Erste und einzige umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands
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Erste und einzige umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Seit Oktober 2017 gehören die BKK advita und die BKK24 zusammen. Das Credo ist geblieben: „Umwelt und Gesundheit hängen fest zusammen“.

UNTERNEHMENSVORSTELLUNG | Seit Oktober 2017 gehören die BKK advita und die BKK24 zusammen. Das Credo ist geblieben: „Umwelt und Gesundheit hängen fest zusammen“.

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11.12.2017

LifeVERDE: Frau Dr. Ackermann, im Oktober 2017 haben die BKK advita und die BKK24 erfolgreich fusioniert. Ergeben sich daraus auch Vorteile für die Versicherten?

Dr. Gabriele Ackermann: Der Vorteil für die Versicherten stand immer im Vordergrund. Gesetzliche Krankenkassen haben neben den durch den Gesetzgeber vorgeschriebene Leistungen zudem die Möglichkeit Ihren Kunden über die sogenannten Satzungsleistungen weitere Extras anzubieten.

Während wir von der ehemaligen BKK advita bei diesen Satzungsleistungen unseren Schwerpunkt bei den alternativen Heilmethoden hatten, hatte die BKK24 mit ihrem bundesweit einmaligen Programm “Länger besser leben.“ sehr viele Leistungen aus dem Bereich der Prävention im Angebot. Darüber hinaus bei einigen Leistungen sogar höhere Zuschüsse für die Versicherten, als die BKK advita zuvor.

Betrachtet man also diesen originären Auftrag einer gesetzlichen Krankenversicherung, dann profitieren die Versicherten nach der Fusion von deutlich mehr Leistungen. Die Anzahl der bundesweiten ServiceCenter bzw. -partner hat sich zudem auf 50 erhöht. Das unterstreicht auch noch einmal die persönliche Note, die beide Kassen mitgebracht haben und die zu einer noch höheren Servicequalität führt.

Neben den vielen Leistungen ist aber auch die Wertelandschaft wichtig. Unternehmen können einen großen Teil dazu beitragen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Sei es durch aktiv gelebten Umwelt- und Klimaschutz oder durch die Zurverfügungstellung von präventiven Angeboten, die letztlich ebenso nachhaltig sind.

Durch die Fusion gibt es nun genau diese Verbindung: Prävention und Umwelt. Ein bundesweit einmaliges Angebot für Versicherte.

Durch die Fusion soll Ihre Gesundheitsinitiative "Länger besser leben.“ an verschiedenen Stellen durch die Nachhaltigkeit ergänzt werden. Welche sind das?

Am bisherigen Credo, dass Umwelt und Gesundheit zusammenhängen, hat sich nichts geändert. Eine intakte Umwelt ist untrennbar mit der Gesundheit verbunden. Das ist der Grund, warum wir uns seit vielen Jahren aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.

Wir sind die erste und einzige umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands. Das bedeutet, dass wir uns eine Selbstverpflichtung auferlegt haben, alle relevanten Umweltaspekte im Unternehmen stetig zu verbessern. So sind beispielweise die Mitgliederzeitschrift „dieaktive“, die Informationsmappe für Interessenten oder auch unsere Visitenkarten auf Recycling-Papier gedruckt, welches mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist. Nach wie vor können sich unsere Mitglieder die Kundenzeitschrift auch per Mail schicken lassen und damit die Umwelt schonen.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit haben wir jedoch Materialien verbraucht, die vor der Fusion bereits produziert und zum Teil gebrandet waren, aber noch nicht den Umweltstandard aufweisen konnten, wie wir ihn jetzt wieder erreicht haben. Einfach wegwerfen war keine Option für uns.

Wir halten an unserem Bezug von Ökostrom und Windgas fest und haben auch unser Konto bei der GLS-Bank behalten. Die Bank stellt sicher, dass Geld nur an Projekte verliehen wird, die nach ökologischen und sozialen Kriterien geprüft und bewertet wurden. Damit wird dann keine umweltschädliche Investition getätigt, auch keine Anlage für Massentierhaltung finanziert. Abgesehen vom Tierleid, das vielerorts anzutreffen ist, geht es hier auch um den Methangasausstoß, der zu den wesentlichen Faktoren des Klimawandels gezählt wird.

Ein wichtiger Aspekt für unsere Kunden ist neben diesen Punkten auch unser Angebot der Werbeprämien. Als einzige Krankenkasse Deutschlands bieten wir im Bereich der „Mitglieder - werben – Mitglieder“ Aktionen an, eine Baumpatenschaft für das gewonnene Neumitglied zu verschenken.

Dazu kommen die alternativen Heilmethoden. Das Angebot zielt ja darauf ab, dass sich die Versicherten ihre bevorzugte Behandlungsmethode auswählen können. Immer mehr Menschen entscheiden sich für natürliche Methoden, ohne Einsatz von pharmazeutischen Mitteln oder operativen Eingriffen.

Nehmen Sie beispielsweise das Biofeedback-Programm, das speziell für Migräne- und Kopfschmerzpatienten konzipiert wurde. Diese Patienten wollen sich nicht nach der klassischen Schulmedizin behandeln lassen, sondern bevorzugen einen alternativen verhaltenstherapeutischen Ansatz. Hier wird erlernt, wie man mit körpereigenen Reaktionen die Migräne bzw. den Spannungskopfschmerz regulieren und meist sogar unterdrücken kann. Diese Patienten können also weitestgehend ohne Medikamente auskommen.

