Gewinner des grünen Filmpreises Green Me in Berlin ausgezeichnet
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Gewinner des grünen Filmpreises „Green Me“ in Berlin ausgezeichnet

Ökologische und soziale Filme beeindruckten Jury besonders

Ökologische und soziale Filme beeindruckten Jury besonders

06.02.2014 Meldung und Bilder: NABU-Pressestelle

Berlin – Die Preisträger des grünen Filmfestivals „Green Me“ stehen fest: Mit den „Green Me“-Awards wurden am heutigen Mittwochabend in Berlin der Dokumentarfilm „Population Boom“ des Österreichers Werner Boote, der Spielfilm „Beasts of the Southern Wild“ und der Kinderfilm „Der Lorax“ ausgezeichnet. Der Sonderpreis für den besten Wolfsfilm ging an die Dokumentation „Deutschlands wilde Wölfe, wie sie wirklich sind“ des Tierfilmers Sebastian Körner. Die Preise wurden im Rahmen einer festlichen Gala im TIPI am Kanzleramt vergeben, zu der auch der Schirmherr des Festivals, Klaus Töpfer, ein Grußwort hielt. „Die Qualität aller 15 im Wettbewerb des Festivals laufenden Filme war in diesem Jahr immens. Jeder Preisträger des ‚Green Me‘-Awards zeigt auf seine eigene Art, was grüne Filme sein können: unterhaltsam, bildgewaltig und aufklärend“, so Jury-Vorsitzender Bernward Geier.

Mehr als 1.400 Zuschauer hatten zuvor an zwei Festival-Tagen im CinemaxX am Potsdamer Platz über dreißig Filme rund um die Themen Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit gesehen. Zahlreiche Vorstellungen mussten wegen überfüllter Säle geschlossen werden. „Das ‚Green Me‘-Festival war ein voller Erfolg beim Publikum. Wir sind begeistert von der Resonanz, die die Filme gefunden haben, von den lebhaften Diskussionsrunden und haben den Eindruck gewonnen, dass grüne Filme immer populärer werden“, so Nic Niemann, geschäftsführender Veranstalter des Festivals.

Besonderes Highlight des Festivals, das vom 1. bis 2. Februar anlässlich der Berlinale stattfand, war die Premiere des Dokumentarfilms „Population Boom“ von Werner Boote. In seinem Film geht der Österreicher der Frage nach, welche Folgen die Überbevölkerung mit sich bringt – und ob das Schreckensgespenst „Bevölkerungsexplosion“ überhaupt existiert. Von seiner Reise rund um die Welt, von den leersten Plätzen in der Serengeti bis hin zu der am dichtesten besiedelten Stadt der Welt in Bangladesch, bringt Werner Boote überraschende Erkenntnisse mit. Der Film, der am 27. März 2014 in die deutschen Kinos kommt, wurde von der prominent besetzten Jury um Schauspieler Peter Lohmeyer, Moderatorin Dunja Hayali, ARD-Wettermann Karsten Schwanke, Regisseur Markus Imhoof, NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, Umweltaktivist Bernward Geier und ARD-Tatort-Ermittler Andreas Hoppe am Abend mit einem Preisgeld von 5.000 Euro in der Kategorie „Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.

Den Sonderpreis in der Kategorie „bester Wolfsfilm“ erhielt ein weiterer Publikumsmagnet des Festivals. Mit „Deutschlands wilde Wölfe, wie sie wirklich sind“ wählte die Jury eine Dokumentation, die in Deutschland bislang nie gesehene Bilder zum Wolf liefert. Mehr als zehn Jahre begleitete Tierfilmer Sebastian Körner die Rückkehr Isegrims in die deutschen Wälder. Mit spektakulären Aufnahmen widerlegt er in seinem Film die Mär einer strengen Rangordnung innerhalb des Rudels. Der Wolf war in diesem Jahr Schwerpunkt des „Green Me“-Festivals. Insgesamt acht Filme liefen in der Sondersektion, begleitet wurden sie durch Diskussions-Panels und Mitmach-Aktionen. Sebastian Körners Film wurde mit einem Preisgeld von 3.000 Euro ausgezeichnet.

Mit „Beasts of the Southern Wild“ und „Der Lorax“ gewannen in den Kategorien „Spielfilm“ und „Kinderfilm“ jeweils US-amerikanische Produktionen. Der Animationsfilm „Der Lorax“ setzt mit viel Humor und farbenfrohen Bildern eine bemerkenswerte und kindgerechte Botschaft für mehr Umweltschutz und gegen den Raubbau an der Natur. Er wurde mit 3.000 Euro in der Kategorie Kinderfilm ausgezeichnet. Im Spielfilm „Beasts of the Southern Wild“ setzt Regisseur Benh Zeitlin die sechsjährige „Hushpuppy“ bildgewaltig in Szene. Sie wächst in den Sümpfen Louisianas auf. Als ein Sturm ihre Heimat zu verwüsten droht, sieht Hushpuppy in ihrer Fantasie brechendes arktisches Eis – und stemmt sich trotzig und mit dem Mute einer jungen Kriegerin gegen das Unausweichliche. Der Film erhielt ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

„Was in Hollywood längst zum guten Ton gehört, ist auf deutschen Leinwänden noch selten zu sehen: Große Filmproduktionen, die vermitteln, dass ‚grün‘ in ist und der Einsatz für die Natur auch enormen Spaß machen kann. Deshalb freuen wir uns, dass in diesem Jahr so viele qualitativ hochwertige Spielfilme im Wettbewerb liefen und am Ende auch ausgezeichnet wurden“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Das „Green Me“-Festival fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Veranstaltet wurde es von Green Me GmbH, NABU und COLABORA – Lets work together. Projektpartner und Hauptsponsoren des Filmfestivals sind VOLKSWAGEN und die REWE Group.



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