Geld anlegen und sinnvoll investieren
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Geld anlegen und sinnvoll investieren

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Die CATUS AG ist eine Vermögensverwaltung für den großen und auch den eher kleinen Geldbeutel. Dabei setzt sie auch vermehrt auf nachhaltige Geldanlagen und ist Mitglied im FNG.

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Die CATUS AG ist eine Vermögensverwaltung für den großen und auch den eher kleinen Geldbeutel. Dabei setzt sie auch vermehrt auf nachhaltige Geldanlagen und ist Mitglied im FNG.

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04.10.2017

Lifeverde: Herr Rudolf, die CATUS AG ist eine Vermögensverwaltung mit Blick auf individuelle Kundenbedürfnisse. Was zeichnet Sie aus?

Ernst Rudolf: Wir bieten unsere Dienstleistung nicht nur vermögenden Mandanten, sondern allen Menschen an, die ab 200 Euro monatlich sparen oder einmalig 20.000 Euro oder mehr investieren können und wollen. Durch den Einsatz unseres Wissens, unserer Erfahrung und unserer Zeit geben wir unseren Mandanten die größtmögliche Sicherheit, ihre Ziele und Wünsche zu erreichen. Die Kunden der CATUS AG profitieren dreifach: Sicherheit bei der Geldanlage durch stete Betreuung, zum zweiten das Vermeiden von Risiken und grober Fehler und drittens mehr Zeit für die schönen und wichtigen Dinge des Lebens. Wir sind für unsere Kunden sozusagen der Privatsekretär mit staatlicher Zulassung für den Geldanlagebereich.

Die CATUS AG ist ebenso Mitglied im Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Welchen Stellenwert nimmt dieses Thema in Ihrem Hause und bei Ihren Kunden ein?

Im FNG findet ein intensiver Austausch zu den Themen Nachhaltigkeit, Ethik, soziale Verantwortung und ökologisches Wirtschaften statt. Ich lerne über das Forum viele Leute kennen, die in dieselbe Richtung denken. Der Austausch mit ihnen und die frischen Anregungen kommen danach meinen Mandanten zugute. Durch den Umgang mit wichtigen Marktteilnehmern bin ich immer auf dem neuesten Stand. Darüber hinaus setzt sich das FNG für die Qualitätssicherung ein: Das FNG-Siegel als Qualitätsstandard für Nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum ist auch für uns eine wichtige Orientierung.

Mit ViaVerde bieten Sie ein eigenes Nachhaltigkeits-Depot an. Was darf man sich darunter konkret vorstellen?

Vielen Menschen genügt es heute nicht mehr, ihr Geld einfach zu vermehren, sie wollen stattdessen sinnvoll investieren – in Anlagen, die ökologisch einwandfrei sind, ethischen und moralischen Kriterien genügen und die einen Nutzen für die Gemeinschaft bringen. Wir bieten mit ViaVerde die Dienstleistung der Verwaltung und Betreuung rein nachhaltig angelegter Gelder an, wobei unsere Mandanten sich abgestuft zwischen vier verschiedenen Chance-Risiko-Depots entscheiden können. Die Kosten unserer Dienstleistung sind in der Regel geringer als wenn der Anleger dieselben Anlagen bei einer Bank erwerben würde, was Großhandelsrabatte möglich machen, die wir zu 100 Prozent an unsere Mandanten weitergeben.

Werden Sie weitere nachhaltige Finanzprodukte anbieten?

Wir verkaufen keine Finanzprodukte, auch keine nachhaltigen. Stattdessen bieten wir eine unabhängige und kostengünstige Dienstleistung zur Nachhaltigen Geldanlage und zum Verwalten von Vermögen an, womit wir im Finanzmarkt ein Alleinstellungsmerkmal genießen. Wir sind produktneutral, aber wir prüfen Finanzprodukte vor dem Hintergrund unseren Qualitätskriterien und den Vorgaben unserer Mandanten. Unsere Dienstleistung zeichnet sich durch Unabhängigkeit, Fairness und Transparenz aus und ist für unsere Mandanten außerordentlich kostengünstig. Darüber hinaus berichten wir über sämtliche offenen und versteckten Produktkosten und geben eventuelle Provisionen an unsere Mandanten weiter.

