FAIR TRADE & FRIENDS Deutschlands größte Messe zum Fairen Handel
Gesellschaft

FAIR TRADE & FRIENDS - „Deutschlands größte Messe zum Fairen Handel“

Interview mit Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH zur FAIR TRADE & FRIENDS.

Interview mit Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH zur FAIR TRADE & FRIENDS.

22.07.2015

JOBVERDE.de: Die Messe FAIR TRADE & FRIENDS  findet vom 28. - 30. August in der Messe Westfalenhallen Dortmund statt.

Wofür steht der Name und worum geht es auf dieser Messe?

SABINE LOOS: Der Name nimmt zum einen Bezug auf das Kernangebot der Messe, den Fairen Handel. Hier bieten wir deutschlandweit das größte Angebot. Die FAIR TRADE & FRIENDS bekam sogar offiziell vom Land NRW im Rahmen der Initiative GERMANY AT ITS BEST den Titel „Deutschlands größte Messe zum Fairen Handel“. Die „Freunde“ stehen für verwandte Wirtschaftszweige. Gemeint sind beispielsweise Bereiche wie Ethische Geldanlagen, Gemeinschaftskonsum und andere Ressourcen schonende Möglichkeiten wie das Re- oder Upcyceln von Materialien und Produkten. Wir haben die Messe bewusst etwas breiter aufgestellt, weil diese Bereiche ethischen Wirtschaftens genauso zu einem nachhaltigen Lebensstil gehören wie der Faire Handel.

Welche Besucher- und Ausstellergruppen sprechen Sie an?

Als Aussteller präsentieren sich sowohl Händler als auch Produzenten und Importeure mit ökologisch und sozial verträglichen Konsumgütern und Dienstleistungen. Außerdem natürlich wichtige Bildungs- und Kampagnenakteure, die sich dem Thema global verantwortliches Wirtschaften widmen. Besucherzielgruppe sind all diejenigen, die sich für fair gehandelte und nachhaltige Produkte interessieren und sich über Zukunftstrends in diesem Sektor informieren wollen. Einkäufer für den Fach-, Einzel- und Großhandel, die Gastronomie und Institutionen sind genauso angesprochen wie öffentliche Beschaffer und natürlich Endverbraucher. Die FAIR TRADE & FRIENDS ist somit gleichermaßen Fach- und Publikumsmesse.

Wie ist die Messe organisiert und was ist das Besondere an ihrem Format?

Die FAIR TRADE & FRIENDS wird im Verbund mit starken Partnern und Förderern durchgeführt. Wir als Messegesellschaft sind der Veranstalter. Kompetent unterstützt werden wir von unserem Ideellen Träger, dem Eine Welt Netz NRW. Die NGO organisiert unter anderem die Fachforen der Messe. Förderer sind das Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und das NRW-EU Ziel 2-Programm sowie die Stadt Dortmund. Zum Beispiel das Partnerland-Konzept wird von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen finanziert und in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) realisiert. Auf diese Weise können wir Produzenten den Zugang zum europäischen Markt ermöglichen und die Vernetzung mit wichtigen Vertriebspartnern. Auch der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland e. V. ist ein wichtiger Kooperationspartner der Messe. Besonders an unserem Format sind sicherlich die Themenvielfalt und der Erlebnischarakter der Messe, gepaart mit einem fundierten Informations- und Beratungsangebot.

Gibt es Schwerpunktthemen bzw. verschiedene Ausstellerbereiche?

Ein wichtiger Schwerpunkt der Messe sind öko-faire Textilien. Diese werden nicht nur innerhalb der Modenschau eindrucksvoll präsentiert, sondern auch in der „Fashion Corner“ in Szene gesetzt. Neben den aktuellen Kollektionen von jungen Stores und Labels gibt es hier eine Kleidertausch-Party, Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Modeindustrie sowie Workshops und Vorführungen, auch zum Thema Upcycling, was übrigens ein wachsendes Messesegment ist. Deshalb wird es auch in diesem Jahr die „Upcycling-Area“ geben.

Geben Sie uns einen kleinen Vorgeschmack auf das Rahmenprogramm?

Einiges habe ich ja bereits genannt. Das Motto „Den Fairen Handel mit allen Sinnen genießen“ kommt jedenfalls auf der Messe nicht zu kurz. Dafür sorgen unter anderem Kochshows, Verkostungsaktionen und Schoko-Seminare. Und auch den Wissens-Hunger können wir stillen. Denn in unserem Fachprogramm werden aktuelle Entwicklungen und wichtige Hintergründe zum Fairen Handel vermittelt. Am Ende des ersten Messetags verleihen wir außerdem den FAIR & FRIENDS AWARD für herausragende Konzepte im Fairen Handel.

Im Rahmen der Messe wurde vom Zukunftsinstitut Frankfurt eine Trendstudie mit dem Titel "FAIR – von der Nische zum Mainstream"  in Auftrag gegeben

Welches sind die wesentlichen Erkenntnisse daraus?

Wesentlich ist sicherlich, dass „Fair“ eine ähnliche Entwicklung erleben wird wie „Bio“, also heraus aus der Nische, hin zum Mainstream. Herkunft, Nachhaltigkeit, Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards und transparente Herstellungsprozesse werden immer wichtiger. Außerdem wird sich das Fair-Prinzip zukünftig auf alle Produktkategorien und Dienstleistungen auswirken und zum wichtigen Kriterium für Qualität werden. Heute gewinnt man Konsumenten mit Transparenz und Authentizität. Das sind die weichen Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg langfristig steigern können. Der derzeit dynamisch wachsende Markt des Fairen Handels zeigt dies eindrücklich.

Welches Feedback haben Sie aus den vergangen Veranstaltungen erhalten und eventuell bereits verarbeitet?

Anfangs zeigte die Messe ausschließlich Produkte aus dem klassischen Fairen Handel. Das Feedback seitens unserer Partner und Aussteller bestätigten uns darin, das Angebotsspektrum um die „FRIENDS“ zu erweitern und damit den Dialog zwischen ökologisch verträglicher Produktion und global verantwortlichem Konsum zu fördern. Der Messerfolg zeigt, dass wir hier den richtigen Weg eingeschlagen haben.



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