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Für jede Schokoschnute: Naschen geht auch nachhaltig!

INTERVIEW | Um den Leckerbissen auch genießen zu können, ist es wichtig auf Herkunft und Lieferung der Kakao-Produkte zu achten. Booja Booja verrät uns, wie sie ihre Schokolade fair und pflanzlich herstellen.

Für jede Schokoschnute: Naschen geht auch nachhaltig!
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INTERVIEW | Um den Leckerbissen auch genießen zu können, ist es wichtig auf Herkunft und Lieferung der Kakao-Produkte zu achten. Booja Booja verrät uns, wie sie ihre Schokolade fair und pflanzlich herstellen.

Mehr zu den Themen:   kakao schokolade veganes eis pralinen
22.07.2020 | Ein Interview geführt von Julie Wego

Leider ist die Herstellung von Schokolade häufig klimaschädlich. Deshalb solltest du lieber zertifizierte und fair gehandelte Schokolade kaufen. Booja Booja pflegt eine faire Beziehung zu Lieferanten und stellt jedes Produkt rein pflanzlich her. Schokoladentrüffel, Kakao-Nibs oder eine Vielfalt an Eissorten- so lecker sieht ihr Sortiment aus. Um welche Sorten es geht und was ihre Herstellung so nachhaltig macht, erfährst du im Interview.

 

LifeVERDE: Herr Horn, bitte stellen Sie uns die Booja Booja Company kurz vor.

Herr Horn: Die Booja-Booja Bio-Manufaktur wurde vor 20 Jahren gegründet mit dem Ziel, beste, vegane Schokoladen-Trüffel und vegane Eis-Desserts herzustellen.
Seit dieser Zeit wurde die Booja-Booja Company mit mehr als 125 Awards sowohl für einzigartigen Geschmack, Produktinnovationen, als auch für die Verpackungs-Kunst der Eis-Desserts und der Schokoladen-Trüffel ausgezeichnet. Die Rohstoffe/Zutaten stammen aus langjährigen, freundschaftlichen Kooperationen.

Wir haben das „Argument“ vegan nie groß beworben, es stand und steht immer noch nur hinten auf der Packung. Die Grundidee war, nicht nur VegetarierInnen und VeganerInnen ansprechen, sondern einfach großartige Produkte von Hand herzustellen, die mit Geschmack und Verpackung überzeugen.

Sie bieten in Ihrem Sortiment auch Schokolade und unter anderem Kakaobohnen an. Wie sind Sie dazu gekommen veganes Eis anzubieten?

Wir hatten schon einige Jahre nach der Firmengründung 1999 gemerkt, dass die Sommer immer länger und wärmer wurden. Der Verzehr unserer veganen Trüffel ging in der Sommerzeit merklich zurück. So haben wir uns entschlossen vegane Eis-Desserts zu kreieren, in der gewohnten hohen Booja-Booja Qualität. Damit konnten wir erstmal diese heißen Monate überbrücken und natürlich, weil das Zweitbeste nach Schoki-Genuss das Eisschlecken ist!

Inzwischen ist das Eis aus unserem Sortiment nicht mehr wegzudenken.

Wann haben Sie sich dazu entschieden veganes Eis in Ihr Sortiment aufzunehmen?

Das war auf der Biofach in Nürnberg im Jahr 2006.

Wie wird bei Ihnen das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen umgesetzt?

Von Anfang an war für uns der respektvolle und faire Umgang mit unseren Rohstofflieferanten wichtig. Das ist die beste Basis für eine langfristige (Handels-) Beziehung.

Auch hat die Booja-Booja Company von Anfang an 100% auf Bio und auf rein pflanzliche Produkte gesetzt. Wir sind Mitglied der Non Profit Organisation The Vegan Society.

Hier z.B. unser treuer Kakaobohnen-Lieferant für unsere rohen Schokoladen-Trüffel Dark Ecuador und Dark Raspberry – Pacari:

Wir beziehen von Pacari die Kakao-Rohmasse, somit haben die Bauern vor Ort eine höhere Wertschöpfungskette (Rohstoffe, Verarbeitung) und können höhere Einnahmen generieren, als einfach nur die Kakaobohnen zu verkaufen. Die Bohnen für alle anderen Trüffel kommen aus der Dominikanischen Republik.

Unser Strom kommt von EWS Schönau (Ökostrom in Bürgerhand), alles für den Bürobedarf von der Memo AG (fair & nachhaltig). Zum Trüffel-Versand verwenden wir gebrauchte Kartons, welche von unseren befreundeten Bio-Läden gesammelt werden. Damit sparen wir enorme Mengen an Papier/Karton im Jahr ein, die Läden freuen sich, dass Ihre Papiertonnen nicht überquellen, eine klassische win-win-Situation.

Wir sind nicht perfekt, haben noch einen Diesel-Kangoo und VW-Bulli für Lieferfahrten und liebäugeln mit einem E-Van. Für unsere Bedürfnisse gibt es momentan kein passendes und bezahlbares E-Auto oder Wasserstoff-Auto mit größerer Reichweite. Hier hat die deutsche Automobilindustrie (Übergangs-) Lösungen (Wasserstoff, E-mobility, etc.) gewaltig verpennt.

Auch unterstützt die Booja-Booja Company traditionelles Kunsthandwerk in Kashmir.

Dort werden unsere wunderschönen Oster-Eier und Artist Collection-Schachteln handhergestellt und nach alter indischer Tradition für uns handbemalt. Wir schicken den Künstlern Bio-Farben, um Gesundheit und Umwelt zu schützen.

Welche ist die beliebteste / am meistverkaufte Eis-Sorte in Ihrem Sortiment?

Ganz klar Pecan-Caramel-Praliné, klassisches Schoko-Eis (Hunky-Punky) und Raspberry-Vanilla. Die Basis für alle unsere Eis-Desserts sind Cashew-Nüsse.

Wie wird das Booja Booja Eis hergestellt?

Wie unser Eis-Dessert hergestellt wird ist Betriebsgeheimnis, da die ganze Anlage und die Produktionsabläufe aus eigenem "Know How" entstanden sind. Um ohne jegliche Zusatzstoffe (Emulgatoren und Stabilisatoren), wie sie praktisch in allen Eissorten enthalten sind, diese Qualität zu erzeugen, braucht man andere Ansätze. Nur so viel dazu: wir benutzen dafür keine handelsüblichen Eismaschinen, das würde nicht funktionieren oder besser gesagt nicht zu der Qualität führen die wir anstreben (Mouthfeeling, Konsistenz, Optik und Geschmack).

Dürfen sich die Eisgenießer bald auf neue Geschmackssorten freuen?

Ja, vor kurzem sind zwei Eis-Sorten bei uns neu rausgekommen: Heavens on Earth – ein erfrischendes, schokoladiges Minz-Eis und das knusprig-süße Honeycomb Caramel.

Worauf freuen Sie sich für die Eissaison am Meisten?

Auf die langen Schlangen vor unserem Eis-Bulli und auf unsere Booja-Booja Liegestühle zum Relaxen. Auch auf die strahlenden Kinder- und Erwachsenen-Gesichter. Gefühlt werden alle Erwachsenen beim Eisbestellen wieder zu kleinen Jungs und Mädels; erst die Sortenauswahl und dann welche Kugel unten welche oben…? Das sind schwerwiegende Entscheidungen

 

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