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Gesellschaft

Sorgenkind Bluejeans: Doch es geht auch nachhaltig

Der allseits beliebte Modeklassiker, die Bluejeans, ist leider nicht gerade als ein umweltfreundliches und faires Produkt bekannt. Alles über die Herstellung und die nachhaltige Option einer solchen Jeans, findest du in diesem Beitrag. 

Der allseits beliebte Modeklassiker, die Bluejeans, ist leider nicht gerade als ein umweltfreundliches und faires Produkt bekannt. Alles über die Herstellung und die nachhaltige Option einer solchen Jeans, findest du in diesem Beitrag. 

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09.10.2020 | Ein Beitrag von Tabea Dammann

Unglaublich viele Ressourcen und Chemikalien werden dafür verwendet, den begehrten Denimstoff herzustellen, zu färben oder mit tollen Designs zu versehen. Bei den unterschiedlichen Herstellungsprozessen wird die Gesundheit der Arbeiter*innen gefährdet und die Umwelt dauerhaft geschädigt. Keine erfreuliche und wünschenswerte Bilanz für ein Produkt, welches in so gut wie jedem Kleiderschrank hängt. Doch es gibt gute Nachrichten, denn das Kleidungsstück wird mittlerweile auf nachhaltigem Wege hergestellt, um Mensch und Umwelt zu schonen und eine bessere Umweltbilanz zu gewährleisten. Mitunter hat sich Ladenzeile.de diesem aktuellen Thema gewidmet und interessante Fakten in einer übersichtlichen Infografik zusammengestellt (siehe unten) Dabei geht es um die Herstellungsprozesse der Jeans, alternative Methoden zur Produktion sowie Tipps und Tricks, die dem Käufer dabei helfen sollen, sich selbst im Alltag für Nachhaltigkeit einzusetzen.

Gefährliche Jeansproduktion

Auch wenn so gut wie jeder von uns eine Jeans im Schrank hängen hat, wissen viele Menschen nicht, wie ihr modischer Liebling eigentlich hergestellt wird. Vor allem die Baumwollproduktion stellt ein großes Umweltproblem dar. Der Verbrauch von 35% der jährlichen Baumwollproduktion und der damit zusammenhängende Aufwand von 10,000 Liter Wasser für ein Kilo Baumwolle zeigen das Ausmaß der benötigten Ressourcen. Viele Chemikalien und Pestizide werden dazu verwendet, die Baumwollpflanzen resistenter zu machen. Denn die riesige Nachfrage an Denimstoff ebbt nicht ab. Das Färben und Designen von Jeansstoff stellt ein weiteres Problem dar: Die Arbeiter sind gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt, welche dauerhaft schaden können. Verfahren wie z. B. das Sandstrahlen lösen schwere Lungenkrankheiten aus und sind dazu noch unheilbar. Ferner werden beim Färben mit „Indigo“ Schwermetalle und Chemikalien wie Kupfer, Blei oder Cadmium verwendet.

Doch glücklicherweise hat ein Umdenken begonnen. Das Bewusstsein für nachhaltige und faire Mode ist in den letzten Jahren bei den Konsumierenden sowie in der Modeindustrie gestiegen. Es wurden Wege gefunden, wie eine Jeans auch nachhaltig und fair produziert werden kann und dabei immer noch stylish aussieht. Somit gibt es eine ganze Liste an nachhaltigen Alternativen für deinen Jeanskauf!

Die Modeindustrie geht neue Wege

Das allmähliche Umdenken in der Modeindustrie führt zu neuen, innovativen Prozessen, welche gut für Mensch und Umwelt sind. Mit der Sichtung der Umweltsünden und den Problemen haben vor allem junge Fashion Labels und Hersteller wie Patagonia, Organic Basics, Finisterre und viele mehr dafür gesorgt, die Verwendung von Pestiziden und Wasser drastisch zu senken. Weiterhin werden schädlingsresistentere Baumwollpflanzen genutzt und der Anbau in geeignetere Gebiete verlagert. Auch das Färben und das Designen werden nachhaltig gestaltet: Natürliche Farberhaltungs-Methoden sowie Alternativen zu herkömmlichen Färbungen leisten hier ihren Beitrag. Der Gebrauch von Lasern, um einen Whisker-Effekt zu erzielen oder die Verwendung von Enzymen, um die Indigo-Farbe zu verändern, sind dabei nur zwei von vielen alternativen Methoden.

