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It´s all about Balance – die Balance Boards von COSTABOARD

INTERVIEW | Balance Boards von COSTABOARD tragen zum Muskelaufbau bei, vermitteln ein besonderes Gefühl, sind kreativ gestaltet und nachhaltig zugleich. Wie das geht, erfährst du hier.

INTERVIEW | Balance Boards von COSTABOARD tragen zum Muskelaufbau bei, vermitteln ein besonderes Gefühl, sind kreativ gestaltet und nachhaltig zugleich. Wie das geht, erfährst du hier.

07.07.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bilder: Michael Gizicki


Balance Boards sind derzeit sehr beliebt als Heimtrainingsgerät, besonders bei Surf- und Wintersportliebhaber*innen. Damit kann nicht nur der Gleichgewichtssinn, sondern auch die Muskulatur trainiert werden. Die Balance Boards von COSTABOARD können noch ein bisschen mehr: diese werden aus natürlichem Material umweltbewusst gefertigt und erhalten von einem Künstler ein individuelles Design.

Wer hinter den COSATBOARDs steckt und was die Boards so besonders macht, erfährst du im Interview mit Gründer Costa.
 

LifeVERDE: Follow your Dreams – diesem Motto bist du, Costa, nachgegangen und hast COSTABOARD ins Leben gerufen. Was genau hat dich dazu veranlasst, die Balanceboards zu entwickeln?

COSTA: Die größte Motivation war, dass ich einfach aus meinem Hamsterrad raus wollte. Ich hatte einen 40 Stunden Job auf den ich überhaupt keine Lust hatte und wollte irgendwas machen, was mir Freude und Spaß bringt, irgendetwas das zu mir passt.

Was mich zu der Zeit interessierte, war Surfen und Snowboarden. Snowboarden konnte ich viel, aber Surfen nur einige Wochen im Jahr und deshalb wollte ich ein „Trainingsgerät“ bauen, welches mich dem ganzen Gefühl näherbringt. Das hat einfach so Bock gemacht, dass es ein Selbstläufer wurde. Ich checke immer noch nicht so ganz, was alles passiert ist.
 

Welche Eigenschaften machen die COSTABOARDs aus deiner Sicht so besonders?

Die Liebe für das Eigentliche. Was für manche von außen nur aussieht wie ein Stück Holz auf irgendeiner Rolle, ist tatsächlich das Resultat von viel Zeit in der Entwicklung. Ich wollte ein gewisses Gefühl mit dem Board spüren, es ist schwer zu beschreiben.

Ein kleines Beispiel: Du fährst jahrelang dein Lieblingssnowboard oder deine Lieblingsskier, dann gehst du zwei Wochen Skifahren und musst die ersten sieben Tage anderes Equipment ausleihen. Nach den sieben Tagen steigst du wieder auf dein Lieblingsboard / Lieblingsski und dann kommt doch dieses Gefühl auf „ahhhhh“ – „das fühlt sich richtig an“.

Das meine ich, dieses Gefühl, das es irgendwie „rund“ ist, sich angenehm anfühlt. Ein guter Mix zwischen leicht und doch einen Kick und auch irgendwie sexy. So sollte sich mein Board anfühlen und das Resultat war eben dann der Shape, welches an ein Surfboard erinnert, der Rocker-Shape (wie eine Banane gebogen), die Dicke, das Gewicht und der Flex, die Grafiken. Das sind alles die Kleinigkeiten, die das Board als Produkt special machen.


Balance Board von COSTABOARD mit besonderem Design. (Bild: Michael Gizicki),

Training mit dem Board sorgt für mehr Koordination und Balance. Was kann damit noch erreicht werden? Gibt es spezielle Übungen? 

Das Board kann wirklich Vieles aus sportlicher Sicht erreichen, man kann für alle möglichen Muskelgruppen Übungen finden oder speziell für gewisse Sportarten trainieren.

Wir nennen unser Board auch ein „Freestyle Balanceboard“, um damit „Tricks“ zu machen. Der Hintergrund ist, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, irgendwelche Tricks zu machen und dadurch verbringt man viel mehr Zeit auf dem Board, weil die Motivation eine ganz andere ist – man soll einfach Spaß damit haben. Das Training kommt dann von alleine, denn je nach Trick sind immer verschiedene Muskeln und Bewegungsabläufe beansprucht, das hilft für alle Sportarten enorm und bringt richtig Spaß.
 

Eure Philosophie ist es, ökologisch zu handeln und Natur und Mensch nicht zu schaden. Wie genau setzt ihr diese Philosophie um? 

Das fängt natürlich bei uns persönlich an, wir bei Costaboard sind alle sehr naturbewusst und versuchen in dieser Welt keinen Mist zu hinterlassen. Es liegt uns einfach was daran, nicht auf Kosten anderer erfolgreich zu sein, sowohl privat als auch als Unternehmen. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt.

