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Gold als Kapitalanlage in wirtschaftlich unsicheren Zeiten

Interview | Der Goldpreis ist seit 1968 nahezu kontinuierlich gestiegen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten waren Anleger oft gut beraten, ihr Geld in Gold zu investieren.

Interview | Der Goldpreis ist seit 1968 nahezu kontinuierlich gestiegen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten waren Anleger oft gut beraten, ihr Geld in Gold zu investieren.

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06.04.2020 | Bild: Symbolbild (Unsplash)

Das Interview haben wir mit Annika Uhlig geführt, Dipl.Betriebswirt (BA) Steuerberatung/Prüfungswesen und Partner der Deutschen Gold Manufaktur.

LifeVERDE: Frau Uhlig, was genau macht die Deutsche Gold Manufaktur?

ANNIKA UHLIG: Die Deutsche Gold Manufaktur (DGM) ist ein Unternehmen, das sich seit 20 Jahren mit dem Thema „Geld und Sachwerte“ beschäftigt. Über das Gold-Kauf-Angebot der DGM ist es möglich, physisches Gold zu erwerben. Das Konzept ist neuartig im Sachanlagenbereich. Transparent und zukunftsorientiert hat die Deutsche Gold Manufaktur ein Produkt entwickelt, das die Vermögenswertsicherung im Privat und auch Unternehmensbereich revolutionieren kann.


Annika Uhlig

Die Corona-Pandemie hat jetzt schon die Wirtschaft weltweit im Griff. Das Risiko einer Rezession steigt und damit einhergehend auch das Risiko einer Inflation. Was soll ich also nun mit den eigenen Ersparnissen machen?

Dazu lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Hier hat sich Gold als ein besonders krisensicheres Edelmetall erwiesen und bietet soliden Schutz vor Inflation. Gold hält bis heute seine Kaufkraft. Wer seit beginn der Währungsunion bis heute Euro gehalten hat, beklagt einen Kaufkraftverlust. Wer hingegen Gold aufbewahrte, freut sich über einen Kaufkraftzuwachs. Im Vergleich zum Euro hat sich Gold als das bessere Wertaufbewahrungsmittel erwiesen. Als anerkanntes Zahlungsmittel hat es einen reellen Gegenwert und im Moment blicken wir auf eine 10-Jahresrendite von 8%. Die Bankeinlage verursacht teilweise durch Negativ-Zinsen Kosten und hat als Vertrauenswährung einen geringen Wertaufbewahrungscharakter. Gold als rein physischer Sachwert hat einen reellen Gegenwert. Sir Alan Greenspan, Chef der US-Notenbank FED pflegte zu sagen: „Wer Gold hat, hat immer Geld.“

Gold gilt allgemein als sichere Geldanlage. Ist dem auch so?

Sicherheit ist subjektiv und ein Begriff, zu dem jeder seine eigene Definition über sein Leben hinweg entwickelt. Geld ist eine Vertrauenswährung und hat den Wert den wir ihm geben. Gold hingegen hat einen physischen Wert mit Werthaltigkeit seit Jahrhunderten. Wenn ich ein Mensch bin, der Sicherheit liebt, dann fasse ich wohl eher Vertrauen in physischen Sachbestand, wie Gold oder Immobilien ihn haben. Die allgemeine Werthaltigkeit von Gold zeigt uns der Blick in die Vergangenheit, in der sich Gold als besonders krisensicher gezeigt hat.

Um es etwas anschaulicher zu machen, lassen Sie mich ein kleines Beispiel anführen. Ich kann heute mit einer Feinunze Gold zum Schneider gehen und mir einen maßgeschneiderten Anzug anfertigen lassen. Das war auch schon vor einhundert Jahren so und ist unabhängig vom Geldwert so geblieben. Dieses kleine Beispiel macht den reellen Tauschwert anschaulich, den Gold innehat. Eine Goldanlage als Vermögenswertsicherung sollte daher für ihr Portfolio eine Überlegung wert sein. Im Augenblick ist es sinnvoll zu definieren, dass die Vermögenswertsicherung den Werterhalt im Vordergrund hat. Vermögensmehrung kann leichter aus einer soliden Vermögenwertsicherung heraus entstehen. Bei einer Goldanlage geht es vordergründig um die Vermögenswerterhaltung, um auch in Krisenzeiten vermögend zu sein. Wobei die 10-Jahresrendite von 8% durchaus rentabel erscheint.

Der Goldpreis ist seit 1968 nahezu kontinuierlich gestiegen. Wie wird sich der Goldpreis bei einer Rezession Ihrer Meinung nach verhalten?

