Sorgenkind Bluejeans: Doch es geht auch nachhaltig
Gesellschaft

Sorgenkind Bluejeans: Doch es geht auch nachhaltig

Der allseits beliebte Modeklassiker, die Bluejeans, ist leider nicht gerade als ein umweltfreundliches und faires Produkt bekannt. Ladenzeile.de hat sich diesem aktuellen Thema gewidmet und interessante Fakten grafisch in einer übersichtlichen Infografik zusammengestellt.

Der allseits beliebte Modeklassiker, die Bluejeans, ist leider nicht gerade als ein umweltfreundliches und faires Produkt bekannt. Ladenzeile.de hat sich diesem aktuellen Thema gewidmet und interessante Fakten grafisch in einer übersichtlichen Infografik zusammengestellt.

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15.10.2018

Unglaublich viele Ressourcen und Chemikalien werden dafür verwendet, den begehrten Denimstoff herzustellen, zu färben oder mit tollen Designs zu versehen. Bei den unterschiedlichen Herstellungsprozessen wird die Gesundheit der Arbeiter gefährdet sowie die Umwelt dauerhaft geschädigt. Keine erfreuliche und wünschenswerte Bilanz für ein Produkt, welches in so gut wie jedem Kleiderschrank hängt. Doch es gibt gute Nachrichten, denn das Kleidungsstück wird mittlerweile auf nachhaltigem Wege hergestellt, um Mensch und Umwelt zu schonen und eine bessere Umweltbilanz zu gewährleisten. Ladenzeile.de hat sich diesem aktuellen Thema gewidmet und interessante Fakten grafisch in einer übersichtlichen Infografik zusammengestellt. Dabei geht es um die Herstellungsprozesse von Jeans, alternative Methoden zur Produktion sowie Tipps und Tricks, die dem Käufer dabei helfen sollen, sich selbst im Alltag für Nachhaltigkeit einzusetzen.

 

Gefährliche Jeansproduktion

Auch wenn so gut wie jeder von uns eine Jeans im Schrank zu hängen hat, wissen viele Menschen nicht, wie ihr modischer Liebling eigentlich hergestellt wird. Vor allem die Baumwollproduktion stellt ein großes Umweltproblem dar. Der Verbrauch von 35% der jährlichen Baumwollproduktion insgesamt und der damit zusammenhängende Aufwand von 10,000 Liter Wasser für ein Kilo Baumwolle zeigen das Ausmaß der benötigten Ressourcen. Viele Chemikalien und Pestizide werden dazu verwendet um die Baumwollpflanzen resistenter zu machen. Denn die riesige Nachfrage an Denimstoff ebbt nicht ab. Das Färben und Designen von Jeansstoff stellt ein weiteres Problem dar: Die Arbeiter sind gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt, welche dauerhaft schaden können. Verfahren wie z. B. das Sandstrahlen lösen schwere Lungenkrankheiten aus und sind unheilbar. Ferner werden beim Färben mit „Indigo“ Schwermetalle und Chemikalien wie Kupfer, Blei oder Cadmium verwendet. Doch glücklicherweise hat ein Umdenken begonnen und das Bewusstsein für nachhaltige und faire Mode ist in den letzten Jahren bei den Konsumenten und in der Modeindustrie gestiegen. Es wurden Wege gefunden, wie eine Jeans auch nachhaltig und fair produziert werden kann und dabei auch noch stylish aussieht.

 

Die Modeindustrie geht neue Wege

Das allmähliche Umdenken in der Modeindustrie führt zu neuen, innovativen Prozessen, welche gut für Mensch und Umwelt sind. Mit der Sichtung der Umweltsünden und den Problemen haben vor allem junge Fashion Labels und Hersteller, wie Patagonia, Organic Basics, Finisterre und viele mehr dafür gesorgt die Verwendung von Pestiziden und Wasser drastisch zu senken. Schädlingsresistentere Baumwollpflanzen zu nutzen und den Anbau in geeigneteren Gebiete zu verlagern. Auch das Färben und das Designen werden nachhaltig gestaltet: Natürliche Farberhaltungs-Methoden sowie Alternativen zu herkömmlichen Färbungen leisten hier ihren Beitrag. Der Gebrauch von Lasern, um einen Whisker-Effekt zu erzielen oder die Verwendung von Enzymen, um die Indigo-Farbe zu verändern, sind dabei nur zwei von vielen alternativen Methoden.

 

Langzeitbeziehungen und gute Pflege lohnen sich

Als Konsument hat man natürlich stets die Wahl, welches Produkt man aus einer Vielzahl von Artikeln wählt und worauf man bei der eigenen Kaufentscheidung den Fokus legt. Immer mehr Foren, Zeitungen und Blogs informieren über nachhaltige Produktionsprozesse, was sicherlich ein guter Anfang ist. Wer also selbst seinen Beitrag leisten möchte, kann das Thema nachhaltige Mode genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob nicht die nächste Lieblingssjeans aus einem nachhaltigen Herstellungsprozess entspringt. Das Angebot ist mittlerweile sehr groß und für jeden Geschmack und Geldbeutel passend. Übrigens: Wer seine Kleidung regional kauft, reduziert auch gleichzeitig noch den CO2-Ausstoß. Auch Secondhandläden sind angesagt und bieten eine Vielzahl an Kleidung, Schuhen und Accessoires an. Denn nicht alles muss neu gekauft werden und besonders Jeans haben bei guter Pflege eine lange Lebensdauer. Jeanshosen sollten so selten wie möglich gewaschen werden, d. h. wirklich nur, wenn sie dreckig sind. Gegen kleine Flecken oder zur Auffrischung hilft eine kurze Handwäsche mit etwas kaltem Wasser und einem milden Waschmittel. Die Jeans am besten auf links drehen, das schont die Farbe und die Waschung. Natürlich kommt irgendwann der Tag, an dem auch die beste Jeans ihr Leben ausgehaucht hat. Doch auch das ist umwelttechnisch kein Problem: Einfach die Hose zum Recycling geben. Dort wird der Stoff weiterverarbeitet und leistet so auch noch einen guten Beitrag. Und wer mal einen Fehlkauf gelandet hat, muss sich auch nicht grämen: In Läden sowie im Internet gibt es genug Möglichkeiten das Kleidungsstück an jemanden weiter zu verkaufen, zu tauschen oder auch zu verschenken.

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