airberlin ist laut der unabhängigen Umweltorganisation atmosfair die ökoeffizienteste Linienfluggesellschaft
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airberlin ist laut der unabhängigen Umweltorganisation atmosfair die öko-effizienteste Linienfluggesellschaft

Die Kriterien Preis und Abflugzeit haben für Flugreisende immer noch eine höhere Entscheidungspriorität als der Aspekt Umweltfreundlichkeit.

Die Kriterien Preis und Abflugzeit haben für Flugreisende immer noch eine höhere Entscheidungspriorität als der Aspekt Umweltfreundlichkeit.

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08.07.2016

UMWELTHAUPTSTADT.de: Wie wichtig sind Ihren Kunden ökologische Aspekte wie die Umweltbelastung durch den Flugverkehr und wie reagieren Sie auf die Wünsche Ihrer Kunden bezüglich Nachhaltigkeit?

TOBIAS SPAEING: Umfragen hierzu ergeben, dass die Kriterien Preis und Abflugzeit immer noch eine höhere Entscheidungspriorität haben als der Aspekt Umweltfreundlichkeit. Wenn jedoch die ersten beiden Kriterien im Vergleich mit anderen Airlines gleich sind, geben unsere Kunden an, sich für die nachhaltigere Fluggesellschaft entscheiden zu wollen. Das Nachhaltigkeits-Engagement der airberlin konzentriert sich vor allem auf die Steigerung der Öko-Effizienz unseres Flugbetriebes. So betreibt airberlin schon seit einigen Jahren ein sehr erfolgreiches Treibstoffeffizienz-Programm, und wurde dafür auch schon mehrmals ausgezeichnet. Zuletzt in 2015 von der unabhängigen Umweltorganisation atmosfair als öko-effizienteste Linienfluggesellschaft weltweit.

Die teilweise extrem günstigen Flugpreise haben das Reisen mit dem Flugzeug demokratisiert, Reisen ist für viele Menschen erschwinglich geworden. Diese Entwicklung stellt die Airlines jedoch vor ökologische Herausforderungen. Welche sind das und welche Umwelt-Aktivitäten betreiben Sie hierzu?

airberlin minimiert Lärmemissionen durch unterschiedliche Maßnahmen wie z.B. passender An- und Abflugverfahren, um die Geräuschbelastung am Boden für Anwohner so gering wie möglich zu halten. In der Branche hat sich gezeigt, dass das sogenannte Carbon Offsetting (CO2 Kompensation), bei welchem der Passagier äquivalent zu seiner geflogenen Strecke einen zusätzlichen Geldbetrag zahlt welcher z.B. in die Wiederaufforstung von Wäldern fließt und somit die emittierte CO2 Menge absorbiert, nicht großflächig angenommen wird. Eine direkte Einflussnahme der Airline auf die operative Ökoeffizienz wird weitaus mehr geschätzt. Hier betreibt airberlin ein anspruchsvolles und stetig wachsendes Programm von über 70 Maßnahmen, um den spezifischen Kerosinverbrauch nachhaltig zu reduzieren. Mehr Details finden sie auf unserer Website unter http://www.airberlingroup.com/de/verantwortung/umwelt/oekoeffizientes-Fliegen

Was kann der einzelne Kunde leisten, damit Fliegen nachhaltiger stattfindet?

Die Anreise des Kunden zum Flughafen kann bewusst mit umweltverträglichen Verkehrsmitteln gewählt werden.Die Auswahl der Fluggesellschaft nach ökologischen Gesichtspunkten kann einen großen Unterschied im Verbrauch pro Passagierkilometer machen, also die individuell anfallenden Emissionen für einen Fluggast für eine definierte Flugstrecke. Der durchschnittliche Verbrauch bei airberlin pro Passagier beträgt übrigens unter 3,3 Liter Treibstoff pro 100 Kilometer und ist damit rund ein Viertel niedriger als bei vergleichbaren europäischen Airlines.Letztendlich könnte jeder Fluggast auch etwas zur Verbrauchsreduktion beitragen indem er sich vor dem Flug Gedanken macht welche Dinge er vielleicht nicht mit auf Reisen nehmen muss die viel wiegen. Denn jedes Kilo an Bord eines Flugzeugs ist mit zusätzlichem Treibstoffverbrauch und CO2 Emissionen verbunden.

 

Mehr Informationen zum Thema "Umwelt im deutschen Luftverkehr" erhalten Sie beim Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Auf der Website https://www.bdl.aero/de/themen-positionen/umwelt/ wird das Thema ausführlich dargestellt. 



Kommentare
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Jörg Sommer, Vorstandsvorsitzender der
21.07.2016
Schade, dass die von mir ansonsten sehr geschätzte Plattform umwelthauptstadt.de sich für die aktuelle PR-Kampagne der Luftfahrtindustrie hergibt. Sie gipfelt in Werbeslogans wie "Fliegen ist das neue Öko" und versucht, eine Branche als Nachhaltig darzustellen, die dies nicht ist, nicht sein wird und im Kerngeschäft auch niemals sein kann. Angesichts der horrend hohen Fluggastmahlen und der gleichzeitig teilweise absurd billigen Tickets kann und darf man nicht eine Sekunde glauben, dass dieses Geschäftsmodell etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat. In der Summe ist die Umweltbelastung durch die Luftfahrt eine der großen ökologischen Probleme unserer Zeit. Man kann und soll durchaus Bemühungen um eine Reduktion des Schadstoffausstoßes (CO2 ist hier nur ein Problem, mit dem gerne von anderen abgelenkt wird) honorieren. Da geht auch [NC]oh eine Menge mehr. Aber: Nachhaltig ist etwas anderes.

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