Mobil in Deutschland e.V. zum Tempolimit
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Mobil in Deutschland e.V. zum Tempolimit

Nichts spricht dafür, vieles dagegen! Auch das Argument Klimaschutz trägt die Einführung eines Tempolimits nicht.

Nichts spricht dafür, vieles dagegen! Auch das Argument Klimaschutz trägt die Einführung eines Tempolimits nicht.

Pressemitteilung Mobil in Deutschland e.V. vom 08.05.2013; Bildquelle: Verena N.-pixelio.de

Sigmar Gabriel von der SPD kündigte in der Rheinischen Post seine Unterstützung für das von den Grünen in Aussicht gestellte generelle Tempolimit 120 auf deutschen Autobahnen an. Die EU fordert fast zeitgleich bis 2014 eine entsprechende elektronische Drosselung für Transporter. Mobil in Deutschland e.V. setzt sich bereits seit Anfang 2008 online und in der Presse gegen ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen ein.

Das geplante Limit ist nur ein weiteres Beispiel für reine Zeigefinger-Ideologie ohne logisch argumentierbare und in korrektem Maßstab stehende Vorteile und darf auf keinen Fall eingeführt werden. Gabriel spricht von einer Verringerung der Zahlen der Unfalltoten: Die Unfallzahlen in Deutschland sind so niedrig wie noch nie. Unsere Autobahnen sind die sichersten der Welt. Pro 1 Mrd. Fahrzeugkilometer kommen auf deutschen Auto-bahnen 3 Personen ums Leben. In Österreich, wo maximal 130 km/h vorgeschrieben sind, sterben z.B. pro 1 Milliarde Fahrzeugkilometer mit 4,8 Personen sogar mehr Personen. Ähnliches gilt für die USA und Belgien: Strikte Höchstgeschwindigkeiten und wesentlich mehr Verkehrstote. Es geht sogar anders herum: Dass Unfall-zahlen durch zu niedrig angesetzte Tempobegrenzungen tatsächlich ansteigen können, hat eine Studie des U.S. Department of Transportation aus dem Jahre 1992 gezeigt.
Internationale Gutachten und Studien bestätigen: Deutschlands Autobahnen sind unter den sichersten in Europa. Auch das Argument Klimaschutz trägt die Einführung eines Tempolimits nicht. Maximal 0,3% CO2 könnten damit eingespart werden. Unter dem Strich also ein „Null Effekt“. Ähnliches gilt für den Lärm.

Nichts spricht dafür – vieles dagegen.

In Wirklichkeit geht es hier wieder mal nicht darum, sinnvolle Gesetzesänderungen zu bewirken, sondern da-rum, bekannte Feindbilder für die Wählerschaft zu bedienen und letzten Endes, Geld einzunehmen und voraus-schauendes, dem Verkehrsfluss angemessenes Fahrverhalten zu kriminalisieren. Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland e.V., hierzu: „Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund. Die Grünen waren zuerst da, jetzt aber zieht die SPD kräftig nach. Nach der nächsten Bundestagswahl soll es dann kommen, das Tempoli-mit. Das ist ein typisches Beispiel für rot-grüne Politik: Hauptsache, man kann anderen etwas vorschreiben. Dass die Sinnhaftigkeit dann am Ende nicht gegeben war, interessiert nach der Wahl niemanden mehr.“


Mobil in Deutschland e.V.
Elsenheimer Straße 53
80687 München
T: +49 89 9213 007-0
F: +49 89 9213 007-77
www.mobil.org 



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