Interview mit Tim Benkel (38) aus Hamburg
Gesellschaft

Interview mit Tim Benkel (38) aus Hamburg

Wir sind auf die Straße gegangen und haben Hamburger Bürger zum Umwelthauptstadtjahr befragt. Tim Benkel, ein 38 jähriger Hamburger, war gern bereit unsere Fragen zu beantworten.

Wir sind auf die Straße gegangen und haben Hamburger Bürger zum Umwelthauptstadtjahr befragt. Tim Benkel, ein 38 jähriger Hamburger, war gern bereit unsere Fragen zu beantworten.

Wie wichtig ist Ihnen der Umweltschutz und was konkret tun Sie dafür?

Für mich hat Umweltschutz mit Lebensqualität zu tun. Ich genieße es, ins Grüne zu fahren und dort den Alltag auszublenden. Ein Auto brauche ich dafür aber nicht, und das ist mein wichtigster Beitrag.

Haben Sie schon vom Umwelthauptstadtjahr 2011 gehört?

Ja, in diesem Jahr ist es Hamburg. Ich finde es gut, wenn Großstädte sich einer solchen Aufgabe stellen. Wer denkt schon an Umweltschutz, wenn man an den Landungsbrücken steht und auf die andere Seite schaut. Ich bin gespannt, was wir daraus machen.

Welche Erwartungen haben Sie an das Umwelthauptstadtjahr?

Ich erwarte jetzt keine großen Aktionen, die allein das Image der Stadt polieren. Das wäre völlig verfehlt. Wie schon gesagt, es sind die Initiativen im Kleinen, die aus meiner Sicht eine Bühne brauchen. Umweltschutz ist mit viel Geld zu kaufen, aber es ist wesentlich günstiger, wenn man ihn einfach lebt.

Wo könnte in Hamburg mehr für die Umwelt getan werden?

Da müsste man überlegen, wo mehr Engagement auch sinnvoll ist. Ich fand zum Beispiel die Idee mit den Mietfahrrädern an verschiedenen Stationen in der Stadt sehr gut. Das Angebot würde ich mir irgendwann auch für Elektroautos wünschen. Da sehe ich großen Bedarf.

Kritiker behaupten, dass von städtischer Seite zu viel Geld für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für das Umweltjahr ausgegeben wird. Dies könnte man stattdessen gezielt in Umweltmaßnahmen investieren. Finden Sie die Kritik gerechtfertigt?

Klar, die Bühne nutzt die Stadt, und damit meine ich ihre Vertreter, natürlich auch für ihre eigenen Interessen. Wichtig ist dabei nur, dass ein Konzept dahinter steht, das auch wirklich dem Umweltschutz dient. Vermarktung ist dann nur Mittel zum Zweck. Wünschen tue ich es mir natürlich auch gerne anders, doch dann bräuchten wir kein Umweltjahr.

Wissen Sie, was das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, für den Umweltschutz tut?

Ja, aber es gibt natürlich noch genügend Dinge, die verbessert werden können. Wir setzen Zurzeit nur Ideen um, die auch Kosten sparen. Ein Umdenken für die Umwelt, sieht für mich aber anders aus.

Glauben Sie, dass das Umweltjahr ein Umdenken bei den Menschen bewirkt und sie aktiver werden lässt?

Es wäre schön, wenn das so kommt. Menschen brauchen Denkanstöße, die sie bewegen. Wenn wir nach dem Jahr zurück blicken und unsere Stadt allein nur anders wahrnehmen, dann haben wir schon viel erreicht.


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