Die BKK advita war die erste umweltzertifizierte Krankenkasse Deutschlands. Können Sie ein paar Beispiele für Umweltschutz-Maßnahmen geben, die fortgesetzt werden sollen?

Im Januar 2012 ist es uns, damals noch als BKK advita, gelungen, die erste nach DIN ISO 14001:2004 umweltzertifizierte Krankenkasse in Deutschland zu werden. Als nächstes steht eine Rezertifizierung nach der Revision 2015 an. Wir werden also dem Prüfer vorlegen, welche der von uns als Umweltziele ausgegebenen Umweltaspekte wir im vergangenen Jahr mit welchem Ergebnis verbessern konnten.

Das Umweltmanagementsystem stellt sozusagen sicher, dass wir unsere Umweltziele im Blick haben und dadurch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess verfolgen. Umweltaspekte sind zum Beispiel die Ressourcenverbräuche, die wir uns regelmäßig ansehen und stets versuchen, die möglichen negativen Umweltauswirkungen zu reduzieren oder zu verhindern.

Uns ist es wichtig auch die transparente Kommunikation als nachhaltiges Kriterium zu implementieren. Das hat schon damit begonnen, dass wir als BKK advita sehr früh über die bevorstehende Fusion informiert haben. Auch unser Messeauftritt war vor und nach der Fusion transparent mit beiden Logos dargestellt, sodass wir die Gelegenheit hatten, in den Beratungsgesprächen auf diesen Umstand einzugehen. Das hat uns viele Sympathiepunkte gebracht. Es war uns einfach wichtig, alle Versicherten oder auch Interessenten frühzeitig in diesen Wechselprozess mit einzubinden.

Genauso wichtig ist uns, dass die Ergebnisse der Baumpatenschaften zu erkennen und nachzuvollziehen sind. Zuletzt haben wir mit den Werbe-Patenschaften des ersten Halbjahres 2017 im rheinhessischen Albig zusammen mit der Stiftung Wald zum Leben eine Streuobstwiese mit aufgeforstet. Im Jahr zuvor konnten wir in Kobschütz, einem ehemaligen Tagebergbau in der Lausitz, bei einer Aufforstungsaktion von I plant a tree dabei sein. Die Baumpaten erhalten im Nachgang zur Aktion ihre persönliche Baumpatenschaftsurkunde, per Mail versteht sich.

Und vor welche Herausforderungen stellt Sie das Thema Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in der Vergangenheit sehr breit diskutiert worden. Das kann ein Risiko sein. Nämlich dann, wenn der Begriff ungeschärft beim Verbraucher ankommt und keiner so recht weiß, was denn tatsächlich im konkreten Fall darunter zu verstehen ist. Viele Produkte und Dienstleistungen im Segment der Nachhaltigkeit sind erklärungsbedürftig und haben den Anspruch, dass durch Markenführung der komplexe Zusammenhang in eine kanalisierte und klare Botschaft gepackt werden muss. 

Gleichzeitig muss Nachhaltigkeit auch immer dem Anspruch der Wirtschaftlichkeit genügen, insbesondere bei einer gesetzlichen Krankenversicherung. Zum Glück sind die meisten Aktivitäten im Umwelt- und Klimaschutz heutzutage schnell amortisiert, so dass dieses Argument in den seltensten Fällen noch zählt.

Nach der Fusion gibt es einen Bereich Nachhaltigkeit, der sich speziell auf die nachhaltige Zielgruppe konzentriert, die wir in der alten BKK advita angesprochen haben.

Wie viele Menschen legen bei der Wahl ihrer Krankenlasse mittlerweile Wert auf Nachhaltigkeit?

Es gibt dazu keine 100 Prozent verlässlichen Zahlen. Aber eines ist sicher: Die Zahl derer, die sich mittlerweile ganz bewusst dafür entscheiden, auch bei ihrer Krankenkasse Wert auf Nachhaltigkeit zu legen, steigt. Wir machen auf den nachhaltigen Messen immer wieder die Erfahrung, dass es sich bei vielen Interessenten um ein latentes Bedürfnis handelt, einen weiteren nachhaltigen Mosaikstein in die bewusste Lebensführung miteinzubauen.

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Kommentare
Kommentare
BKK24
23.01.2018
Sehr geehrter Herr Eyhorn,
vielen Dank für Ihre Kommentierung.
Gerne würden Sie im Rahmen unserer Messeaktivitäten persönlich kennenlernen und laden Sie hierzu ein. Unter www.bkk24.de/nachhaltigkeittreffen finden Sie die Übersicht unserer Messeaktivitäten im Jahr 2018. Teilen Sie uns einfach telefonisch Ihren Wunsch mit und wir lassen Ihnen zu gegebener Zeit Freikarten zukommen.
Unsere Rufnummer lautet: 06731 9474-150
Wir freuen uns auf Sie
Mit freundlichen Grüßen
Ihre BKK24

Remigius Eyhorn
15.01.2018
Liebes Team BKK24,
Ich habe in Hünflden Schlitz gemeinsam mit der Hess. LandesMusikakdemie das Vorhaben
Gesundheit und Musik zusammenzubringen.
Auf 40.000m2 bauen wir aus Maerialien der Natur und unter Einbeziehen von Heizen mit Eis etc
Eine entsprechende Facility Umwelt auf. Ich würde mich interessieren ob wir kooperieren könnten.
Liebe Grüße
Remigius Eyhorn

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