Unsere Boards beinhalten kein Plastik mehr, auch die Verpackungen sind recycelbar und ohne Plastik. Wir haben teure und komplizierte Lösungen gefunden, um unsere Boards auch ohne Plastik bedrucken zu können. Unsere Rolle besteht aus Kork, den wir direkt und ohne Umwege aus Portugal bekommen, die Verpackung unserer Kugel ist kompostierbar.

Wir haben super flexible bis keine festen Arbeitszeiten, private Angelegenheiten gehen immer vor dem Geschäftlichen, es ist uns wichtig einen Ort zu schaffen, in der unsere Mitarbeiter ihre Zeit gerne investieren. Das ist auch nicht so einfach, aber wir arbeiten jeden Tag daran besser und besser zu werden für alle, Mensch und Umwelt.
 

Und woran möchtet ihr noch arbeiten und besser bzw. nachhaltiger werden?

Unsere Produkte haben wir schon optimiert. Jetzt arbeiten wir daran, Materialien für alle neuen Produkte / Boards zu suchen, die aus 100% recycelten Materialien bestehen oder aus Naturstoffen, die keinen negativen Effekt für die Umwelt haben. Obwohl wir klein sind, investieren wir viel für die ökologische Entwicklung unseres neuen Boards, das wäre unökologisch soooo viel einfacher. ;)

Wir sind jetzt daran intern zu optimieren, heißt erstmal ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. Wir optimieren Fahrwege für unsere Lieferungen, indem wir unser eigenes Netz aufbauen und geben veganes Essen hier und da aus – die meisten Mitarbeiter*innen sind Veganer*innen oder Vegetarier*innen, was ich irgendwie witzig finde, weil das natürlich kein Einstellungskriterium war.
 

Die Boards sind aus Holz und die dazugehörige Rolle aus Kork, made in Berlin. Kannst du uns einmal den Herstellungsprozess erläutern?

Klar, das kann ich – blind. ;)

Die Boards bestehen aus mehreren Schichten Holz, welche alle in einer bestimmten Maserung miteinander verleimt werden. Dann kommen sie in die dicke Presse, welche den Rockershape verpasst. Nach ein paar Stunden geht es raus zum Ausfräsen – da bekommt das Board seine Form. Dann wird geschliffen, bedruckt, geschliffen, lackiert, geschliffen, geputzt und siebenmal in die Luft gehoben. ;) Das alles machen wir immer noch im KAOS Berlin, das ist das coolste Coworkingspace Berlins und einfach ein wundervoller Ort mit tollen Menschen. Die meisten in der Werkstatt sind Freunde, die nach und nach dazu gekommen sind.


Die COSTABOARD´s in der Herstellung. (Bilder: Michael Gizicki).

Die Designs eurer Boards sind ziemlich einzigartig – wie entstehen diese?

Die Designs hat ein Freund für uns gemacht – Francoir. Natürlich auch ein Künstler aus dem Coworkingspace KAOS, weil er Bock darauf hatte und einer der wunderbarsten Menschen ist, die ich kenne. Wir handhaben das recht offen, wenn Freunde, Bekannte, Kund*innen etc. Lust haben mit uns zu arbeiten und wir haben Lust auf seinen/ihren Style, dann kommt das mit in die Kollektion. Wir arbeiten auch mit diversen Künstler*innen zusammen. Das Zusammen bringt immer eine tolle Energie und Kreativität mit sich.
 

Was erwartet die Kund*innen bei der Kollektion 2021 und wo können die Boards gekauft werden?

2021 ist tatsächlich ein besonderes Jahr, wir haben an den Feinheiten unseres Boards gearbeitet und ein paar Updates spendiert. Der Druck auf unserem Board ist wirklich einzigartig, weil das Board immer noch dieses angenehme Gefühl von Holz hat und einfach spitzenmäßig aussieht, wenn man noch leicht die Maserung sieht. Die Ecken sind alle runder geworden. Das macht es nochmal ein bisschen sexier und man hat Barfuß an den Kanten ein ganz angenehmes Gefühl und es „schneidet“ nicht so ein. Wir haben neue Designs, welche mehr mit dem Grafik-/ Holz-Mix spielen – das ging vorher nicht, das machen nur besondere Designs möglich. Die Oberfläche ist sowohl Barfuß als auch mit den Schuhen optimal und hat genau den richtigen Grip. Und das Beste, es gibt einen Haufen weiterer, neuer Designs in 2021.

Alle kann man sich auf unserer Website anschauen.

 

Vielen Dank für das Interview, Costa!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an COSTABOARD stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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