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Nachhaltiger Haushalt: Vegane Putz- und Waschmittel

Auch vegane Reinigungsmittel bringen dein Haus zum Glänzen - und das ganz ohne Schlachtabfälle!

Auch vegane Reinigungsmittel bringen dein Haus zum Glänzen - und das ganz ohne Schlachtabfälle!

11.03.2022 (aktualisiert, erstveröffentlicht am 21.09.2017) | Ein Beitrag von Nele Schauer | Bild: Pexels

Der Frühlingsputz steht an: Jede Fuge wird gereinigt, jede Fliese geputzt und jeder Zentimeter vom Dreck befreit. Dabei greifen wir gerne zu herkömmlichen Putzmitteln ohne zu wissen, dass viele davon alles andere als vegan sind. Dazu kommt, dass herkömmliche Reinigungsmittel manchmal wahre Chemiekeulen sind und massenhaft Schadstoffe in unser Abwasser transportieren. Wer stattdessen lieber tierleid-, plastikfrei und nachhaltig putzen will, findet im folgenden Artikel umweltfreundliche Alternativen.

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Welche Reinigungsmittel sind vegan und nachhaltig?

Reinigungsmittel sind dann vegan und umweltfreundlich, wenn sie keinerlei Parfüm- sowie Duftstoffe, keine Aufheller oder Farbstoffe, keine Phosphate und andere chemische Konservierungsstoffe enthalten. Dazu müssen sie - nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes e.V. - komplett tierversuchsfrei hergestellt worden sein. Das ist jedoch bei vielen herkömmlichen Putz- und Waschmitteln nicht der Fall. In vielen Allzweckreinigern und anderen Putzmitteln stecken nämlich tierische Bestandteile wie beispielsweise Rindergalle und sogar Schlachtabfälle.

Diese Schlachtabfälle sind vor allem in den Tensiden aufzufinden, die in einigen Putzmitteln enthalten sind. Tenside binden Fett und Wasser und sorgen so dafür dass sich Fett und Schmutz beim Waschen lösen. Damit sind sie wichtige Bestandteile in den meisten Putzmitteln und können daher nicht so einfach ersetzt werden. Doch neben den tierischen Tensiden, gibt es auch pflanzliche, die bedenkenfrei benutzt werden können. Das Problem ist nur: Leicht erkennt man das als Verkäufer*in auf der Verpackung nicht wirklich.

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Putzen und Reinigen mal anders – die umweltfreundliche Variante

Umweltfreundliche Reinigungsmittel werden oft beim Putzen nicht genutzt, weil sie meist nicht die gleiche Leistung erzielen wie herkömmliche Produkte. Gleichzeitig wird befürchtet, dass Umweltfreundlichkeit und gutes Reinigen nicht vereinbar sind.

Die Reinigungsprodukte von TREND Products werden seit 30 Jahren ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, sind bio und vegan! Schon vor der Einführung von Bio-Siegeln war TREND Products der Meinung, dass gute Produkte keine Siegel brauchen.

Alle Inhaltsstoffe sind bis zu 100% aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und werden je nach Anwendungszweck gemischt und mit Wasser aufgefüllt. Je nach Anwendung und Mittel erzeugt eine Flasche Konzentrat bis zu 150 Flaschen Putzmittel, sodass ein Menge Müll gespart werden kann.

TREND Active ist ein ökologisches Reinigungssystem, das Bad, Küche und Haushalt sauber hält, welches bio, nachhaltig und extrem effizient ist. Dabei überzeugt das Produkt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

 Das Argument, dass mangelnde Putzleistung ein Problem sei, kann TREND Products mit tausenden Argumenten entkräften: nämlich mit tausenden zufriedenen Kund*innen.


Die ökologischen Reinigungsmittel von TREND Products im Überblick. (Bild: TREND Products)

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Tierische Tenside Flop, Pflanzliche Tenside Top?

