Pflanzliche Ernährung ist längst mehr als ein Trend. Sie verändert, wie wir essen, einkaufen und Produkte im Alltag nutzen. LOTAO hat sich von einem Reisanbieter zu einem Spezialisten für moderne vegane Länderküche entwickelt und zeigt, wie sich Convenience-Produkte, authentische Aromen und klare Zutatenlisten verbinden lassen. Im Interview gibt das Unternehmen Einblicke in seine Entwicklung, die Auswahl zentraler Rohstoffe wie Jackfruit und Erbsenprotein sowie die Frage, was pflanzliche Ernährung alltagstauglich macht und künftig prägen wird.
LifeVERDE: LOTAO begann 2010 mit dem Import exklusiver Reissorten und hat sich mittlerweile zu einem Anbieter für moderne vegane Länderküche entwickelt. Was war der Auslöser für diese Entscheidung, den Schwerpunkt so stark auf Fleischalternativen und pflanzliche Fertiggerichte zu legen?
LOTAO: Die Priorisierung von Fleischalternativen und pflanzlichen Fertiggerichten war kein radikaler Strategiewechsel, sondern eher ein ganz natürlicher Prozess. Wir haben über die Jahre einfach sehr genau beobachtet, wie sich das Konsumentenverhalten verändert.
Immer mehr Menschen beschäftigen sich bewusster mit ihrer Ernährung – nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch wegen Themen wie Klimawandel und Nachhaltigkeit. Das hat man deutlich gespürt. Gleichzeitig haben wir gesehen, wie groß das Interesse an pflanzlichen Alternativen geworden ist, gerade auch an Produkten wie Veggie Hack, die sich einfach in den Alltag integrieren lassen.
Für uns war dann schnell klar: Wir wollen nicht nur Zutaten liefern, sondern Lösungen. Also Produkte, die es den Menschen leicht machen, sich abwechslungsreich und modern zu ernähren, ohne auf Geschmack oder Genuss zu verzichten.
Am Ende war es also weniger eine Entscheidung von heute auf morgen, sondern eher ein Mitgehen mit dem, was die Menschen wirklich wollen – und die konsequente Weiterentwicklung unserer Marke in diese Richtung.

Bild: LOTAO
LifeVERDE: Der Markt für Fleischalternativen ist riesig, doch die Basis der Produkte unterscheidet sich stark. Ihr setzt gezielt auf Jackfruit und Erbsenprotein – warum sind gerade diese beiden Rohstoffe aus eurer Sicht die qualitativ beste Wahl für Fleischersatz?
Auf der Suche nach neuen Reissorten hat unser Gründer in Indien die Jackfruit entdeckt und war sofort überzeugt, weil sie von Natur aus eine faserige Struktur mitbringt, die sehr nah an Fleisch erinnert. Gerade in Gerichten, wo es um „gezupfte“ oder stückige Konsistenzen geht, funktioniert das einfach extrem gut. Daraus entwickelte sich im Rahmen eines EU-Entwicklungsprojektes eine Kooperative für den Bio-Jackfruit-Anbau in Indien.
Beim Erbsenprotein war es ähnlich: Für uns ist das so der „Next Step“ nach Soja. Es ist funktional, vielseitig einsetzbar und hat eine deutlich höhere Akzeptanz, gerade im deutschen Markt. Viele Menschen stehen Soja inzwischen kritischer gegenüber oder vertragen es nicht so gut – da ist Erbse eine sehr gute Alternative, auch weil sie allergenfrei ist.
Was beide Rohstoffe verbindet: Sie haben ein relativ neutrales Geschmacksprofil. Das ist für uns extrem wichtig, weil wir so die Möglichkeit haben, authentische Länderküchen geschmacklich wirklich gut abzubilden, ohne dass ein Eigengeschmack stört.
Am Ende geht es für uns also darum, die bestmögliche Kombination aus Textur, Funktionalität und Akzeptanz zu finden – und da haben sich Jackfruit und Erbsenprotein einfach als die überzeugendste Lösung herausgestellt.

Bild: LOTAO
LifeVERDE: Vegane Fertiggerichte spielen eine immer größere Rolle im Alltag vieler Konsument:innen. Welche Anforderungen müssen pflanzliche Convenience-Produkte heute erfüllen, um wirklich als alltagstaugliche Alternative wahrgenommen zu werden?
Wir glauben, der wichtigste Punkt ist: Die Produkte müssen sich ganz selbstverständlich in den Alltag integrieren lassen.
Viele Menschen wollen gar nichts komplett Neues lernen oder ihre Essgewohnheiten umstellen – sie möchten bekannte Gerichte, die sie mögen, einfach in einer pflanzlichen Variante genießen. Deshalb ist das Veganisieren von Klassikern für uns ein ganz zentraler Ansatz.
Gleichzeitig entscheidet am Ende immer noch der Genuss. Geschmack und Konsistenz müssen stimmen – wenn das nicht passt, wird ein Produkt kein zweites Mal gekauft, egal wie gut die Idee dahinter ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Preis. Pflanzliche Alternativen müssen sich in einem attraktiven Bereich bewegen, damit sie wirklich alltagstauglich sind und nicht nur gelegentlich gekauft werden.
Und was wir auch stark sehen: Die Menschen schauen sich die Zutatenliste immer genauer an. Sie sollte möglichst kurz und verständlich sein. Dazu kommt das Thema Proteingehalt – viele erwarten inzwischen, dass ein pflanzliches Gericht auch ernährungsphysiologisch „mithalten“ kann.
Am Ende ist es also eine Mischung aus Vertrautheit, Geschmack, Preis und Transparenz – wenn all das zusammenkommt, wird ein veganes Fertiggericht wirklich alltagstauglich.

