Studie: Arbeitsplätzeabbau durch EAutos
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Studie: Arbeitsplätzeabbau durch E-Autos?

Laut einer Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg und der e-mobil GmbH, von der Hochschule Esslingen und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen durchgeführt wurde, werden die Beschäftigungszahlen in der Automobilbranche bis 2025 zwischen 2,9 und 7,7% sinken - je nach Ausbreitungstempo der Elektromobilität.

<p>Laut einer Studie, die im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg und der e-mobil GmbH, von der Hochschule Esslingen und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen durchgeführt wurde, werden die Beschäftigungszahlen in der Automobilbranche bis 2025 zwischen 2,9 und 7,7% sinken - je nach Ausbreitungstempo der Elektromobilität.</p>
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08.02.2017 - ein Beitrag von Gessica Mirra, Bild © Andrea Lehmkuhl - Fotolia

Geplant ist, dass in Deutschland ab 2030 nur noch Elektroautos zugelassen werden. Dann wird laut Unternehmensberatung PWC jedes dritte Auto in der Europäischen Union ein E-Auto sein (zu den Ergebnissen). Die großen Konzerne planen sogar schon ab 2025 jedes vierte Auto als reines Elektroauto zu produzieren. So will VW, nach eigenen Angaben, in den nächsten zehn Jahren eine Million Stromer bauen.

Wenn sich dies so ereignen wird und die Elektromobilität sich rasch ausbreitet, da ist sich die Gruppe von Forschern um Prof. Dr. Norbert Schreier und Prof. Dr. Willi Diez einig, werden die Beschäftigungszahlen stark sinken. Nicht nur in Produktion und Entwicklung würden aber durch die automatisierten Akku-Produktionen weniger Mitarbeiter gebraucht, auch in den Werkstätten würde sich einiges ändern: Die Werkstattmitarbeiter müssten sich zusätzliche Qualifikationen aneignen und die Werkstätten benötigen dann zusätzliche Ausrüstung. Erst nach mehreren Fortbildungen dürften sich die Mitarbeiter nämlich "mit neuem Werkzeug" an die Elektroautos wagen. Insgesamt wird sich der Werkstattaufwand bei Elektrofahrzeugen sehr stark reduzieren, da beispielsweise lukrative Ölwechsel seltener werden, sich der Bremsscheibenverschleiß reduziert – die Autoren der Studie schätzen, dass der Verscheiß um ein Drittel abnehmen wird – und Abgasnachbehandlungen beispielsweise wegfallen würden.

Die Zahlen könnten sich aber dahingehend relativieren, dass ein Anstieg des Pkw-Bestands auf unseren Straßen erwartet wird. Würde die Zahl der Fahrzeuge jährlich um 0,4% zunehmen – auf 45,5 Millionen Pkws bis 2025 – würde das ein Beschäftigungsplus von 2,8% und kein Minus bedeuten.

Ein BMW-Sprecher sieht es positiver: Durch die Produktion der Elektroautos-Modelle i3 und i8, hat BMW allein in diesem Jahr schon zusätzlich 2200 Mitarbeiter eingestellt. Gleichzeitig sieht er viele neue Arbeitsplätze in der Software-Entwicklung. (vgl. FAZ 12.10.2016)





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