Gesellschaft

Vegane Kondome, Sextoys und Co.

Nachhaltigkeit und Sex – Wie geht das zusammen? In erster Linie geht es beim Sex immer noch um den Spaß. Allerdings gibt es einige Mittel und Wege, um das eigene Liebesleben einfach umweltfreundlicher zu gestalten.

 

Nachhaltigkeit und Sex – Wie geht das zusammen? In erster Linie geht es beim Sex immer noch um den Spaß. Allerdings gibt es einige Mittel und Wege, um das eigene Liebesleben einfach umweltfreundlicher zu gestalten.

 

04.10.2021 | Ein Beitrag von Saphira Conradi | Bild: Womanizer Toys, Unsplash

Angefangen bei fair produzierter Unterwäsche, über natürliches Gleitgel, bis hin zu veganen Kondomen findet man mittlerweile viele Produkte, die ohne schädliche Chemikalien auskommen und lange halten. Dabei stehen sie ihren Konkurrenten in Optik und Gebrauch in keinster Weise nach. Auf Hingucker muss also nicht verzichtet werden. Im Gegenteil: Durch die hochwertige Verarbeitung wirken die Produkte optisch meist edler als die üblichen Sextoys oder Dessous. Wir beleuchten in diesem Beitrag verschiedene Bereiche, die zum Sex dazugehören und zeigen dir, wo man die most sexy Alternativen findet.

Ein guter Anfang: Nachhaltige Unterwäsche

Die passende Unterwäsche gehört beim Sex auf jeden Fall dazu. Mit ihr fühlen wir uns elegant, schön und sexy – und dieses Selbstbewusstsein strahlen wir auch aus. Noch dazu trägt man sie direkt auf der Haut. Nachhaltige und fair produzierte Unterwäsche fördert daher nicht nur den Umweltschutz, sondern ist auch besser für die eigene Gesundheit.

orangener bralette

Auf sexy Unterwäsche musst du nicht verzichten (Bild: Maeliss Demaison, Unsplash).

Denn bei der Produktion von Bio-Textilien wird auf die Verwendung von schädlichen Chemikalien verzichtet und es wird auf eine gute Qualität geachtet, damit das Wäschestück auch länge hält. Außerdem werden faire Produktionsbedingungen und Bezahlung sowie kurze Transportwege gewährleistet. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Hersteller von Biounterwäsche, welchen diese Prinzipien sehr wichtig sind. Sie zeigen, dass umweltfreundliche Wäsche nicht nur aus Feinripp-Baumwolle sein muss, sondern auch mit eleganten Schnitten und feinen Stoffen begeistern kann, die herkömmlichen Dessous in nichts nachstehen. Aber auch für Männer gibt es ein großes Angebot an nachhaltigen Boxershorts, für jeden Geschmack und in eleganten Designs.

Sextoys aus Holz

Liebesspielzeug aus Holz – das klingt erstmal irgendwie ungemütlich. Die meisten Sextoys bestehen aus Plastik. Das ist nicht wirklich gut für die Umwelt und kann durch die giftigen Stoffe im Plastik auch gesundheitsschädigend sein. Darüber hinaus können sich auf Plastikoberflächen schnell Bakterien ansiedeln, die schwierig zu entfernen sind. Sextoys aus Holz bestehen aus einem natürlich nachwachsendem Rohstoff und sind somit deutlich nachhaltiger als handelsübliche Produkte. Um die Öko-Bilanz noch weiter zu senken, verwenden viele Hersteller lediglich heimisches Holz. Zu Hygienebedenken bezüglich der Lackierung und der Waschbarkeit sagen sie, dass alle Stoffe im Lack gesundheitlich unbedenklich sind und die Toys besser waschbar seien, als die aus Plastik. Darüber hinaus versiegele die Lackierung das Holz und mache es feuchtigkeitsresistent. Neben Dildos stellen manche Firmen auch Liebeskugeln her, die auch zum Beckenbodentraining eingesetzt werden können. Diese Qualität hat natürlich ihren Preis – allerdings sind die Spielzeuge auch dazu gedacht, dem Benutzer für lange Zeit Freude zu bereiten. Mit der Zeit zahlt sich so ein hochwertiges hergestelltes Produkt also aus und verursacht gleichzeitig viel weniger Müll als minderwertige Produkte aus Plastik und Silikon.

