Grüne Wirtschaft

Die Energiewende mitgestalten – Grüne Sachwerte berät dich zu grünen Geldanlagen

INTERVIEW | Geld im Bereich Erneuerbare Energien anzulegen bedeutet in eine nachhaltige Zukunft zu investieren. Grüne Sachwerte gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Vorteile von grünen Geldanlagen.

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INTERVIEW | Geld im Bereich Erneuerbare Energien anzulegen bedeutet in eine nachhaltige Zukunft zu investieren. Grüne Sachwerte gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Vorteile von grünen Geldanlagen.

23.02.2021 | Ein Interview geführt von Deborah Iber | Bilder: Grüne Sachwerte


Der Umstieg von fossilen zu erneuerbaren Energien ist im Gange – es steht aber noch ein langer Weg bevor, bis die Energiewende vollständig umgesetzt sein kann. Grüne Sachwerte möchte einen Beitrag zur Energiewende leisten und verfolgt das Ziel, die Nutzung von Erneuerbaren Energien weltweit voranzutreiben. Dazu bietet das dreiköpfige Team professionelle Beratung zum Thema Geldanlagen in ökologische und nachhaltige Unternehmen sowie Projekte. Der Fokus liegt im Bereich Wind- und Solarenergie. Im Interview mit Gründer Michael Horling erfährst du, welche Leistungsangebote das Beratungsunternehmen bietet, was Grüne Sachwerte auszeichnet und was bei der Kapitalanlage in erneuerbare Energien zu beachten ist.

 

LifeVERDE: Hinter Grüne Sachwerte stecken drei Experten in Sachen erneuerbare Energien, nachhaltige Kommunikation und ökologische Geldanlagen. Seit wann beschäftigt ihr euch mit diesem Thema und wie kamt ihr dazu?

MICHAEL: Hier in Norddeutschland, im alternativen Bremen, war ja schon immer viel Wind und auch Gegenwind gegen Atomkraft. Tschernobyl war recht prägend für mich als Kind sowie die Frage „woher kann denn sonst der Strom eigentlich kommen?“. In meinem Wirtschaftsstudium saß ich dann 2004 im Hauptstudium in Marseille und regte mich tierisch auf über den tendenziösen Spiegel-Artikel „Die große Luftnummer“ – spätestens da war die Entscheidung gefallen. Ich schrieb meine Diplom-Arbeit über nachhaltige Geldanlage in Frankreich und Deutschland, und seitdem arbeite ich durchgängig als ausschließlich ethisch-ökologischer Anlageberater – mit Stationen in Nürnberg, Berlin und seit 2012 in der Heimat Bremen.

HENRIK: Ich habe mich schon als Jugendlicher viel mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt. Wahrscheinlich hat meine technisch interessierte Familie mich dann auf die Idee gebracht, 2010 ein Wirtschaftsingenieurstudium im Bereich Erneuerbare Energien zu beginnen, was damals tatsächlich noch sehr selten zu finden war. Später war natürlich der Wunsch da, auch die wirtschaftlichen Aspekte des Studiums im Berufsleben einzubringen. So habe ich 2018 Grüne Sachwerte kennen gelernt, wo sich dieser Grundgedanke mit viel ökologischem Enthusiasmus zu einer starken Mischung entwickelt hat.

SANDRA: So richtig intensiv beschäftige ich mich mit diesem Thema seit ungefähr 10 Jahren. Ausschlaggebend waren natürlich Michaels Erfahrungen und seine Begeisterung für dieses Thema. Und je mehr ich mich mit Erneuerbaren Energien beschäftigte, desto mehr merke ich, wie wichtig Erneuerbare für uns, unseren Planeten und unsere Zukunft sind. Seitdem hat sich mein privates Leben dahingehend komplett geändert: Ökostrom, dezentrales Einkaufsverhalten usw.

Was alles umfasst das Leistungsangebot von Grüne Sachwerte und an wen ist es gerichtet?

MICHAEL: Im Schwerpunkt vermitteln wir Investitionen von Privatmenschen an Unternehmen, die Kapital für die Realisierung von Umweltprojekten benötigen. Es sind dementsprechend „ökologische Geldanlagen“, meist in Form von unternehmerischen Beteiligungen oder auch verzinslichen Anlageformen. Ein Großteil der Angebote richtet sich an private Anleger*innen und beginnt ab 5.000 oder 10.000 Euro. Meistens handelt es sich um die Beteiligung am Betrieb von Wind- und Solarparks, also der direkten Investition in die Bürgerenergiewende zum schnellen Ersatz fossiler Energieträger durch die Erneuerbaren. Einige spezielle Investments erfordern aber auch höhere Summen und richten sich an erfahrenere Investorengruppen, Family Offices und Stiftungen.
 

Und was zeichnet Grüne Sachwerte und eure Leistungen aus?

Wir arbeiten unserem Gewissen verpflichtet – und das bedeutet für uns, wirklich nur vernünftige Projekte und plausible ökologische Geldanlagen anzubieten. Wir haben nie irgendwas im konventionellen Sektor gemacht, nur um „schnelles Geld“ mitzunehmen, keine Schifffonds, Flugzeug-, Immobilien- oder Medienfonds. Dafür sind wir in der Erneuerbare-Energien-Branche tief im Detail und geben unseren Kund*innen diese Marktkenntnisse und langjährigen Erfahrungen persönlich weiter. Ich glaube, dass unsere Kund*innen diese Punkte an uns sehr schätzen, zumal ein Großteil der von uns vermittelten Projekte ja auch wirtschaftlich gut läuft.

