Oliver Iost von Studis Online im interview
Gesellschaft

Oliver Iost von Studis Online im interview

Auf Studis Online finden Studieninteressierte und Studierende alles allgemein wichtige rund ums Studium.

Auf Studis Online finden Studieninteressierte und Studierende alles allgemein wichtige rund ums Studium.

Das Interview führte Marcus Noack

Herr Iost, Sie betreiben zusammen mit Ihrer Frau Katrin Iost die Website und Studium-Ratgeber www.studis-online.de. Was erfahren Studenten auf Ihrer Seite?

Auf Studis Online finden Studieninteressierte und Studierende alles allgemein wichtige rund ums Studium. Beginnend mit Hilfen zur Studienwahl [http://www.studis-online.de/StudInfo/] gibt es Infos u.a. zur Studienfinanzierung, zum Lernen, Wissenschaftlichen Arbeiten und schließlich noch zur Jobsuche und der Frage \"Was machen nach dem Studium?\". Besondere Spezialität sind unsere ausführlichen Artikel rund ums Thema Studienfinanzierung [http://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/] und speziell rund ums BAföG. Der BAföG-Rechner [http://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/] bei uns war der erste seiner Art und hat inzwischen 12 Jahre Weiterentwicklung hinter sich.

 


 

Ein Projekt wie Ihres lebt von der Unterstützung freiwilliger Mitarbeiter. Daher richten Sie sich auf Ihrer Seite auch an freie Mitarbeiter und interessierte Studienrende mit Job-Angeboten. Welche Art von Beschäftigung haben Sie zu vergeben und welche Qualifikationen sollten die Bewerber mitbringen?

Einerseits freuen wir uns immer über Artikel-Vorschläge von Studierenden oder auch freien JournalistInnen. Empfehlenswert ist allerdings zunächst eine Kontaktaufnahme mit uns, bevor fertige Artikel eingereicht werden. Andererseits hört unsere Werkstudentin im Laufe des kommenden Jahres auf. Für sie brauchen wir Ersatz, entweder wieder als WerkstudentIn oder auch als feste Stelle. Unbedingt nötig sind Online-Kenntnisse (keine Programmierung, aber doch grundlegendes Verständnis von HTML/CSS und eine Ahnung über das Arbeiten mit Content-Management-Systemen oder Blogs) und ein gewisses Interesse an studentischen Themen bis hin zur Hochschulpolitik.


 

 

Die Erstsemester haben gerade begonnen. Was sind die wichtigsten organisatorischen Aufgaben, an die die jungen Studenten in ihren ersten Wochen Studium denken sollten?

Wenn noch nicht erledigt und es in Frage kommen könnte: BAföG-Antrag abgeben (zur Not zunächst nur ein formloser Antrag [http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/formlos.php])! Ansonsten: Erst mal in Ruhe \"ankommen\". Weder muss man sich gleich massenweise Lehrbücher kaufen, noch sofort stundenlang lernen. Wichtiger ist zunächst, sich einen Überblick zu verschaffen und dann nach einiger Zeit zu entscheiden, was einem wirklich wichtig ist und wo man vielleicht auch etwas weniger Zeit investieren will.


 

 

Sie haben uns verraten, dass Sie in einem Passivhaus leben und ohne Auto auskommen. Welche Intention steckt hinter diesen scheinbar bewussten Entscheidungen?

Ich war als Student zwei Jahre als Öko-Referent für die Studierendenvertretung an der Uni Karlsruhe tätig. Ein Auto war für mich damals gar nicht nötig (und hätte ich neben dem Umweltaspekt auch als zu kostspielig empfunden), da ich alles sehr gut mit dem Rad erreichen konnte. Insofern war ein Auto für mich nie ein Thema, auch nach dem Umzug nach Hamburg nicht. Da neben dem Auto dann noch das Wohnen für die meisten \"privaten\" CO2-Emissionen verantwortlich ist, lag es nahe, das autofrei-leben noch mit einem Passivhaus zu verbinden. Da alle unseren Nachbarn ebenfalls auf ein Auto verzichten, sind wir alle zusammen auch darauf eingestellt, alles Alltägliche ohne Auto hinzubekommen, es gibt eine gemeinsame Radwerkstatt im Keller, viel Platz für Fahrräder und eine Food-Coop.


 

 

Wie wichtig schätzen Sie das Thema Nachhaltigkeit unter Studenten ein? Sie sind Jahrgang 1972, agiert die heutige Generation nachhaltiger als beispielsweise die Ihrige?

Das Bewusstsein ist sicher stärker, aber die realen Veränderungen – vor allem beim \"Durchschnitt\" dauern doch länger, als ich früher gehofft habe. Manches hat sich auch Verschoben: So werden sicher auch Studierende mehr Produkte aus ökologischer Landwirtschaft verwenden, dafür haben aber auch viele ein Smartphone und wechseln das häufig – da ist schon die Frage, wie die Gesamtbilanz aussieht.

 


 

Trotz Krise in der Solar-Branche werden die Jobs in grünen Branchen immer vielfältiger und gefragter. Würden Sie sagen, dass grüne Jobs einen Wettbewerbsvorteile gegenüber konventionellen Jobs bei jungen Menschen haben und spielen vielleicht Mitarbeiter-Benefits wie eine gute Work-Life-Balance mittlerweile eine größere Rolle als monetäre Anreize?

Allgemein scheinen heutige AbsolventInnen auf eine gute Work-Life-Balance mehr zu achten. Da haben Arbeitgeber, die darauf achten, sicher einen Vorteil. Wenn dann die Arbeit auch noch mehr \"Sinn\" macht und keine ethischen Probleme verursacht, was in \"grünen Branchen\" in der Regel ja so sein sollte, dürften grüne Jobs auf jeden Fall gefragter bleiben.

 

Bild: Sebastian Bernhard Pixelio.de



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