Studie: Reiche Menschen lügen und betrügen mehr
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Studie: Reiche Menschen lügen und betrügen mehr

Eine psychologische Studie der Elite-Universität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien hat ergeben, dass finanziell Abgesicherte eher zum Lügen und Betrügen tendieren.

Eine psychologische Studie der Elite-Universität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien hat ergeben, dass finanziell Abgesicherte eher zum Lügen und Betrügen tendieren.

dts Nachrichtenagentur - Bildquellenangabe: Joachim Kirchner / pixelio.de

Berkeley (dts Nachrichtenagentur) - Eine psychologische Studie der Elite-Universität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien hat ergeben, dass finanziell Abgesicherte eher zum Lügen und Betrügen tendieren.

\"Es ähnelt einem sich selbst erfüllenden Kreislauf, bei dem die Förderung von eigenen Interessen den Status in der Gesellschaft erhöht, wodurch die Bereitschaft, sich unethisch zu verhalten, gefördert wird\", erklärt der Sozialpsychologe Paul Piff die erforschten ethischen Wechselwirkungen.

In Experimenten, die in einer natürlichen Umgebung stattfanden, ging es um Fairness im Straßenverkehr, das Lügen in Verhandlungen, stehlen, sich bestechen lassen, Kunden zu hoch zu berechnen und bei Geldspielen zu betrügen. \"Wir können die tatsächliche Bereitschaft, sich unethisch zu verhalten, messen\", führt Piff aus. Seine Tests ergaben, dass unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie, Religion oder politischer Orientierung Individuen einer höheren sozialen Schicht eine andere Wahrnehmung entwickeln als Angehörige einer ärmeren Schicht. Sie hätten durch größere materielle und zeitliche Ressourcen größere Spielräume, sich unethisch zu verhalten. Piff differenziert jedoch, dass Selbstinteresse in einem gewissen Maß nicht als negativ zu bewerten, sondern einzig zügellose Egozentrik unethisch sei. \"Die Reichen sind nicht notwendigerweise schlecht. Sie müssen nur daran erinnert werden\", warnt Piff vor Verallgemeinerungen.



Kommentare
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Effizienzfreak
03.03.2012
Hmmm.. Die AUsnahme bestätigt zwar die Regel, aber ich war bis jetzt allgemein der Auffassung, gerade wer geringe materielle Resourcen zur Verfügung hat, muss in aller Regel erst mal sehen wo er bleibt. da ist Ellbogendenken doch eher vorprogrammiert.

Bezg sich das nur auf die US-Gesellschaft? den dort sind ja gerade under den häufig vorkommenden Kapitalismusextremisten Egoismus und Profitmotivation nicht nur weit verbreitet sondern sogar noch lobenswerte Tugenden!

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