Langzeitbeziehungen und gute Pflege lohnen sich

Als Konsument hat man natürlich stets die Wahl, welches Produkt man aus einer Vielzahl von Artikeln wählt und worauf man bei der eigenen Kaufentscheidung den Fokus legt. Immer mehr Foren, Zeitungen und Blogs informieren über nachhaltige Produktionsprozesse, was sicherlich ein guter Anfang ist. Wer also selbst seinen Beitrag leisten möchte, kann das Thema nachhaltige Mode genauer unter die Lupe nehmen und schauen, ob nicht die nächste Lieblingssjeans aus einem nachhaltigen Herstellungsprozess entspringt. Das Angebot ist mittlerweile sehr groß und für jeden Geschmack und Geldbeutel passend. Übrigens: Wer seine Kleidung regional kauft, reduziert auch gleichzeitig noch den CO2-Ausstoß. Auch Secondhandläden sind angesagt und bieten eine Vielzahl an Kleidung, Schuhen und Accessoires an. Denn nicht alles muss neu gekauft werden und besonders Jeans haben bei guter Pflege eine lange Lebensdauer. Jeanshosen sollten so selten wie möglich gewaschen werden, d. h. wirklich nur, wenn sie dreckig sind. Gegen kleine Flecken oder zur Auffrischung hilft eine kurze Handwäsche mit etwas kaltem Wasser und einem milden Waschmittel. Die Jeans am besten auf links drehen, das schont die Farbe und die Waschung. Natürlich kommt irgendwann der Tag, an dem auch die beste Jeans ihr Leben ausgehaucht hat. Doch auch das ist umwelttechnisch kein Problem: Einfach die Hose zum Recycling geben. Dort wird der Stoff weiterverarbeitet und leistet so auch noch einen guten Beitrag. Und wer mal einen Fehlkauf gelandet hat, muss sich auch nicht grämen: In Läden sowie im Internet gibt es genug Möglichkeiten, das Kleidungsstück an jemanden weiter zu verkaufen, zu tauschen oder auch zu verschenken.

Wohin mit meiner Lieblingsjeans?

Es gibt außerdem viele Projekte, die deiner Lieblingsjeans einen neuen Sinn schenken. So hat auch dieses Jahr Kiss the inuit dieses Jahr eine neue Kampagne gestartet: 10.000 Jeans. Dabei wurde aus unzähligen alten, aber trotzdem geliebten Jeansmodellen von Kölnern und Kölnerinnen, schöne Pullis hergestellt. Zwar ist deine Jeans anschließend keine Jeans mehr, aber als Sweater eignet sich der Stoff ebenfalls sehr. Die Idee wurde aber nicht nur ins Leben gerufen, um der Verschwendung tausender Kökner-Jeans entgegenzuwirken. Gleichzeitig zeigt die Kampagne, wie sinvoll es ist, Textilien zu recyceln. Somit kann man immernoch beim Iglu in Köln seine alten Jeans abgeben, um ihnen ein neues Leben zu schenken. 



Gut informiert in den Jeanskauf

Recyceln ist eine sehr schöne Lösung, um mit seinen alten Jeans umzugehen. Trotzdem ist ein informierter Kauf unumgänglich. Mit der Infographik von Ladenzeile.de kann gar nichts mehr schiefgehen. Behalte immer im Auge: Auch wenn dein begehrtes Kleidungsstück nicht unbedingt nachhaltig ist, sollte man die Suche nicht sofort aufgeben. Nachhaltige Alternativen findest wie Sand am Meer. Weitere Informationen findest du auch auf der Webseite nachhaltige-Mode.de.


Um nun die perfekte Bio-Jeans zu finden, lies dir diesen Beitrag durch: 7 moderne Bio-Jeans für deinen nachhaltigen Kleiderschrank

Schau gerne bei uns auf Instagram vorbei, um dich von den schönsten Kleidungsstücken inspirieren zu lassen: LifeVERDE oder nachhaltigemode.de

Bildquellen: Pexels und Ladenzeile



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