NachhaltgkeitsMesse FAIR FRIENDS 2016
Gesellschaft

Nachhaltgkeits-Messe FAIR FRIENDS 2016

„Die FAIR FRIENDS ist konzipiert als Marktplatz und Kommunikations-Plattform für nachhaltig sowie fair orientierte Produkte, Dienstleistungen Lebens- und Unternehmensmodellen“, so Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH.

<p>„Die FAIR FRIENDS ist konzipiert als Marktplatz und Kommunikations-Plattform für nachhaltig sowie fair orientierte Produkte, Dienstleistungen Lebens- und Unternehmensmodellen“, so Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH.</p>
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06.07.2016 - Bilder © Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH

UMWELTHAUPTSTADT.de: Frau Loos, die nachhaltige Messe FAIR FRIENDS findet vom 1.-3. September 2016 in Dortmund statt. Welcher Leitgedanke steckt hinter diesem Konzept, und wen möchten Sie erreichen?

SABINE LOOS: „Ökologie, Ökonomie und Soziales sind heute gut miteinander vereinbar, dafür gibt es bereits viele gelungene Praxisbeispiele aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Uns war es wichtig, anknüpfend an die FAIR TRADE & FRIENDS ein innovatives Messekonzept zu entwickeln, das alle wesentlichen Aspekte nachhaltigen Handelns berücksichtigt. Gleichzeitig sollte ein zentraler Ort geschaffen werden, wo die einzelnen Akteure miteinander in den Dialog treten können. Die FAIR FRIENDS ist konzipiert als Marktplatz und Kommunikationsplattform für nachhaltig sowie fair orientierte Produkte, Dienstleistungen Lebens- und Unternehmensmodellen. Damit die notwendige Information, Vernetzung und damit auch der Vertrieb über die verschiedenen Kanäle funktioniert, ist die Messe für alle geöffnet, die ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten oder im Begriff sind, dies zu tun: Produzenten und andere nachhaltig wirtschaftende Unternehmer genauso wie Institutionen, Initiativen, Verbände, Händler und Konsumenten.

Welche Schwerpunkt-Themen werden dieses Jahr beleuchtet?

„Wir haben die FAIR FRIENDS in einzelne Themenwelten gegliedert. Alle Messebereiche präsentieren verbrauchernahe wie auch fachliche Beiträge und das jeweils passende Produktspektrum: Fairer Handel“ stellt aktuelle fair produzierte Waren aus aller Welt vor. „Neue Lebensmodelle“ bietet Ideen, Projekte und Erzeugnisse aus Bereichen wie alternative Ernährungs- und Lebensformen, nachhaltige Designstrategien und Gemeinschaftskonsum. Und – last but not least – greift „Gesellschaftliche Verantwortung“ aktuelle Themen und Herausforderungen aus dem CSR-Umfeld auf.“

Sie beziehen sogar die Messe-Besucher mit ein und bieten Beteiligungsmöglichkeiten für Foren und Workshops. Verraten Sie uns ein oder zwei spannende Themen, die im Rahmenprogramm gesetzt sind?

„Der Aufruf, sich am Rahmenprogramm zu beteiligen, ging an alle, die im Bereich Nachhaltigkeit wichtige Branchen-Insights vermitteln können. Wir haben viele interessante Bewerbungen erhalten. Dazu zählt zum Beispiel der Beitrag „Zero Waste“ von Bloggerin Shia Sue, die seit mehreren Jahren annähernd müllfrei lebt oder etwa die Vorträge von SOLAWI Dortmund e.V. zur „Solidarischen Landwirtschaft“. Mit dabei ist auch Schauspieler Moritz Zielke, der auf der FAIR FRIENDS erklären wird, wie man ökologische Wandfarbe ganz einfach selbst herstellen kann. Das Forenprogramm ist sehr vielschichtig und die Liste spannender Beiträge lang. Ein Blick auf die Internetseite (Link: www.fair-friends.de) lohnt sich.“

Das Food-Festival „Delinale“ wird ebenso im Rahmen der Messe stattfinden. Was ist das Besondere daran?

„Das Programm der Delinale befasst sich mit dem sozialen Wandel dessen, was wir essen und trinken. Das Besondere daran ist die Mischung aus Vorträgen, Diskussionen, Unterhaltungs- und Verkostungsangeboten. Unternehmen und Initiativen aus der Branche wie be bananas, Viva Con Agua, Jordan Olivenöl, Original Beans, Lemon Aid und Oxfam sind hier mit an Bord.“

Die Messe ist sozusagen ein aktiver Lernort zum Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung? Was hat es damit auf sich?

„Bildung für Nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, ist ja ein wichtiger Aspekt der zur Agenda 2030 beschlossenen nachhaltigen Entwicklungsziele – den Sustainable Development Goals. Programmpunkte und Bildungsakteure zu Projekten wie FaireKITA, nachhaltige Schülerfirmen und Fairtrade-Schools in der Themenwelt „Fairer Handel“ unterstreichen dies eindrücklich. Auch die neuen Welt-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind Bestandteil des Forenprogramms. Wir sind einer der Akteure im Netzwerk BNE. Als erste Messe weltweit hat die FAIR FRIENDS die von der United Nations University, Tokyo, unterstützte Zertifizierung „Competence partner of RCE-Ruhr“ erhalten. RCE steht für Regional Center of Expertise on Education for Sustainable Development.”

Das NRW-Wirtschaftsministerium möchte das nachhaltige Engagement sogenannter Social Entrepreneurs aus NRW sichtbarer machen und fördert die Messebeteiligung ausgewählter Unternehmen an der FAIR FRIENDS mit bis zu 100 Prozent. Wie funktioniert das genau?

„Vom NRW-Wirtschaftsministerium gefördert werden können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus NRW, die nicht älter als fünf Jahre sind und mit ihrem Geschäftsmodell Antworten auf ökonomische, ökologische und soziale Probleme unserer Zeit geben. Interessierte Unternehmen sollten sich allerdings schnell entscheiden, die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2016. Wir freuen uns sehr über diese zugesagte Förderung, auch weil dies einmal mehr die Position unserer Messe als wichtige Plattform im Bereich nachhaltiges Wirtschaften ausweist.“

Welche Trends können Sie generell nach 6 erfolgreichen Messen beobachten und ableiten? Und in welchen Bereichen sehen Sie bei deutschen Verbrauchern noch viel Potenzial, was nachhaltigen Konsum betrifft?

„Generell herrscht ein steigendes Verbraucherbewusstsein hinsichtlich nachhaltigkeitsorientierter, sozialverträglicher Produkte. Unsere Studie hat dies seinerzeit als  den Trend „Neo-Ökologie“ bezeichnet. Eine aktuelle repräsentative Umfrage vom „Forum Fairer Handel“ hat herausgefunden, dass 82,8 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren eine gesetzliche Regelung befürworten, die Unternehmen zur Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten verpflichtet. Eine der wichtigen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte wird es sein, Nachhaltigkeit in allen Lebens- und Unternehmensbereichen zu verankern. Und da sind nicht nur die Konsumenten gefragt. Hier müssen alle an einem Strang ziehen. Dazu kann eine Messe wie die FAIR FRIENDS ihren Beitrag leisten.“

Vielen Dank!





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