STEFAN SCHULZE-HAUSMANN, Initiator der Stiftung DEUTSCHER NACHHALTIGKEITSPREIS, stellt den Wandel des Preises vor: 2025 geht es erstmals darum, nachhaltige Transformationen punktgenau in über 100 Branchen zu zeigen. Der Preis will echte Strategien und messbaren Impact honorieren, nicht nur schöne Ideen. Neue Formate wie „MasterClasses“ bringen dabei Praxiswissen direkt an die Zielgruppen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.
Bild: DNP/Frank Fendler
LifeVERDE: Was macht den DEUTSCHEN NACHHALTIGKEITSPREIS 2025 besonders?
Initiator der Stiftung DEUTSCHER NACHHALTIGKEITSPREIS, STEFAN SCHULZE-HAUSMANN: Der DNP geht 2025 einen neuen Weg: Statt branchenübergreifend zu vergleichen, schauen wir uns Unternehmen genau dort an, wo es wirklich zählt – in ihrem direkten Wettbewerbsumfeld. Über 100 Branchen sind in diesem Jahr dabei, und wir zeigen für jede einzelne, wie eine erfolgreiche nachhaltige Transformation heute konkret gelingen kann. Das macht den Preis noch relevanter für die Gestalter in Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Auch der Kongress verändert sich deutlich, die Preisverleihungen werden Teil des Tagesprogramms – eingebunden in „MasterClasses“. Dieses neue Format im Kongress wird weniger Symbolik, sondern mehr Praxis zeigen. Ausgezeichnete Unternehmen, Branchenexpert*innen und Partner zeigen konkret, wie Transformation gelingt – in intensiven Sessions, mit Erfahrungswissen und offenem Dialog auf Augenhöhe.
LifeVERDE: Welche Themen stehen in diesem Jahr im Fokus?
Nachhaltigkeit hat viele Facetten – und wir greifen die wichtigsten auf: Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, faire Lieferketten, soziale Gerechtigkeit, neue Technologien. Entscheidend ist dabei immer der Blick auf die konkrete Branche. Was zum Beispiel in der Lebensmittelwirtschaft zählt, ist etwas ganz anderes als in der Bau- oder Textilbranche. Unser Ziel: die besten Lösungen sichtbar machen – da, wo sie gebraucht werden.
LifeVERDE: Welche Lehren habt ihr aus der Kritik am DNP im letzten Jahr gezogen?
In dieser Debatte gab es Licht und Schatten. Sachliche und konstruktive Kritik nehmen wir sehr ernst. Und deshalb werden wir noch transparenter zeigen, wie wir arbeiten. Wer entscheidet? Nach welchen Kriterien? Mit welcher Expertise? Diese Fragen beantworten wir heute noch klarer. Gleichzeitig haben wir auch unfaire und ungerechtfertigte Anwürfe erfahren. Deshalb schützen wir den Preis nun aktiv gegen gezielte Fehlinformationen – durch Dialogangebote und offene, faktenbasierte Kommunikation.
LifeVERDE: Wie wählt ihr die Preisträger*innen aus?
Die Auswahl basiert auf einem fundierten und objektiven Branchenvergleich. Wir fragen: Wo steht das Unternehmen heute – und was tut es, um wirklich nachhaltig zu wirtschaften? Dabei schauen wir nicht nur auf gute Ideen, sondern auf belastbare Strategien, messbaren Impact und echte Umsetzung. Die Bewertungen erfolgen auf Basis von Daten und Analysen mit dem kritischen Blick unabhängiger Jurys.
Bild: DNP/Christian Köster
LifeVERDE: Wie stellt ihr sicher, dass wirklich nachhaltige Projekte ausgezeichnet werden?
Wir setzen auf ein mehrstufiges Verfahren mit verschiedenen Sicherungen: Zuerst analysieren wir öffentlich zugängliche Daten und Bewerbungsunterlagen. Dann schauen Fachleute und Wissenschaftler*innen genauer hin. Und zum Schluss diskutieren unabhängige Jurys alle Finalist*innen intensiv. Greenwashing hat beim DNP keine Chance – wir zeichnen echte Transformationsprojekte und keine PR-Märchen aus.
LifeVERDE: Was bedeutet das EU-Omnibus-Paket für den DNP
Die neuen EU-Vorgaben verändern gerade viel: Unternehmen müssen jetzt offenlegen, wie nachhaltig sie wirklich sind. Für den DNP ist das ein Gewinn – denn es entstehen bessere, vergleichbare Daten, die wir in unsere Bewertung einfließen lassen. Gleichzeitig helfen wir dabei, den neuen Berichtspflichten mehr Sichtbarkeit zu geben. Kurz gesagt: Der DNP sieht sich als Brückenbauer zwischen Pflicht und Vorbild.
Vielen Dank für das Gespräch!
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