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Nachhaltige Immobilienfonds für eine grünere Zukunft

Du willst deine Finanzen nachhaltig anlegen und grüne Projekte unterstützen? Dann sind nachhaltige Immobilienfonds etwas für dich.

Nachhaltige Immobilienfonds
Designelement

Du willst deine Finanzen nachhaltig anlegen und grüne Projekte unterstützen? Dann sind nachhaltige Immobilienfonds etwas für dich.

20.01.2020 - Bild: Pixabay (Symbolbild) Ein Beitrag von Deborah Iber

Grüne Immobilien als sinnvolle Geldanlage

Um sein Geld langfristig und profitabel zu investieren, gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten. In der heutigen Zeit spielt dabei auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die EU fördert Investitionen, die zu den Nachhaltigkeitszielen beitragen. Denn auch das ist ein Weg, die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und zu unterstützen. So häufen sich Optionen der Geldanlage in nachhaltige Investments. Eine verbreitete Möglichkeit sind nachhaltige Immobilienfonds. Doch was genau macht diese Fonds aus und was müssen Interessierte bei der Auswahl beachten? Das klären wir hier.

Nachhaltige Immobilienfonds investieren das Geld in nachhaltige Gebäude und erzielen die Gewinne, von denen dann auch der Investor profitiert, aus Miet- und Zinseinnahmen sowie aus der Wertsteigerung der Immobilie. Der Wert von nachhaltigen Immobilien wird in Zukunft steigen – mehr als der Wert von Gebäuden ohne Nachhaltigkeitsaspekte.
 

Was sind nachhaltige Immobilien?

Ob Wohnhaus, Bürogebäude oder Industriebauten – es gibt verschiedene Arten von Immobilien, in die investiert werden kann. Und diese können allesamt nachhaltig sein. Doch was bedeutet das, wenn ein Gebäude nachhaltig ist?

Nachhaltige Immobilien werden unterschiedlich definiert, da es bisher keine einheitlichen Messwerte für die Nachhaltigkeit von Gebäuden gibt. Es gibt aber grundlegende Merkmale, die ein nachhaltiges Gebäude auszeichnen.

Energieeffizienz: Nachhaltige Gebäude werden durch erneuerbare Energien mit Strom und Wärme versorgt. Außerdem soll der Energiebedarf durch die Bauweise und die Materialien reduziert werden und die Mieter über ein energiesparendes Verhalten aufgeklärt werden.

Weniger Emissionen und Ressourcen: Nachhaltige Gebäude setzen beim Bau auf umweltfreundliche Materialien, die keine Schadstoffe enthalten und somit Gesundheit und Komfort der Nutzer gewährleisten sollen. Weniger Abfall und die Verbesserung von Recyclingmaßnahmen spielen ebenfalls eine Rolle. Generell sind der Emissionsausstoß und der Verbrauch von Ressourcen und Flächen bei nachhaltigen Gebäuden durch diese Maßnahmen geringer.

Weitere Kriterien für die Nachhaltigkeit von Gebäuden sind zum Beispiel die Nähe des Gebäudes zum öffentlichen Nahverkehr, der Erhalt der Kultur sowie die Bereitstellung bester Wohnqualität. Generell sollen durch den Bau und die Nutzung von nachhaltigen Gebäuden die Umwelt und Ressourcen geschont, sowie soziale und kulturelle Werte geschützt werden. Soziale Einrichtungen, wie Wohnheime oder Tagesstätten, können ebenfalls als nachhaltige Immobilie gelten.
 

Woher weiß ich, dass die Immobilie nachhaltig ist?

Da es bisher keine allgemeingültigen Werte und Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Immobilien gibt, werden die Gebäude durch Green-Building-Zertifikate bewertet und danach ausgezeichnet. Ein in Deutschland weit verbreitetes und angesehenes Zertifizierungssystem ist die DGNB.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen: Das DGNB-Zertifizierungssystem schaut sich den kompletten Lebenszyklus des Gebäudes an. Die Aspekte Umweltfreundlichkeit, Ressourcenschonung, Funktionalität und die soziale und kulturelle Integration stehen im Mittelpunkt. Zur Bewertung gibt es spezielle Kriterien, nach denen das Gebäude geprüft wird und schließlich eine Auszeichnung erhält. Dabei kann Bronze, Silber, Gold oder Platin erreicht werden. Was am DGNB-Bewertungssystem besonders ist, ist die Einbeziehung von mehreren Facetten der Nachhaltigkeit. Die meisten anderen Zertifikate gehen hauptsächlich auf die ökologische Nachhaltigkeit eingehen, also lediglich auf die Umweltaspekte.

Weitere gängige Zertifikate für nachhaltige Gebäude sind BREEAM, LEED oder HQE.
 

Was gibt es noch zu beachten?

Willst du mit deiner Geldanlage etwas Sinnvolles tun, ist eine Investition in nachhaltige Immobilien sicherlich eine gute Wahl. Bevor aber drauflosinvestiert wird, solltest du dich informieren, welche Nachhaltigkeits-Kriterien die Immobilien aufweisen und ob diese deinen Vorstellungen entsprechen. Denn wenn du dein Geld schon grün anlegen willst, sollte es auch für eine Sache sein, die du unterstützen willst und für dich als positiv bewerten kannst. Manche Immobilienfonds wählen die nachhaltigen Immobilien über Ausschlusskriterien aus, andere setzen auf ein bestimmtes Thema wie erneuerbare Energien, wieder andere auf vielfältige Nachhaltigkeitsthemen.

Hier zwei Beispiele für Anbieter von grünen Immobilieninvestments:

Deka Immobilien setzt auf die Senkung von CO2-Emissionen, auf nachhaltige Bewirtschaftung und Umweltfreundlichkeit der Gebäude. Der Großteil der Fonds-Immobilien ist nach Nachhaltigkeitskriterien zertifiziert, unter anderem durch DGNB und LEED. Der Anteil zertifizierter Gebäude bei der Deka wächst stetig.

KCD-Catella Nachhaltigkeit IMMOBILIEN Deutschland ist ein Immobilienfond der Catella Real Estate AG. Die Gebäude werden nach ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsaspekten geprüft und durch ein Nachhaltigkeitskomitee bewertet. KCD setzt dabei auch auf die Investition in soziale Einrichtungen, wie Kindergärten und Pflegeheime.
 

Warum in grüne Immobilien investieren? 

Mit einer Investition in nachhaltige Immobilien legst du nicht nur dein Geld sicher an, du trägst auch zu mehr Nachhaltigkeit und damit zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Der Immobiliensektor hat bislang nämlich einen ziemlichen Einfluss auf die Umwelt, und zwar im negativen Sinne: Immobilien verbrauchen etwa 30% an Ressourcen und Energie und sind für 40% des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Mit der Unterstützung nachhaltiger Gebäude kann dem entgegengewirkt werden. Ein weiterer Grund für die Investition ist, dass der Wert von nachhaltigen Immobilien steigen wird – denn auf solche Gebäude wird in Zukunft gesetzt, um die Städte und Gemeinden nachhaltiger zu gestalten.

Also, wenn du nicht weißt wohin mit deinem Ersparten: Überleg dir, welche Nachhaltigkeitskriterien für dich eine Rolle spielen und schau dich nach den passenden Fonds-Anbietern um. Dann kannst du mit deiner grünen Geldanlage in eine grüne Zukunft starten. Weitere Infos zu den Anlagemöglichkeiten findest du in unserem Artikel Grüne Bauprojekte: Nachhaltige Immobilien als grünes Investment



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