Erkennen Sie einen klaren Trend hin zu nachhaltigen Finanzprodukten?

Im öffentlichen Bewusstsein ja, bei den Mandanten nicht auf Anhieb. Nur, wenn wir aktiv das Thema ansprechen, ist die Bereitschaft groß, zumindest einen Teil des Vermögens in Nachhaltige Geldanlagen zu investieren. Die Problematik besteht darin, dass die wichtigsten Produktanbieter selbst nicht nachhaltig am Markt agieren und deshalb bei Nachhaltigkeitsprodukten wie ETFs und anderen Fonds nicht auftauchen. Aber wie gesagt: Insgesamt steigt das Bewusstsein für nachhaltige Finanzprodukte. Viele sind mit ihrem Bio-Interesse in Sachen Ernährung und Naturschutz vorangegangen und auch bei den Geldanlagen schauen immer mehr Leute genauer hin. Schließlich will niemand gern in Kinderarbeit oder Krieg investieren.

Kann man als Laie mit wenig Recherche-Aufwand echte nachhaltige Investments von grünen Mogelpackungen unterscheiden?

Nein, das kann man nicht. Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die auf den Zug der Nachhaltigkeit aufgesprungen sind, um mit der Unwissenheit der Leute Geschäfte zu machen. Für sie ist Nachhaltigkeit nur ein grüner Anstrich, um an bestimmte Zielgruppen zu kommen. Zur Investition in Nachhaltige Geldanlagen unserer ViaVerde-Depots gibt es klare Kriterien, wobei der Auswahlprozess für die eingesetzten Investmentfonds in den vergangenen Jahren immer aufwendiger und arbeitsintensiver geworden ist. Damit wir bestmögliche Ergebnisse erzielen und die Kriterien einhalten, arbeiten wir mit Research-Anbietern zusammen, die quantitative Daten zu Treibhausemissionen und Umweltkosten von Unternehmen der relevanten globalen Indizes liefern.

In welchen Bereichen, würden Sie sagen, herrscht bei Anlegern noch Aufklärungsbedarf was nachhaltige Geldanlagen betrifft?

In allen Bereichen, wobei es zunächst einmal um die Sicherheit der einzelnen Geldanlage an sich geht. Wie sicher ist deren versprochene oder gar „garantierte“ Rendite? Kann mein Geld sich halbieren oder am Ende gar ganz weg sein (Stichwort Grauer Kapitalmarkt)? Von Einzelwerten raten wir im Bereich Nachhaltige Geldanlage wegen zu großer Risiken grundsätzlich ab. Denn um ausreichend Sicherheit zu gewährleisten, ist Streuung der Anlagen unabdingbar. 100 Wertpapiere bringen mehr Sicherheit als ein, zwei oder drei Wertpapiere. Dafür ist bei den meisten Anlegern kein Bewusstsein vorhanden oder es fehlt ihnen das notwendige Wissen. Um vernünftig zu streuen, muss man aber heutzutage kein Millionär mehr sein. Mit unserer Dienstleistung sind schon für erheblich kleinere Summen Sicherheit bietende Streuungen möglich, und zwar einhergehend mit den positiven Merkmalen des weißen Markts: täglich neu festgestellter Wert der Anlage, bessere Verfügbarkeit (täglich kündbar), höhere staatliche Überwachung und transparente Kosten.

Wie könnte man grüne Finanzprodukte deutlich attraktiver und populärer für die breite Bevölkerung gestalten?

Es fehlt im Sinne unserer Dienstleitung als Vermögensverwalter Nachhaltiger Geldanlagen weniger an deren Attraktivität als an ausreichend Öffentlichkeit. Das liegt natürlich in erster Linie an uns, klar, ist aber auch ein bisschen systembedingt; denn wenn Journalisten über effektive Lösungen schrieben und auch die Verbraucherzentralen darauf hinwiesen, würden sie sich selbst überflüssig machen. Stattdessen bekommen, im übertragenen Sinne, Hobbyärzte immer wieder Tipps, wie sie am besten eine Knieoperation durchführen, anstatt den Rat, sich an einen Experten zu wenden, der die Qualifikation hat, im Sinne von Beratung und Betreuung Nachhaltiger Geldanlagen für seinen Mandanten das Optimum zu erzielen.

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