Umweltfreundlich Bauen mit Holz
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Umweltfreundlich Bauen mit Holz

THEMENWOCHE UMWELTFREUNDLICH BAUEN | „Mit unserer Art zu bauen und zu wohnen beanspruchen wir die Umwelt immer mehr und gefährden damit die Existenzgrundlage vieler Lebewesen auf diesem Planeten“, heißt es von Seiten des Umweltbundesamtes. Umweltfreundliches Bauen ist doch dann die einzige Alternative, oder? Aber was bedeutet umweltfreundliches Bauen? Und welche Materialien werden dann eingesetzt?

THEMENWOCHE UMWELTFREUNDLICH BAUEN | „Mit unserer Art zu bauen und zu wohnen beanspruchen wir die Umwelt immer mehr und gefährden damit die Existenzgrundlage vieler Lebewesen auf diesem Planeten“, heißt es von Seiten des Umweltbundesamtes. Umweltfreundliches Bauen ist doch dann die einzige Alternative, oder? Aber was bedeutet umweltfreundliches Bauen? Und welche Materialien werden dann eingesetzt?

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29.03.2017 - ein Beitrag von Gessica Mirra, Bilder © www.pixabay.com

Umweltfreundliches Bauen und Wohnen bringt nachweislich viele Vorteile: es fördert die Gesundheit und Allergien können vermieden werden, da beispielweise kein Schimmel entsteht. Und natürlich trägt der Hauseigentümer geringere Energiekosten.

Ein umweltfreundliches Haus besteht aus den Naturbaustoffen Lehm, Stroh, Pflanzen, aus Natursteinen und Ziegeln. Auch zum Dämmen werden ausschließlich nachwachsende Rohstoffe wie Holzfaserdämmplatten, Flachsfasern, Hanffasern und Schafswolle verwendet. Zudem sind alle Materialien recycelbar. Die Fenster sind mehrfachisoliert und bestehen aus lokalen Hölzern anstatt aus Kunststoff. Die Bodenbeläge bestehen aus Kork, Holzparkett, aus regional gewachsenem Holz oder Linoleum. Die verwendeten Klebstoffe und Lacke sind auf Pflanzenbasis produziert, die Wände werden mit Naturfarben gestrichen. Der Strom wird durch die Solartechnik auf dem Dach gewonnen. Warmes Wasser wird mittels der thermischen Solaranlage erzeugt und bei Bedarf durch alternative Heizsysteme, wie Geothermie und Pelletheizung, ergänzt. Eine Dachbegrünung wirkt sich außerdem positiv auf das Klima im Haus aus: Im Winter schützt sie gegen Kälte, im Sommer sorgt sie für angenehme Temperaturen in den Wohnräumen.

Ökologisch Bauen mit Holz

Als ökologischer Grundbaustoff eignet sich Holz durch eine Vielzahl von Gründen: Holz ist umweltfreundlich, chemiefrei, allergenfrei und schließt somit Ausgasungen von Schadstoffen aus. Aus Holz können Elemente für Dachstuhl, Wände und Decken entstehen.
Das ökologische Bauen mit Holz endet aber nicht beim Innenausbau, denn der Öko-Baustoff Holz kann noch mehr: Bestimmte Vollholzarten eignen sich auch zur Fassadengestaltung und unterstreichen damit nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb den Nachhaltigkeitsgedanken.

Beim ökologischen Bauen punkten insbesondere auch natürliche Fußbodenbeläge aus Holz. Es sind beispielsweise Parkett- oder Dielenböden.  Ein Linoleumbelag ist extrem strapazierfähig und gleichzeitig pflegeleicht. Es gibt ihn mittlerweile in den unterschiedlichsten Farben und Optiken. Im Trend sind in diesem Jahr Bodenbeläge aus Kork. Sie sorgen für einen warmen und elastischen Fußboden, der auch für Allergiker geeignet ist.


Für Häuser mit einer guten Wärmedämmung und einem geringen Heizenergieverbrauch senkt eine CO2-neutrale Holzheizung insbesondere den Primärenergiebedarf. Ein wassergeführter Holzofen eignet sich, wie auch eine Pelletheizung, insbesondere für die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage. Zudem sind sowohl die Anschaffungs- als auch die Betriebskosten von Holzheizungen sehr gering.

Dachbegrünung

Auch bei der Wahl der Außengestaltung eines Hauses kann ein ökologisches Bauen stets im Hauptaugenmerk liegen, mit einer Dachbegrünung oder einer Erdanschüttung beispielsweise. Eine Dachbegrünung weist gegenüber gebräuchlichen Dachbedeckungen eine Reihe von Vorteilen auf: Sie ist schön anzusehen, verbessert die Luft, hält in gewissem Umfang Niederschläge zurück, sie gleicht Temperaturschwankungen aus und sie verlängert die Lebensdauer des Daches.
Ausschlaggebend für den Aufbau der Dachbegrünung ist die Dachneigung. Am einfachsten zu realisieren ist eine Dachbegrünung bei einer Neigung zwischen 5 und 15 %. Hier müssen keine baulichen Vorkehrungen gegen das Abrutschen des Substrates erfolgen und es wird keine besondere Dränschicht zur Vermeidung von Staunässe benötigt.
Der Aufbau einer Dachbegrünung beinhaltet eine wasserdichte Schicht, einen Durchwurzelungssschutz - eine wasserableitende Schicht - sowie das entsprechende Bodensubstrat. Anschließend kann das Dach mit Wildgräsern, Wildkräutern oder Moosen begrünt werden.

In dieser Woche folgen im Rahmen der Themenreihe "Umweltfreundliches Bauen" Interviews mit Baufirmen und Bauberatern. Sie werden ihre (Fertig-) Häuser-Konstruktionen und mögliche Bau-Trends der Zukunft vorstellen.



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