ReCommerce vereint Konsum und Nachhaltigkeit
Gesellschaft

Re-Commerce vereint Konsum und Nachhaltigkeit

Gebraucht statt neu ist momentan so richtig angesagt und davon profitiert derzeit vor allem der deutsche Re-Commerce. Das Grundprinzip hinter der wachstumsstarken Branche ist simpel.

Gebraucht statt neu ist momentan so richtig angesagt und davon profitiert derzeit vor allem der deutsche Re-Commerce. Das Grundprinzip hinter der wachstumsstarken Branche ist simpel.

30.03.2015 - Bild: RyanMcGuire / pixabay.com

Wer der Umwelt etwas Gutes tun und deshalb so nachhaltig wie möglich leben möchte, hat es inmitten der Konsumgesellschaft oft nicht leicht. Umso erfreulicher ist der Erfolg des Re-Commerce-Modells, das in Deutschland derzeit absolut im Trend liegt.

Das Geschäftsmodell

Gebraucht statt neu ist momentan so richtig angesagt und davon profitiert derzeit vor allem der deutsche Re-Commerce. Das Grundprinzip hinter der wachstumsstarken Branche ist simpel. Ein Online-Händler kauft gebrauchte Waren über seine Internetseite an, bereitet sie für den Verkauf wieder auf und bietet sie schließlich in seinem eigenen Online-Shop oder über ähnliche Verkaufskanäle im Internet zu günstigen aber gewinnbringenden Preisen an. Im Grunde genommen funktioniert Re-Commerce also ähnlich wie der traditionelle Handel mit gebrauchten Produkten, wie man ihn bereits vom örtlichen Gebrauchtwarenhändler kennt. Und doch hat die neue Variante des Klassikers etwas, das den Kauf und Verkauf von Gebrauchtem für viele Leute überhaupt erst reizvoll macht. Ganz im Sinne des herkömmlichen Online-Handels funktioniert auch der Re-Commerce vor allem schnell, bequem und sicher, und wird deshalb verstärkt als echte Alternative zum Neukauf wahrgenommen. Wer etwas zu verkaufen hat, kann es binnen weniger Minuten zu Geld machen, und wer günstig etwas Gebrauchtes einkaufen möchte, legt es ganz einfach in den Warenkorb im Re-Commerce-Shop und lässt es per Post direkt an die Haustür liefern.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz fördern mit Re-Commerce

Vielen Leuten, die vermehrt auf Gebrauchtes setzten, liegt vor allem der schonende und verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen am Herzen. Dadurch, dass einwandfreie Produkte eine zweite Chance erhalten, werden wertvolle Rohstoffe, Energie und Wasser eingespart. Denn ein einmal hergestellter Artikel, der durch mehrere Hände geht und damit überdurchschnittlich lange in Verwendung bleibt, verschwendet nicht unnötig Materialien. Lediglich die im Vergleich verschwindend geringe Summe an Energie und Ressourcen, die für das Lagern und Versenden des Artikels anfallen, müssen so noch aufgewendet werden. Und auch die CO2-Bilanz fällt günstiger aus, wenn weniger neu produziert und mit dem Containerschiff um den halben Globus transportiert werden muss. Für konsumkritische Menschen bietet sich hierin also zumindest in einigen Bereichen eine attraktive Möglichkeit, den scheinbar ausweglosen Kreislauf aus Kaufen und Wegwerfen zu durchbrechen.

Bei manchen Anbietern dürfen Kunden sogar ihre defekten und bis zur Unbrauchbarkeit hin abgenutzten Waren mit ins Paket legen, wenn sie etwas an den Re-Commerce-Händler verkaufen. Dieser sammelt die unverwertbaren Reste und übergibt sie an Partnerunternehmen, die sich auf die fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung oder Wiederaufbereitung der entsprechenden Rohstoffe spezialisiert haben. So setzt sich die Idee des nachhaltigen Konsums im gesamten Lebenszyklus des Produkts fort. Noch deutlicher wird der nachhaltige Ansatz der Branche darin, dass einige Anbieter sogar einen Teil ihrer Erlöse in soziale und umweltfördernde Projekte investieren, die Natur und Gesellschaft zugutekommen. Die Engagements reichen von der Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerks über Spenden an die Naturschutzorganisation WWF bis hin zu konkreten, individuellen Projekten. Ein schönes Beispiel dafür, wie das Miteinander aus Konsum und Nachhaltigkeit aussehen kann, ist die Aktion "Aus alt mach Baum!" von momox.de, bei der die Erlöse aus allen recycelten Artikeln komplett einem gemeinnützigen Projekt zugutekommen, das deutschlandweit die Aufforstung von Waldgebieten vorantreibt.

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