Grüne Wirtschaft

Frei von Mängeln – mit nachhaltigen Supplementen

INTERVIEW I Die Häufigkeit von Nährstoffmängeln wird gefühlt immer größer. Bei Purabyo gibt es nachhaltige Supplemente, die bei gezieltem Einsatz eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.

INTERVIEW I Die Häufigkeit von Nährstoffmängeln wird gefühlt immer größer. Bei Purabyo gibt es nachhaltige Supplemente, die bei gezieltem Einsatz eine ausgewogene Ernährung sinnvoll ergänzen.

20.05.2021 I Ein Interview geführt von Dorothea Meyer I Bilder: Purabyo

Eisenmangel, Jodmangel, Vitaminmangel – Ein Leck an Nährstoffen ist schneller da als man denkt. Das liegt insbesondere an industriell zu stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie an den nährstoffarmen Böden in Deutschland und anderen europäischen Ländern auf denen vollwertige Lebensmittel angebaut werden. Eine ausgewogene Ernährung mit den richtigen und hochwertigen Supplementen zu ergänzen, kann daher potenziellen Nährstoffmängeln entgegenwirken und lässt uns vitaler und fitter den Alltag bestreiten.

Purabyo entwickelt hochwertige und nachhaltige Nahrungsergänzungsmittel, die die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren mit rein natürlichen Zutaten absichern. Wie das funktioniert und welche nachhaltigen Supplemente Purabyo bietet, erfährst du unter anderem im Interview mit Gründerin Astrid Krings.

LifeVERDE: Astrid, beschreib einmal in drei Sätzen wofür Purabyo steht und was euch einzigartig macht.

Astrid: Als Familienunternehmen aus dem Münsterland bieten wir Pflanzenextrakte mit standardisierten Mikronährstoff-Gehalten, getrocknete Beeren und Samen an. Wir möchten Menschen mit speziellen Ernährungserfordernissen und in anstrengenden Lebensphasen die Möglichkeit geben, ihre Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren über rein natürliche Zutaten abzusichern. Purabyo ist für uns eine einzigartige Kombination aus pflanzlichen Mikronährstoffen  und westfälischer Bodenständigkeit.

Purabyo bietet Nahrungsergänzungsmittel als auch Samen und Beeren an. Wie sieht das Angebot genau aus und warum habt ihr euch insbesondere dafür entschieden?

Wir möchten Menschen helfen, ihren Nährstoffbedarf auf natürliche Weise zu erfüllen – mit Extrakten aus Kräutern, Gewürzen, Algen und Früchten, die wichtige Mikronährstoffe in standardisierter Konzentration enthalten. Aber eben auch mit unseren Samen und Beeren. Goji-Beeren und Chia-Samen zum Beispiel werden nicht umsonst auch als „Superfoods“ bezeichnet. Sie sind super gesund, eignen sich perfekt für Müslis, Smoothies und Co. und sind dazu noch ausgesprochen lecker!

Die Purabyo-Supplemente enthalten keine isolierten Vitamine und Mineralstoffe. Worauf achtet ihr stattdessen und weshalb?

Die Mikronährstoffe sind in standardisiertem Gehalt in den natürlichen Zutaten enthalten. Somit sind sie Teil der Pflanzenmatrix, inklusive aller sekundärer Pflanzenstoffe. Sie fügen sich ergänzend ein in eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Sie unterstützen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen bzw. bei besonderen Ernährungsanforderungen.

Einige kritisieren das Supplementieren von Vitaminen und Mineralstoffen stark, während andere wiederum nahezu willkürlich zu verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Wie seht ihr das und wann haltet ihr Supplementierung für sinnvoll?

Hochdosierte, isolierte Präparate sind bei bestimmten Indikationen unter ärztlicher Aufsicht notwendig. Man denke zum Beispiel an Eiseninfusionen bei diagnostiziertem Eisenmangel. Purabyo-Produkte jedoch sind dazu gedacht, im Alltag die gesunde Ernährung zu unterstützen – zum Beispiel, wenn man sich in einer stressigen Lebensphase befindet oder aus anderen Gründen über die normale Ernährung nicht jeden Tag die optimale Menge an Mikronährstoffen zu sich nehmen kann. Unsere Produkte sind deshalb so dosiert, dass sie den jeweils empfohlenen Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht überschreiten.