In welchen konkreten Bereichen bietet ihr Beratungen und die Möglichkeit der grünen Geldanlage an, was sind eure Schwerpunkte?

Der Großteil der Anlagemöglichkeiten liegt im Wind- und inzwischen insbesondere im Solarbereich. Hier gibt es genügend Angebote, um für unterschiedliche Anleger*innen auch passende Möglichkeiten herauszuarbeiten, entsprechend ihren Risikoprofilen. Die meisten Angebote haben als Schwerpunkt Deutschland und den Euro-Raum, einzelne Investments gehen aber auch über Europas Grenzen hinaus. Viele Angebote sind unternehmerische Beteiligungen, andere bieten klar definierte feste Zinssätze und feste Laufzeiten an.
 

Bei Grüne Sachwerte entwickelt ihr auch in Kooperation mit Partnerunternehmen grüne Kapitalanlagen. Wie kann man sich das vorstellen und kannst du uns ein Beispiel erläutern?

Wir haben viel gesehen in der grünen Finanzbranche, leider auch zahlreiche Pleiten und Negativszenarien. Und manches war absehbar. Wer schimpft und kritisiert, muss aber auch Alternativen anbieten und Verantwortung übernehmen – zumal wir von unseren Kund*innen ja auch wissen, was ihnen wichtig ist und was für ökologische Investments sie suchen.

Wir haben über die Jahre daher unsere Partner gefragt, wer mit uns gemeinsam und auch nach unseren Vorstellungen sowie denen unserer Kund*innen neue Gesellschaften auflegen möchte. Aktuell haben wir, nach drei „Sonne und Wind-Beteiligungen“ zwischen 2017 und 2020, gerade mit langjährigen Partnern aus Regensburg ein echtes Impact-Investment begonnen: Der „CAV Solar Projekt 1“ finanziert die Entwicklung neuer Solar-Aufdachanlagen und Solar-Freiflächen im Euroraum. Wir suchen, unterstützen und betreuen die Investoren, und unsere Partner managen gemeinsam mit externen Solar-Projektierern die Entwicklung der Solarparks. Unsere Kund*innen sind Gesellschafter, werden regelmäßig informiert und direkt beteiligt – nicht nur an den Risiken, sondern eben auch den wirtschaftlichen Gewinnen der Unternehmung.

Welche Tipps habt ihr für „Anfänger“ im Bereich grüner Geldanlagen?

Für Anleger*innen, die neu einsteigen in den Bereich der ökologischen Investments, empfiehlt es sich, erst einmal mit geringen Beträgen breit risikogestreut zu investieren. Jüngere Anleger*innen haben durchaus Zeit, erstmal Erfahrung zu gewinnen, bevor vielleicht irgendwann größere Investitionen getätigt werden können und sollen. Der Bereich laufender Solaranlagen oder ein Portfolio aus zahlreichen Solar- und Windparks in verschiedenen Regionen bieten die Möglichkeit, ohne zu hohe Einzelrisiken den Bereich kennenzulernen. Und natürlich muss ich erwähnen, dass der Ratschlag sowie die Erfahrung langjähriger Berater nicht schaden kann, bevor man später genug eigene Expertise entwickelt hat. J

Grundsätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass wir bei Grüne Sachwerte ausschließlich mittel- bis langfristige Investitionen mit Sachwertbezug anbieten, d.h. keine von Börsenschwankungen betroffenen Investments. Aus dem Betrieb von Solar- und Windparks zum Beispiel erhalten unsere Anleger*innen jährliche oder halbjährliche Auszahlungen – Corona hin oder her, konjunkturelle Schwankungen interessieren die meisten Wind- und Solarparks recht wenig. Wir bieten eher Investitionen an für Menschen, die nicht jeden Tag auf Aktienkurse schauen wollen, sondern Geldanlage mit starker Substanz und glaubhafter, konkreter ökologischer Wirkung suchen.
 

Was sind eure Ziele für die Zukunft?

Ganz klar und ganz einfach: 100% Erneuerbare weltweit, und zwar sofort, also so schnell wie möglich!

Angesichts der laufenden klimatischen Veränderungen bleibt keine Zeit zu warten. Der Umstieg von fossil auf erneuerbar bedeutet auch Arbeitsplätze, und zwar in der Breite, dezentral und dauerhaft. Der Umstieg bedeutet auch regionale Wertschöpfung und lokale Kreativität. Dieser Umstieg bedeutet langfristig auch Unabhängigkeit von politisch heiklen Ländern. Erneuerbare Energien bieten langfristig Chancengleichheit auf unserem Planeten. Weniger Kriege für Öl bedeutet auch weniger Fluchtursachen, solare Eigenstromversorgung weltweit ermöglicht Menschen die Teilhabe an Wirtschaft und Leben dort, wo sie leben. Es gibt so viel Positives an der weltweiten Energiewende! Wer hierzulande einem Kohlebergbau nachtrauert, denkt recht kurzfristig und schaut nicht weit genug über den Tellerrand hinaus.

Mein langfristiges Ziel also: Meinen Enkelkindern erklären, was ein Kohlekraftwerk ist – denn ich hoffe, bis dahin gibt’s keine mehr in Echt zu „bewundern“.

 

Vielen Dank für das hilfreiche Interview, Michael!

Dir schwebt nun auch noch eine Frage im Kopf herum, die du gerne an Grüne Sachwerte stellen möchtest?

Dann schreib sie in die Kommentare - wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

 

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