Solarstrom selbst erzeugen und bares Geld sparen
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Solarstrom selbst erzeugen und bares Geld sparen

Mit selbst erzeugtem Solarstrom kann nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel geschont werden. Die Anschaffung einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann sich also durchaus lohnen.

<p>Mit selbst erzeugtem Solarstrom kann nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel geschont werden. Die Anschaffung einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann sich also durchaus lohnen.</p>
28.08.2016

Selbst erzeugter Solarstrom – umweltfreundlich bei hoher Rendite

Seit 2014 sinken die Strompreise wieder leicht. Doch Ende dieses Jahres könnten die Preise wieder merklich ansteigen. Grund dafür sind die gestiegenen Netzentgelte und die EEG-Umlage. Eine durchaus rentable Alternative zu den Grundversorgern stellt eine eigene Photovoltaik-Anlage zur eigenen Produktion und Nutzung von Solarstrom dar. Sinkende Anschaffungskosten, hohe Renditemöglichkeiten und eine durchaus positive Klimabilanz machen Photovoltaik-Anlagen vor allem für private Haushalte immer attraktiver.

Solarstrom erzeugen und speichern

Für die Erzeugung von Solarstrom werden Photovoltaik-Module in Kombination mit einem Wechselrichter eingesetzt. Letzterer ist notwendig, da erzeugter Solarstrom gleichgerichtet ist und vor der Einspeisung ins heimische Netz zu Wechselstrom umgewandelt werden muss. Private Haushalte können die Photovoltaik-Module auf vorhandenen Freiflächen installieren, meistens werden dafür Dachflächen, seltener Rasenstücke genutzt. Das Problem von Solarstrom war bis vor einigen Jahren, dass er nicht effizient gespeichert und flexibel genutzt werden konnte. Es war lukrativer, den selbst produzierten Solarstrom ins Netz einzuspeisen und von den Vergütungen zu profitieren. Mittlerweile jedoch wurden die Einspeisevergütungen beinahe halbiert. Zudem sind Speichermodule technisch immer weiter fortgeschritten und somit effizienter und vor allem rentabler geworden. Vor allem dadurch nimmt die Eigennutzung bei den Anlagenbetreibern rasant zu. Der große Vorteil von Speichersystemen liegt in ihrer Flexibilität. Erzeugter Solarstrom wird sofort gespeichert und zu 100 Prozent privat verbraucht. Entsteht ein Überschuss an Energie, wird diese automatisch ins öffentliche Netz eingespeist und die Betreiber profitieren von Einspeisevergütungen. Ein umfassender Ratgeber zum Thema selbst erzeugter Solarstrom findet sich unter anderem auf den Wohnglück-Seiten von Schwäbisch Hall.

Solarstromanlagen versprechen hohe Renditen

Die Strompreise sind seit der Jahrtausendwende zunächst kontinuierlich gestiegen. Kostete die Kilowattstunde 2000 im Bundesdurchschnitt noch 13,94 Cent, so lag ihr Preis im Jahr 2014 bereits bei 29,13 Cent. Das Entspricht einer Kostensteigerung von über 100 Prozent. Und auch wenn seit 2014 die Strompreise wieder ganz leicht auf 28,69 Cent pro Kilowattstunde gesunken sind, so ist ein Fortschreiten der kontinuierlichen Preiserhöhungen bereits dieses Jahr abzusehen. Schuld daran tragen die gestiegenen Netzentgelte und die EEG-Umlage, die bereits zu ersten Preiserhöhungen bei den Grundversorgern führten.

Die Anschaffung einer eigenen Photovoltaik-Anlage kann sich finanziell also durchaus lohnen. Seit einigen Jahren sinken die Preise für kristalline Photovoltaik-Module in Relation zu ihrer Leistung leicht aber kontinuierlich. Und auch Speichersysteme werden immer günstiger in der Anschaffung, zumal die KfW-Bank Förderprogramme für Speichermodule anbietet. Auch die Finanzierungskosten sind aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus sehr günstig und die jährlichen Betriebskosten (Versicherung, Wartung, Reparatur) betragen nur 1 Prozent der Anschaffungskosten. Aufgrund der immer niedrigeren Einspeisevergütung durch die EEG lohnt es sich kaum noch, den selbst produzierten Solarstrom ins Netz zu speisen. Die Rendite liegt dann bei fast 0 Prozent. Wird der Solarstrom jedoch selbst verbraucht, steigt auch die Rendite, und die Amortisationszeit verringert sich um mehrere Jahre. Wird etwa nur ein Drittel des Solarstroms selbst verbraucht, liegt die jährliche Einsparung bei etwa 500 Euro und die Rendite bei knapp über 5 Prozent. Bei einem Eigenverbrauch von 100 Prozent liegt diese wesentlich höher. Die Berechnung dazu ist allerdings schwierig, da auch Anschaffungskosten und Kapazität der eingesetzten Speichermodule mit berücksichtig werden müssen.

Mit weniger CO2 die Umwelt schonen

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Umweltfreundlichkeit von eigenen Solar-Anlagen. Photovoltaikanlagen emittieren während der Nutzung keine schädlichen Stoffe. So kann eine Dachanlage mit Südausrichtung über 3.000 kg CO2 im Jahr im Vergleich zu Strom aus fossilen Brennstoffen einsparen. Lediglich bei Herstellung und Entsorgung der Anlage werden CO2 und andere Emissionen freigesetzt. Doch laut einer Berechnung des Fraunhofer Instituts von 2016 erzeugen heute hergestellte Photovoltaik-Anlagen während ihrer Nutzungszeit 10-mal mehr Energie, als für ihre Produktion benötigt wurde. Allein im Jahr 2012 konnte durch die Nutzung von 28 TWh Photovoltaik-Strom 18,6 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden. Solarstrom unterstützt also effektiv die Senkung des CO2-Ausstoßes.





Kommentare
Kommentare
TheDunnow
26.08.2016
Strom erzeugen mit Solar ist eine Seite der Komponente. Doch es lohnt sich auch in die Isolierung des Hauses zu investieren. Ich habe kürzlich mit einer Wärmebildkamera alles abgeleuchtet und viele "Lecks" gefunden. Seit ich das repariert habe spare ich viel Geld. Je billiger Solar weiter wird, desto interessanter für Häuslebauer :-)

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