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Finde deine Ruhe mit Petit BamBou

INTERVIEW | Kennst du das Gefühl, mit den Gedanken ständig woanders zu sein? CEO und Mitgründer Benjamin Blasco hat aus diesem Gefühl heraus die Meditations-App „Petit BamBou“ ins Leben gerufen.

INTERVIEW | Kennst du das Gefühl, mit den Gedanken ständig woanders zu sein? CEO und Mitgründer Benjamin Blasco hat aus diesem Gefühl heraus die Meditations-App „Petit BamBou“ ins Leben gerufen.

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19.07.2021 | Ein Interview geführt von Laura Hofschlag | Bild: Petit BamBou

Im Interview sprechen wir mit Benjamin Blasco, CEO und Mitgründer von Petit BamBou darüber, wie seine App helfen kann, in die Normalität zurückzufinden und wieso Routine und Regelmäßigkeiten beim Meditieren wichtig sind.  

LifeVERDE: Nach einer langen Zeit im Krisenmodus fällt es vielen Menschen nicht leicht, in die neue Normalität zurückzufinden. Welche Tipps haben Sie?

Benjamin Blasco: Tatsächlich ist es so, dass sich nach den Einschränkungen viele Menschen schwertun, hinsichtlich der aktuellen Lockerungen eine Rückkehr in den Alltag zu finden, die für sie stimmig ist. Wichtig dabei ist, dass man dabei auf sich selbst hört und sich nicht unter Druck setzen lässt. Stress entsteht im Kopf und z. B. auch wenn wir gegen unsere Bedürfnisse handeln und über unsere Grenzen gehen. Eine sehr einfache Möglichkeit, sich zu schützen, ist es, sich selber mit mehr Achtsamkeit zu begegnen, indem man die Beziehung zum eigenen Körper stärkt. So wird einem besser bewusst, ob man sich gestresst fühlt. Man spürt, ob das Herz rast, sich der Magen zusammenzieht oder der Körper angespannt ist. Diese Anzeichen helfen uns, früher Stopp oder Nein zu sagen.

Ihre App gab es bereits vor der Pandemie. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine solche App zu entwickeln?

Das war eine sehr persönliche Entscheidung. Während meiner Tätigkeit als Manager in einem weltweit agierenden digitalen Unternehmen merkte ich immer häufiger, dass ich nicht fokussiert bin, bzw. im Kopf nicht bei dem bin, was ich gerade mache. Zum Beispiel war ich mit meinen Gedanken oft bei der Arbeit, während ich Zeit mit meiner Familie verbrachte und umgekehrt. Das führte schließlich zu einer großen Unzufriedenheit. Außerdem sehnte ich mich danach, meinem beruflichen Tun eine größere, für mich persönlich erstrebenswerte Sinnhaftigkeit abzugewinnen. In dieser Zeit startete ein guter Freund Petit BamBou als Facebook Gruppe, die sehr schnell wuchs. Das war die Initialzündung, die schließlich zur Gründung der App führte.

Wer ist Ihre Haupt-Usergruppe und warum nutzen Menschen Ihre App?

Unsere größte Zielgruppe sind Frauen zwischen ca. 30-65 Jahren und unsere beliebtesten Meditationsserien sind „Loslassen“, „Sich öffnen“ und „Lächelnd der Angst begegnen“. Das deutet darauf hin, dass Frauen den Themen Achtsamkeit, Meditation, Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung tendenziell offener gegenüberstehen. Die App bietet zwar ganz konkrete Hilfestellungen für belastende Situationen wie den Umgang mit Stress, viele Menschen möchten sich jedoch darüber hinaus gerne persönlich weiterentwickeln und immer wieder auch Neuem zuwenden. Umso mehr man bei solchen Prozessen bei sich selbst ist, umso leichter gestalten sich diese. 

Was kann die Petit BamBou-App, was andere Meditations-Apps nicht können?