Gibt es bestimmte Lebensphasen oder Ernährungsrichtungen in denen ihr die Supplementierung empfehlen würdet? Habt ihr dazu Beispiele?

Veganer:innen empfehlen wir Vitamin B12, Eisen und die Omega-3-Fettsäure DHA. In der Schwangerschaft und Stillzeit Folsäure und Omega-3. Eine Supplementierung mit Calcium, Magnesium und Vitamin D3 ist nicht nur im Winter, sondern auch ganzjährig beispielsweise bei Senior:innen sinnvoll. Personen in besonders stressigen Lebensphasen oder unter psychischen Belastungen benötigen eine verlässliche, ausreichende Versorgung mit allen B-Vitaminen. Für all diese Mikronährstoffe bieten wir natürliche, vegane Produkte an.

Wie sieht die Herstellung eurer Supplemente genau aus? Nimm uns gerne einmal durch die Produktionsschritte mit.

Nehmen wir beispielsweise unser Bio Vitamin C, für das wir als Zutaten Acerola-Kirschen und Camu Camu verwenden. Lieferant der Kirschen ist ein Bio-zertifizierter landwirtschaftlicher Betrieb in der Amazonas-Region Ceará. Dort wachsen in großflächigen Gärten die Acerola-Kirschen, die in der Zeit von Oktober bis Mai von Hand geerntet werden. Wichtig ist, dass sie in noch grünem Zustand gepflückt werden, weil sie dann den höchsten Vitamin C-Gehalt von 17% haben. Die Kirschen werden zügig zu einem Brei zerstampft und anschließend in modernen Trockensprühanlagen pulverisiert. 

Camu Camu-Sträucher wachsen an den Ufern des Amazonasflusses. Daher können sie nur vom Boot aus geerntet werden, was einen günstigen Wasserstand voraussetzt. Die Bauern legen die Früchte in Eisbehälter und bringen sie direkt zur Verarbeitung: Die Beeren werden zuerst in Wasser gesäubert, von Hand sortiert, über mehrere Stunden bei maximal 35°C getrocknet und anschließend zu Pulver zermahlen. Ohne Extraktionsverfahren verfügt das Pulver bereits über einen Gehalt von 12% Bio Vitamin C.

Die so verarbeiteten Zutaten kommen zur Weiterverarbeitung zu uns nach Deutschland. Hier werden sie im Zuge der Wareneingangskontrolle labortechnisch untersucht. Anschließend werden sie mit einer Bio-Reisextraktmischung vermischt, in Cellulose-Kapseln verpackt und in Braunglasflaschen abgefüllt.

Euch liegt besonders die Nachhaltigkeit bei eurer Arbeit am Herzen. Wie setzt ihr das bei der Herstellung eurer Produkte um und welche Herausforderungen bringt das mit sich?

Wie jedes lebensmittelverarbeitende Unternehmen verbrauchen auch wir Energie und natürliche Ressourcen. Dies möglichst sparsam und nachhaltig zu tun, ist selbstverständlich. Die Kapseln füllen wir in Braunglas- anstelle von Kunststoffflaschen ab. Die Faltkartons, Etiketten und Infomaterialien sind aus FSC-zertifiziertem Papier. Manchmal stoßen wir hierbei aber auch an Grenzen und müssen aus Gründen der Lebensmittelsicherheit auf Plastik zurückgreifen – zum Beispiel für die Schrumpffolien, die den Drehverschluss der Braunglasflasche sicher versiegeln, oder für die Innenbeschichtung unser Recycling-Papierbeutel bei den Beeren und Samen.

Darüber hinaus geben wir auf unseren Social-Media-Kanälen auch Tipps zum Upcycling. Aus Braunglasflaschen lassen sich beispielsweise kleine Vasen, Geschenkverpackungen oder sogar Adventskalender basteln.

Zum Schluss noch eine Frage: Wie vereint Purabyo seine Arbeit mit nachhaltigem Engagement für Mensch und Natur?

Bei Purabyo engagieren uns vor allem für zwei verschiedene Themen: Erstens, und das ist mein persönliches Herzensthema, ein Projekt der Kindernothilfe, das Mädchen in Äthiopien Schutz und Bildung bietet. Und zweitens das Meeresschutzprogramm des WWF, das den Plastikmüll in den Weltmeeren reduzieren und die Artenvielfalt bewahren will.

 

Vielen Dank für das Interview, liebe Astrid!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Purabyo stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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