Prognosen sind hier schwer abzugeben. Wer weiß schon, was in der Zukunft passieren wird? Ich erkläre es lieber so: Gold ist ein begrenztes Gut bei konstanter bzw. im Moment steigender Nachfrage. Auch die Tatsache, dass immer mehr Staaten erkennen, dass die Rückdeckung der Währung durch Goldeinlagen sinnvoll ist, wird in den nächsten Jahren die Nachfrage nach Gold bestimmen. Auch im Bereich Kryptowährung, gibt es bereits Stablecoins, die durch Goldrücklagen gedeckt werden. In Krisenzeiten überdenken Menschen zunehmend Ihr Vertrauen in das bestehende Währungssystem und entwickeln ein neues Bewusstsein für Vermögenswerte und Tauschmittel. Die Deutsche Gold Manufaktur hat diesen Trend, hin zum Goldbestand, erkannt und ein Konzept des flexiblen An- und Verkaufs von Gold entwickelt, das allen Menschen offensteht.

Wie kann man bei Ihnen Gold erwerben und was müssen Anleger steuerlich beachten?

Der Goldankauf funktioniert bei der Deutschen Gold Manufaktur über einen persönlichen Onlineaccount. Hier können Sie jederzeit Ihren Goldbestand einsehen und mit kleinen, mittleren oder ratierlichen Beträgen Gold erwerben und auch wiederverkaufen. Besonders im Unternehmensbereich hat frei verfügbare Liquidität einen hohen Stellenwert bei der Flexibilität. Die DGM hat hier ein Konzept auf den Markt gebracht, das eine Wertanlage mit verfügbarer Liquidität verbindet. Die transparente Preis-/Kosten-Philosophie und das 6-Augenprinzip bei der Prüfung des tatsächlichen Goldbestandes sind zwei wesentliche Vorteile bei der DGM. Im Rahmen eines Premium-Depots gewährt die Deutsche Gold Manufaktur ihren Anlegern Sonderkonditionen beim Goldankauf.

Steuerlich ist der Verkauf von einer Goldanlage nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei. Bei einer kürzeren Haltedauer fallen auf den Gewinn (Einkaufs- abzgl. Verkaufswert) 25% Kapitalertragsteuer an.

Thema „Bankeinlage“: Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union (EU) bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Die Einlagensicherung gilt für Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie für Sparguthaben und Sparbriefe. Für Gold ebenfalls?

Der Artikel 14 Grundgesetz ist der Ursprung für das Sanierungs- und Abwicklungsgesetz und legalisiert damit Durchgriffsrechte. Vom SAG erfasst sind im Wesentlichen Banken und Versicherungsträger. Unsere Bankeinlage ist demnach bis zu einem Betrag von 100.000 € geschützt durch den Einlagensicherungsfond. Wichtig ist zu wissen ist, dass mit dem Einlagensicherungsfond nicht nur die Bankeinlagen, sondern auch die Einlagen der Versicherungsträger abgedeckt werden sollen. In den neuen AGBs der Banken ist das teilweise durch den Ausschluss des Rechtsanspruchs auf den Einlagensicherungsfond relativiert. Die ursprüngliche Intention des Einlagensicherungsfonds ist die Absicherung einzelner Institutionen im Falle einer Insolvenz. Inwiefern die Deckung des Fonds im Falle einer umfassendenBankenkrise ausreicht, kann ich nicht benennen.

Was ist Ihr persönlicher Tipp, wie man jetzt in der Krise mit den Ersparnissen verfahren sollte?

Empfehlenswert ist für sich selbst ein Portfolio an Wertanlagen zu entwickeln, mit dem Sie sich wohl fühlen. Das hat einen psychologischen Mehrwert, der Ihnen Sicherheit gibt. So können sie in Krisenzeiten einen kühlen Kopf bewahren.

Der eine setzt alles auf eine Karte, ist risikobereit und investiert in risikofreudige Anlagen, um schnell große Gewinne zu erzielen. Der andere nimmt seine vorhandenen Geldwerte und setzt auf Beständigkeitsanlagen, um Werte zu erhalten und investiert nur die Überschüsse in Anlagen mit höherem Risiko, aber oft auch hohen Renditen. Ein gesundes Verhältnis von Wertsicherung und Vermögensmehrung ist heut ratsam.

Ihre Energie sollte jetzt in Möglichkeiten fließen, die neue Wege eröffnen, um sich den aktuellen Bedingungen anzupassen. Corona hat uns gezeigt, dass von heut auf morgen alles anders sein kann. Alle für sicher geglaubten Dinge sind plötzlich unsicher und lassen uns den Blick auf die wirklich wichtigen und werthaltigen Dinge des Lebens lenken.

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