Die Hauptbestandteile von vielen Putzmitteln und Weichspülern sind kationische Tenside. Das Problemen bei diesen Tensiden ist jedoch, dass man beim Putzmittel-Shoppen nicht wirklich nachvollziehen kann, welche Tenside aus tierischen Fetten gewonnen werden und welche nicht. Das bedeutet: Wer mit herkömmlichen Putzmitteln putzt, schmiert sich unwissend tierischen kationischen Tenside in Form von Hühner- Rinder und Schweinefett in sein Haus. Doch auch Tenside, die nicht aus tierischen Bestandteilen gewonnen werden, sind nicht immer umweltfreundlich. Vor allem jene, die auf einer Erd- oder Palmölbasis hergestellt werden sind nicht nachhaltig, da hier begrenzte Ressourcen verarbeitet werden. Vor beiden Arten von Tensiden sollten also alle Halt machen, die auf Nachhaltigkeit achten und denen Veganismus am Herz liegt. Wurden die Tenside jedoch aus Pflanzen hergestellt, gibt es mit Blick auf deren problemlose Umweltverträglichkeit und Abbaubarkeit nichts zu meckern. Vor allem die Marke “Frosch” nutzt daher Tenside auf Basis europäischer Ölpflanzen wie beispielsweise Oliven, Sonnenblumen und Raps für ihre Reinigungsprodukte. Nur Produkte mit solchen Tensiden dürfen das europäische Umweltzeichen „Eco Label“ tragen. Die Suche nach dem herkömmlichen Label für vegane Produkte bringt bei Putzmitteln also nichts.

Was haben Schlachtabfälle in Putzmitteln verloren?

Schlachtabfälle werden in erster Linie weiterverarbeitet, da sie ein lukratives Nebenprodukt der Schlachterei sind und es tatsächlich günstiger ist, die Schlachtabfälle zu verwerten, anstatt sie zu entsorgen. Fett, Schmalz oder Galle von unterschiedlichen Tieren sorgen so für die Erzeugung einiger Tenside, die für unseren Frühjahrsputz unersetzlich sind.

Auf Grund ihrer günstigen Herstellung sind sie auch in vielen Zahncremes, Duschgels und anderen Kosmetikprodukten enthalten und werden nicht nur von vielen Veganer*innen unwissend benutzt. Aus dem Gewebe von Schlachttieren kann so beispielsweise auch Collagen hergestellt werden, das in vielen Cremes und Gesichtsmasken enthalten ist. Das liegt vor allem daran, dass tierische Inhaltsstoffe, wie beispielsweise die tierischen Tenside, oftmals günstiger als pflanzliche sind. So können höhere Gewinne erzielt werden.

Für Veganer*innen ist klar: Tierische Tenside, das geht gar nicht. Doch Gegenstimmen argumentieren, dass die Tiere ja sowieso geschlachtet werden und dann immerhin auch die Reste verwertet werden können. Auch, wenn diese Logik für die ein oder andere eventuell schlüssig ist: Durch einen Kauf von Pflegeprodukten mit tierischen Tensiden unterstützt du Massentierhaltung, wenn auch indirekt. Und diese ist nicht nur mit Blick auf das Tierleid, sondern auch auf die Co2-Bilanz alles andere als nachhaltig.

Doch keine Sorge. Mittlerweile gibt es im Zuge der Normalisierung des veganen Lifestyles immer mehr vegane Alternativen und damit auch vegane Reinigungsprodukte, Putz- und Waschmittel. Es gibt einige Marken von Putzmittelhersteller*innen, die ausschließlich vegane Produkte verkaufen. Bei anderen ist es stattdessen nur eine kleine Auswahl an tierleidfreien Produkten. Trotz dessen gibt es mittlerweile genug Alternativen für alle, für die Schlachtabfälle und Putzen einfach nicht zusammenpasst.

Mittlerweile gibt es einige vegane und nachhaltige Putzmittel (Bild:Pexels).

Hier gibt es vegane Reinigungsmittel mit pflanzlichen Tensiden 

  • Ecover
  • Frosch
  • Jean & Len
  • AlmaWin
  • Sodasan
  • Everdrop
  • Sonett
  • DenkMit
  • Klar
  • GEPA
  • Ecozone

Worauf sollte bei der Suche nach nachhaltigen Putzmitteln sonst geachtet werden?

Wo fließen unsere Wasch-, Spül- und Putzmittel eigentlich hin, nachdem wir sie benutzt haben? Richtig: In den Abfluss und damit wohl oder übel auch in unsere Gewässer. Zumindest gelangen durch chemikalische Reinigungshilfen massenhaft Schadstoffe in das Abwasser. Nachhaltig ist das nicht. Daher sollte beim Kauf von nachhaltigen Putz- und Waschmitteln auch darauf geachtet werden, dass möglichst keine schädlichen Stoffe verwendet werden. 

