. Hundehalter sollten darauf achten, dass alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge im Futter enthalten sind und die Hersteller regelmäßig kontrollieren.

Welche Trends sehen Sie aktuell in Ihrer Branche?

Wir beobachten beim Tierfutter Entwicklungen, die es auch bei der Humanernährung gibt. Immer öfter kommen exotische Rohwaren zum Einsatz. Gefragt sind ganzheitliche Ernährungsansätze sowie immer häufiger auch Spezialprodukte, um auf Allergien oder Unverträglichkeiten zu reagieren. Tiere nehmen einen immer höheren Stellenwert im Leben ihrer Halter ein. Daher achten diese zunehmend auf die Inhaltsstoffe im Futter. Auch vegetarische Fütterung oder die Nahrung auf Insektenbasis werden mit Neugierde betrachtet. Viele Menschen sehen den enormen Fleischkonsum unserer Gesellschaft kritisch und öffnen sich auch beim Tierfutter solchen Alternativen.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie der Nachhaltigkeitsaspekt?

Unsere  Firmenphilosophie ist voll auf den Nachhaltigkeitsgedanken ausgerichtet. Entsprechend sind alle unternehmerischen Entscheidungen davon beeinflusst und werden diesbezüglich immer geprüft. Lösungen von der Stange sind selten. Daher bedarf es oft einiger Hartnäckigkeit und Kreativität, um die optimale Ergebnisse zu erzielen. Aber das treibt uns an.

Verraten Sie uns, was es künftig Neues von Ihnen geben wird?

Wir arbeiten konsequent daran, unsere Prozesse nach Nachhaltigkeitsaspekten zu optimieren. Im vergangenen Jahr haben wir uns intensiv mit den C02 –Emissionen unserer Produktion sowie mit möglichen Kompensationsmethoden beschäftigt. Schon bald sollen Kunden unsere Produkte komplett klimaneutral beziehen können und beim C02-Ausgleich aktiv mitwirken. Wie das funktioniert, verraten wir in einigen Monaten.

Vielen Dank


Mehr über Green Petfood erfahren:
https://www.lifeverde.de/gruene-unternehmen/nachhaltige-ernaehrung-u-gesundheit/foodforplanet



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