DriveNow und car2go fusionieren
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DriveNow und car2go fusionieren

Nach jahrelangen Verhandlungen ist es nun bestätigt: Deutschlands größte CarSharing-Anbieter DriveNow und car2go werden eins. Dadurch versprechen sich die beiden Unternehmen es mit den ganz Großen wie Uber aufnehmen zu können. Aber was ändert sich dadurch für den Nutzer? Welche Vor- und Nachteile bringt diese Fusion mit sich?

Nach jahrelangen Verhandlungen ist es nun bestätigt: Deutschlands größte CarSharing-Anbieter DriveNow und car2go werden eins. Dadurch versprechen sich die beiden Unternehmen es mit den ganz Großen wie Uber aufnehmen zu können. Aber was ändert sich dadurch für den Nutzer? Welche Vor- und Nachteile bringt diese Fusion mit sich?

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04.04.2018 - Ein Beitrag von Gessica Mirra, Foto: © DriveNow

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 165 CarSharing-Anbieter in 677 großen und kleinen Städten. Einige CarSharing-Anbieter agieren nur regional, haben weniger Autos in ihrer Flotte und gelten als eher klein. Dann gibt es aber auch Anbieter wie Flinkster, von der Deutschen Bahn, mit rund 4.000 Fahrzeugen in 300 deutschen Städten oder Cambio mit circa 1.600 Fahrzeugen in 21 Städten. Stadtmobil parkt 2.600 Fahrzeuge in 100 Städten und Book-n-Drive 830 Fahrzeuge in 17 Städten.

Die größten Anbieter sind aber ohne Zweifel car2go und DriveNow. Der mit Daimler-Beteiligung geführte Dienst von car2go hat derzeit 850.000 registrierte Kunden vorzuweisen, die zwischen verschiedenen Fahrzeugen von Mercedes und Smart wählen können. Bei DriveNow, von BMW, können die 720.000 registrierten Nutzer 3.370 Fahrzeuge -vom Mini bis zum BMW i3 oder 2er Cabrio - in fünf verschiedenen deutschen Städten nutzen.

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© Car2Go

Ziel der Fusion von DriveNow und car2go

Nun wollen die zwei Großen fusionieren. Geplant ist der Aufbau eines Mobilitätsdienstleisters mit vier Millionen Kunden, 20.000 Autos und einem Unternehmenswert von mehr als einer Milliarde Euro.

Ziel des Zusammenschlusses von DriveNow und car2go ist es, es gemeinsam mit den großen Wettbewerbern wie Uber aufzunehmen. Obwohl beide Parteien das junge Geschäftsfeld der Share Economy recht wacker beackern, sind sie allein noch zu klein, um damit wirklich mit den ganz Großen zu konkurrieren. Jetzt wollen die einstigen Erzrivalen ihre Dienstleistungen bündeln – das CarSharing-Angebot, die Taxivermittlung, die digitale Suche von Parkplätzen und Ladesäulen für Stromtankstellen.
Offen ist nur noch der Name, unter dem die Marken DriveNow und car2go künftig auftreten wollen. Den will man verkünden, wenn das Kartellamt seinen Segen gegeben hat.

Was ändert sich durch die Fusion für den Nutzer?

Erst einmal wird sich für die Nutzer von DriveNow und car2go wohl wenig ändern. Denn der Zusammenschluss der beiden CarSharing-Dienste muss erst von den Kartellbehörden geprüft und genehmigt werden. Bis es soweit ist, fahren die Kunden von car2go und DriveNow zu den gewohnten Bedingungen weiter.

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© DriveNow

Welche Vor- und Nachteile bringt die Fusion der beiden CarSharing-Anbieter mit sich?

Für die Nutzer würden langfristig dann deutlich mehr Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Ein freies Fahrzeug im Stadtgebiet zu finden, würde dadurch künftig einfacher sein. So bringt der Anbieter car2go 14.000 Fahrzeuge und DriveNow 6000 Autos in den Zusammenschluss mit ein. Außerdem vergrößert sich das Angebot für den Kunden, da BMW und Daimler neben der CarSharing-Sparte auch den Fahrdienstvermittler Mytaxi, den Parkdienst ParkNow sowie die App Moovel, über die verschiedene Mobilitätsangebote vernetzt sind, miteinbringen. Diese Dienste sollen künftig auf einer gemeinsamen Plattform angeboten werden. Das bedeutet im besten Fall auch, dass für die Nutzer nur eine einmalige Anmeldegebühr anfällt und trotzdem alle Angebote genutzt werden können.

Möglich ist aber, dass die Preise angehoben werden, da beide Unternehmen in den letzten Jahren - bedingt durch den Konkurrenzkampf - wohl an oder unter der Profitabilität gearbeitet haben.

Lest dazu auch: Nutzerzahlen beim CarSharing weiter gestiegen

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