Das bedeutet auch, dass vegane Putzmittel nicht direkt nachhaltig sein müssen. Denn hier kommt es vor allem auf die Herkunft und biologische Abbaubarkeit der Substanzen an. Wie bereits oben erwähnt sollte man darauf achten, dass die Mittel nicht aus Palmöl bestehen. Denn Palmöl stammt aus nicht nachhaltigem Anbau und trägt zur Abholzung von Regenwaldbeständen bei. Auch Erdöl sollte auf Grund seiner Knappheit nicht als Ressource für Putzmittel verwendet werden. Wenn Erdölbestandteile in das Grundwasser gelangen, ist das zudem sehr schädlich für einige Organismen, die im Wasser leben.

Auch antibakterielle Inhalts- und Konservierungsmittel, die die Putzwirkung verstärken sollen, sind schädlich für die Umwelt, da sie schlecht biologisch abbaubar sind und sich so in der Umwelt anreichern. Auch Duftstoffe aus Putz- und Waschmitteln sind giftig für Wasserorganismen und nur sehr schwer abbaubar. Obwohl ein Großteil dieser Substanzen in der Kläranlage aus dem Abwasser herausgefiltert wird, gelangt ein Teil dieser in die Umwelt und ist dort nur noch schwer abbaubar.

Doch nicht nur beim Inhalt kommt es auf Nachhaltigkeit an. Auch die Verpackung spielt eine große Rolle, wenn man beim Putzen so nachhaltig und ressourcenschonend wie möglich vorgehen will. Denn dass herkömmliches Plastik kein großer Umweltfreund ist, überrascht niemanden mehr.

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Waschmittel ohne Plastikverpackung – bluu macht´s möglich

Die Gründer des Unternehmens bluu ärgerten sich vor ihrer Gründung oft über die riesigen Plastikkanister, in denen flüssiges Waschmittel meistens verpackt ist. So entschlossen sie sich dazu, an einer nachhaltigeren Alternative zu arbeiten. Daraus entstanden ist das Unternehmen bluu, welches umweltfreundliche Waschstreifen verkauft.

Waschstreifen sind kleine dünne papierartige Streifen, die beim Waschen einfach in die Waschmaschine gelegt werden. Sie bestehen aus nichtionischen und anionischen Tensiden, Wasser und Parfümstoffen und lösen sich während der Wäsche zu 100% auf. Sie sind vegan, ohne Mikroplastik und werden ausschließlich in Pappe verpackt.

Zu kaufen gibt es sie ohne Duft oder in der Geruchsrichtung „Alpenfrische“. Anwendbar sind sie bei einer Wassertemperatur zwischen 15 – 95 Grad Celsius, das gilt übrigens auch bei Handwäsche. Auch bei spezieller Wäsche wie z.B. bei Stoffwindeln oder atmungsaktiven Textilien funktionieren die Waschstreifen einwandfrei.

Die Waschstreifen von bluu (Bild: bluu).

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Nachfüllen statt neu kaufen

Reinigungsprodukte sind besonders umweltfreundlich, wenn sie biologisch abbaubar sind, im besten Fall zu 100 Prozent. Hier spielt vor allem die Verpackung eine große Rolle, denn diese landet nach der Benutzung auf den Müll und bleibt im schlimmsten Fall viele lange Jahre dort liegen, oder kann sich sogar nie ganz abbauen. Einen Ausweg aus dem Plastikhaufen verschaffen hier recycelte oder plastikfreie Verpackungen sowie umweltfreundliche Nachfüllsysteme. Mittlerweile haben einige Marken wie everdrop smarte Nachfüllsysteme, die Müll vermeiden und dir einen nachhaltigen Konsum erleichtern. 

Verpackungen zum Nachfüllen sparen Plastik (Bild: Pexels).

Das Besondere daran ist, dass das Produkt nicht in großen Plastikverpackungen im Supermarkt gekauft wird, sondern erst zuhause so richtig entsteht, soll heißen: Everdrop & andere Marken verkaufen kleine Tabletten, die man erst zuhause in dafür vorgesehen Verpackungen mit Wasser auflöst und dann benutzt. Dadurch, dass man die Tabletten in großen Packungen und die Flasche zum Sprühen einmalig kauft, spart man sich eine Menge Müll und auch Geld.

Nachhaltiges und veganes Putzen

… ist also eigentlich ziemlich leicht. Wer beim Einkaufen auf bestimmte Ökolabel achtet, oder sich unsere Liste als Inspiration nimmt, kann schon bald herkömmliche umweltschädliche Produkte mit nachhaltigen und veganen ersetzen.

 

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