Grüne Wirtschaft

Im Experten-Interview: Ingo Scheuermann von Grünspar zum Thema „Energie sparen“.

Die Idee hinter Grünspar folgt einem simplen Prinzip: Sparen ohne Verzicht.

Die Idee hinter Grünspar folgt einem simplen Prinzip: Sparen ohne Verzicht.

Bild: v.l.n.r. Sebastian (CEO) und Gerrit (COO)

UMWELTHAUPTSTADT.de: Herr Scheuermann, Sie betreiben das Shopping-Portal „Grünspar.de“ – Wie funktioniert „Grünsparen“?

INGO SCHEUERMANN (Head of Online-Marketing): Die Idee hinter Grünspar folgt einem simplen Prinzip: Sparen ohne Verzicht. Heute ist Energiesparen eher eine Pflicht als eine Leidenschaft und das eher grundlos. Wir bündeln Lösungen für den Alltag, die den Anspruch haben unser Leben grüner, besser und smarter zu machen. Um das zu gewährleisten wird jedes Produkt, das wir aufnehmen wollen von unseren Mitarbeitern im Alltag getestet.

Wie sind Sie zum Thema Energiesparen und der daraus resultierenden Geschäftsidee gekommen?

Bei einer legendären Nacht im Dachboden und Davis Guggenheim’s „Eine unbequeme Wahrheit“.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter mit unterschiedlichen Produkten, die helfen sollen Geld und Ressourcen zu sparen. Wie finde ich mich als Verbraucher schnell zurecht und weiß, ob sich ein Produkt für meinen Geldbeutel und die Umwelt lohnt?

Auf www.gruenspar.de und www.gruenspar.at findet ihr bei fast jedem Produkt eine sogenannte „Einsparberechnung“. Die Rechnung zeichnet sich durch ein grünes und ein blaues Feld mit weißen Zahlen darin aus. Im grünen Feld seht ihr die €-Einsparung, die dieses Gerät in seiner voraussichtlichen Lebenszeit einspart. Im blauen Feld respektive die Angabe in Kilogramm CO2. Wer es genauer wissen will, der kann sich die Rechnung auch ansehen. Wir versuchen absichtlich, solche Einsparberechnungen so simpel und verständlich wie möglich zu halten. Die Überarbeitung ein paar alter Daten und Rechnungen ist ein Projekt, das wir dieses Jahr noch zu Ende bringen.

Inwieweit sind international einheitliche und eventuell sogar Produkt-übergreifende Siegel sinnvoll und umsetzbar, damit man sofort eine schnelle und verlässliche Einschätzung erhält?

Kommt drauf an: Einheitliche Siegel wie das Energieeffizienz-Lable auf Haushaltsgeräten ist für mich eine nette Orientierung aber keine konkrete Aussage über das Einsparpotenzial. Um zu wissen, wie schnell sich eine Investition in LED-Lampen lohnt, brauche ich mehr Informationen als ein simples „A+++“. Diese Lücke schließt Grünspar.
 

Wie schätzen Sie das Verhalten der Deutschen ein in Bezug auf das Energiesparen im Alltag? Ist Energie noch zu billig oder wird bereits bei vielen Tätigkeiten bewusst auf einen sparsamen und umweltfreundlichen Umgang geachtet?

Energie sparen ist für die meisten Deutschen entweder ein Thema, mit dem sie sich noch nie beschäftigt haben oder ein Thema, das irgendwie negativ assoziiert wird. Zur Zeit kann sich noch jeder, der den Umstieg wagt als Pionier bezeichnen.

Was sind Ihre Erfahrungen: Welche Bevölkerungsschichten achten besonders auf Ihr Energie-Sparverhalten? Geben besser verdienende Hauhalte deutlich mehr Geld für Energie aus und achten Geringverdiener hingegen besonders stark auf ihren jeweiligen Ressourcenverbrauch?

Der sparsame Umgang mit Energie und Ressourcen wird komischerweise eher in den Einkommens-starken Haushalten vorangetrieben als wie zu erwarten in den schwächeren. Das liegt oft an Fehl-Informationen durch die Medien oder der Lust, sich damit näher zu beschäftigen.

Können Sie uns ein paar Beispiele geben, bei welchen alltäglichen Tätigkeiten es sich finanziell besonders lohnt, Sparmaßnahmen umzusetzen und auf Alternativprodukte umzusteigen? Welche Sparmaßen werden hingegen deutlich überschätzt?

Stark überschätzt sind die „kostenlosen“ Sparmaßnahmen. Neben einer lächerlich geringen Einsparung hat diese Art der Sparmaßnahme auch den unschönen Nebeneffekt, dass sie immer mit irgendeiner Art von Verzicht daherkommt. Kalt duschen. Im Winter frieren. Stoßlüften. Alles Hokus-Pokus.

Wer wirklich sparen will, sollte in den hohen Stand der Technik vertrauen. Prominentes Beispiel: Mit einem Bubble Rain Sparduschkopf spart man bis zu 160€ Warmwasserkosten jedes Jahr und zwar pro Kopf. Die patentierte Wirbeltechnik des deutschen Herstellers sorgt für ein angenehmeres Duschgefühl. Hier haben wir also einen Duschkopf, der sich nach 4 – 5 Monaten wieder eingespart hat, anstatt 16 nur 6 Liter pro Minute verbraucht und gleichzeitig ein noch besseres Duschgefühl verspricht.
Ein No-Brainer: Wer hier nicht umsteigt, macht einen Fehler.

Wie könnte man stärkere Anreize für die Verwendung umweltschonender Produkte schaffen? Brauchen Unternehmen und Verbraucher mehr Verbote und maximal zulässige Obergrenzen für die Umweltbelastung von Produkten?

Wir brauchen keine Verbote oder Richtlinien. Wir brauchen eine breit angelegte Aufklärungskampagne. Bei Grünspar gibt es über 1.000 Produkte, die genau wie der Bubble Rain einfach die bessere, smartere Alternative sind. Es gibt kein Argument gegen diese Art von Produkt, es gibt nur fehlende Informationen. Wenn jeder wüsste, dass es diese Produkte gibt, gäbe es in unseren Augen kein Problem. Die Energiewende hängt davon ab, dass wir die Lastenpeaks in den Griff bekommen um einen schnellen Umstieg auf regenerative Energien zu gewährleisten. Eine solche Aufklärungskampagne ist in unseren Augen die Basis für das Gelingen dieses Vorhabens.

„Grünsparen 2030“, in welchen Bereichen des alltäglichen Lebens werden wir die größten Innovationen erleben?

Sanitäre Anlagen: Tolles Beispiel „Joulia“
Beleuchtung: OLEDs
Heiztechnik: Intelligente Heizungsanlagen wie Nest oder Tado°
Smart-Home: Innovativ trifft simpel z.B. bei GreenPocket

In welche Richtung geht die Reise für Grünspar?

Wir wollen aufklären und unseren nicht unerheblichen Teil zur Rettung der Welt beitragen: Mindestens ein Grünspar-Produkt für jeden Haushalt.



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