Die Herangehensweise ist einfach und spielerisch: Geführte Meditationen nehmen die Nutzer*innen an die Hand, anschauliche Zeichentrickfilme erklären die Grundlagen und eine liebevoll gestaltete Grafik verbildlicht Inhalte. Mit über 470 Übungen und Meditationsserien bietet Petit BamBou den umfangreichsten Themen-Katalog in deutscher Sprache auf sehr hohem Qualitätsniveau. Besonders wichtig ist uns auch das Thema Regelmäßigkeit bzw. Routine. Denn so hilfreich und wirkungsvoll meditieren ist, so herausfordernd ist es doch für viele Menschen, nach der Anfangsphase dran zu bleiben und die tägliche Meditation zu einer Gewohnheit und zu einem festen Punkt im Alltag werden zu lassen. Bei der Entwicklung haben wir darauf besonders viel Wert gelegt, z. B. werden die eigenen Fortschritte Tag für Tag veranschaulicht. So begleitet Petit BamBou jede*n Meditierende*n individuell. 

„Alle Meditationen werden von ausgewiesenen Meditationslehrern angeleitet […]“ (Benjamin Blasco, Bild: Petit BamBou)

Was macht für Sie Achtsamkeit aus?

Für mich ist Achtsamkeit, mehr und mehr im gegenwärtigen Moment bewusst zu sein. Dazu gehört auch, dass ich wahrnehme, dass ich gerade gar nicht im Hier und jetzt bin. Dieses Bewusstsein und das wertfreie Annehmen von Situationen und Zuständen empfinde ich als sehr erleichternd und als große Bereicherung in allen Lebenslagen. Es geht nicht um Selbstoptimierung, sondern um eine wohlwollende Haltung mir selbst und meinem Umfeld gegenüber. Dabei reicht es oft schon, kurz innezuhalten und sich zu vergegenwärtigen, was genau jetzt in diesem Moment gerade ist. 

In Zeiten von Corona haben Sie Ihr Angebot erweitert und bieten bestimmte Module teilweise kostenlos an. Welche sind das und was kostet die App prinzipiell?

Je nach Situation bieten wir immer wieder unterschiedliche Übungsserien kostenfrei an. Während der Pandemie und des Lockdowns waren das u. a. die Serie zum Umgang mit Ängsten, unser Kinderprogramm und zeitweise der kostenfreie Zugang zur gesamten App für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten. Einen kostenlosen Einblick bekommen Interessenten mit dem kostenfreien „Erste Schritte-Programm“ in acht aufeinander folgenden Sitzungen. Ein Jahresabo liegt monatlich bei 4,17 € und ein Monatsabo bei 8,99 €.

Wer konzipiert die Meditations- und Achtsamkeitsübungen?

Alle Meditationen werden von ausgewiesenen Meditationslehrern angeleitet, die jahrelange Praxiserfahrung in der Achtsamkeitsmeditation oder einer anderen Meditationsform haben. Inspiriert sind die Meditationen von MBSR („Mindfulness Based Stress Reduction“, zu Deutsch Achtsamkeitsmeditation). Jede einzelne Sitzung ist eine meditative Übung innerhalb eines Programms, die aufeinander aufbauen, sodass man beim Üben automatisch in die Tiefe geht. Erstellt haben sie Meditationsexperten mit langjähriger Erfahrung in einer oder mehreren Meditationspraktiken. Dabei arbeiten wir in jedem Markt mit führenden Meditations- und Achtsamkeitslehrern, die die Meditationsserien auch in ihrer Muttersprache besprechen. In Deutschland sind z. B. von Psychologin und Coach Linda Leinweber und Dipl. Psychologe Andreas Mettchen-Blasius besprochene Sitzungen im Programm. Die bekannte Achtsamkeitstrainerin Doris Iding hat ebenfalls eigene Meditationsserien konzipiert und die Anleitungen dazu auch selbst gesprochen.

Vielen Dank für das Interview, Benjamin Blasco!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Herrn Blasco stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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