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LifeVERDE: Fleischalternativen werden oft als Brücke für Menschen gesehen, die ihren Fleischkonsum reduzieren wollen. Wie wichtig ist euch bei der Produktentwicklung der direkte Vergleich zum „Original“ und wo setzt ihr bewusst eigene, neue geschmackliche Akzente?
Der direkte Vergleich zum „Original“ spielt für uns tatsächlich eine ziemlich große Rolle. Gerade für Menschen, die ihren Fleischkonsum reduzieren wollen, ist es wichtig, dass sie etwas Vertrautes auf dem Teller haben – sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz her.
Deshalb arbeiten wir sehr gezielt daran, möglichst nah an diese klassischen Erwartungen heranzukommen. Wenn jemand ein bestimmtes Gericht kennt, sollte die pflanzliche Variante sich auch danach anfühlen – sonst fehlt einfach die Akzeptanz im Alltag.
Gleichzeitig setzen wir aber nicht bewusst auf „neue“ oder ausgefallene Geschmacksrichtungen, nur um anders zu sein. Unser Ansatz ist eher: so nah wie möglich ans Original, aber mit einer klaren, reduzierten Zutatenliste.
Das heißt konkret: Wir versuchen, auf unnötige Zusatzstoffe zu verzichten und die Produkte so einfach und verständlich wie möglich zu halten. Für uns ist das ein wichtiger Teil von Qualität.
Am Ende geht es also darum, eine gute Balance zu finden – vertrauter Geschmack und Textur auf der einen Seite, aber eine moderne, klare Rezeptur auf der anderen.

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LifeVERDE: Wenn ihr auf die nächsten fünf Jahre blickt: Welche Rolle wird vegane Convenience in unserer Ernährung spielen und welche Trends seht ihr bei der Entwicklung neuer Fleischalternativen?
Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten fünf Jahren einen noch stärkeren Convenience‑Trend sehen werden. Der Alltag wird für viele Menschen eher schneller als langsamer – und entsprechend nimmt auch die Zeit und oft auch die Lust ab, jeden Tag frisch zu kochen.
Gleichzeitig wächst der Anteil an Flexitariern weiter. Also Menschen, die bewusst weniger Fleisch essen, aber nicht komplett darauf verzichten. Genau für diese Zielgruppe sind pflanzliche Convenience-Produkte extrem relevant, weil sie eine einfache und alltagstaugliche Alternative bieten.
Was wir auch klar sehen: Vegane Produkte verlieren zunehmend ihren „Sonderstatus“. Sie werden immer mehr als ganz normale, vollwertige Lebensmittel wahrgenommen. Es geht also weniger um „Verzicht“, sondern einfach um eine weitere, selbstverständliche Option im Regal.
Bei der Entwicklung neuer Fleischalternativen wird vor allem Innovation im Herstellungsprozess spannend – zum Beispiel das Thema Fermentation. Da sehen wir viel Potenzial, sowohl was Geschmack als auch Textur angeht.
Insgesamt wird vegane Convenience also deutlich an Bedeutung gewinnen – vor allem, weil sie genau das bietet, was viele Menschen heute suchen: schnelle, unkomplizierte und gleichzeitig moderne Ernährungslösungen, die sich ganz selbstverständlich in den Alltag integrieren lassen.

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LifeVERDE: Was muss sich in unserer Wahrnehmung oder auch in der Verfügbarkeit ändern, damit der Griff zum Veggie-Produkt nicht mehr als bewusste „Umstellung“, sondern als völlig selbstverständlicher Teil einer modernen Esskultur empfunden wird?
Wir glauben, der wichtigste Punkt ist, dass „vegan“ als Hauptargument ein Stück weit in den Hintergrund rückt.
Am Ende entscheiden sich die meisten Menschen nicht für ein Produkt, weil es vegan ist, sondern weil es gut schmeckt, sättigt und vielleicht auch einen vernünftigen Proteingehalt hat. Wenn diese Faktoren stimmen, wird „vegan“ eher zu einem positiven Bonus – aber nicht mehr zum alleinigen Kaufgrund.
Genauso wichtig ist die Verfügbarkeit. Die Produkte müssen überall dort sein, wo Konsument:innen ganz selbstverständlich einkaufen – im Supermarkt, im Discounter oder auch im Drogeriemarkt, ohne dass man lange danach suchen muss. Je einfacher der Zugang, desto eher wird es zur Routine.
Und ich glaube, genau da passiert gerade der Wandel: Wenn pflanzliche Produkte geschmacklich überzeugen und gleichzeitig genauso leicht verfügbar sind wie klassische Alternativen, dann fühlt es sich nicht mehr wie eine bewusste Umstellung an – sondern einfach wie eine ganz normale Entscheidung im Alltag.

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Fazit: LOTAO verbindet achtsames Handeln mit klarer Vision
LOTAO zeigt, wie bewusstes Handeln und moderner Genuss zusammengehen können – von der Produktauswahl bis zur gelebten Unternehmensphilosophie. Mit einem starken Fokus auf Qualität, Transparenz und verantwortungsvolle Herstellung positioniert sich das Unternehmen als glaubwürdiger Akteur im veganen Lebensmittelbereich. Besonders die Kombination aus kreativen Ideen und einem klaren Gespür für pflanzenbasierte Produkte macht LOTAO zu einer inspirierenden Marke für einen genussvollen Konsum.
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