Vegane Kondome und Intimpflege

Kondome sind wohl der am wenigsten nachhaltige Faktor beim Sex. Als Wegwerfprodukt konzipiert landen sie nach einer Benutzung schon im Müll und tragen damit zur Umweltverschmutzung bei. Leider lässt sich an dieser Tatsache erstmal nichts ändern. Verschiedene Anbieter setzen jedoch auf fairen Anbau und Weiterverarbeitung des Rohstoffs, aus dem Kondome gemacht werden: Kautschuk. Manche Hersteller wollen beispielsweise ihre Lieferketten für ihre Kunden transparenter machen und zeigen daher ihre Zusammenarbeit mit den Plantagenarbeiter*innen in Malaysia. So soll die Sensibilität der Kund*innen verstärkt auf den eigenen Konsum und dessen Auswirkungen auf andere Teile der Welt gelenkt werden. Neben fairer Bezahlung ist es ihnen wichtig, die Biodiversität auf den Plantagen zu erhalten, welche sonst oft als Monokulturen funktionieren. Andere bieten neben veganen, nachhaltig produzierten Kondomen zudem Gleitgele und Massageöle an. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gelen und Balsamen basieren diese auf natürlichen Inhaltsstoffen, wie Yams-Wurzel oder Kamille und sind darüber hinaus auf verschiedene Zielgruppen ausgerichtet. Spezielle Gele bestechen darüber hinaus mit wärmenden oder kühlenden Effekten. Alle Inhaltsstoffe sind außerdem nach höchsten Standards geprüft. Um die Qualität zu gewährleisten und die Lieferketten kurz zu halten werden die Produkte außerdem in Deutschland entwickelt und in der EU abgefüllt.

Nachhaltigkeit ist sexy!

All diese Produkte zeigen eins: Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr Filzpantoffeln und Jutebeutel. Dank veganer Kondome und nachhaltiger Unterwäsche wird es immer einfacher, das eigene Sexleben ohne großen Aufwand nachhaltiger zu gestalten. Oft sind die Alternativen zwar etwas preisintensiver als die Konkurrenz, dafür kann man sich aber sicher sein, dass man ein qualitativ hochwertiges Produkt erhält, was lange Freude bereitet bzw. zuverlässig tut was es soll. Nachhaltig einzukaufen macht auf diese Weise richtig Spaß und sorgt gleichzeitig für eine bewusstere Auswahl und Kaufentscheidung.

küssendes pärchen

Nachhaltigkeit ist sexy! (Bild: John Schnobrich, Unsplash).

Besonders bemerkenswert ist, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit mittlerweile auch in Bereichen wie dem der Sextoys oder Gleitgele umgesetzt wird. Denn gerade an den intimsten Stellen ist es wichtig auf schadstoffarme und natürliche Produkte zu achten, wenn man Wert auf seinen Körper legt. Gleichzeitig sorgst du für weniger Verschmutzung und förderst faire Arbeitsbedingungen, auch in entfernten Teilen der Welt. Wo es geht wird jedoch darauf geachtet, die Transport- und Produktionsketten so kurz und lokal wie möglich zu halten – denn auch die CO2-Bilanz stellt einen wichtigen Faktor der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes dar. Zusammen sorgen diese Produkte für ein rundum nachhaltiges Sexleben.

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                           Das könnte dich auch interessieren:  „Liebt euch doch wie ihr wollt“ – vegane Kondome & Co. von Loovara

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