Dörrobst selber machen
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Dörrobst selber machen

Dörrobst als Beilage zum Müsli, als Füllung in einem Braten oder nur als Snack für Zwischendurch, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Alles was du über Dörrobst wissen musst und wie man das Obst selbst trocknet, findest du hier.

Dörrobst als Beilage zum Müsli, als Füllung in einem Braten oder nur als Snack für Zwischendurch, die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Alles was du über Dörrobst wissen musst und wie man das Obst selbst trocknet, findest du hier.

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07.02.2019 - Ein Beitrag von Ella Poppensieker

Dörrobst ist einer der ältesten Wege Obst zu konservieren. Heute ist das Trocknen von Obst nicht mehr unbedingt notwendig, um den Winter über mit Vitaminen versorgt zu sein. Dörrobst bleibt aber eine gute Ergänzung in Müsli und Co. und bietet eine gesunde Alternative zu Chips, Gummibärchen und Schokolade. Auch bei manchen Braten darf Dörrobst als Füllung nicht fehlen. Gekauftes Dörrobst wird oft mit Schwefel versetzt, um es haltbarer zu machen. Wer Dörrobst also selber macht, bekommt am Ende ein Produkt ohne Zusatzstoffe und kann dazu noch entscheiden, wo das Obst herkommt und welche Sorte es sein soll.

Welches Obst eignet sich am besten?

Beim Trocknen des Obstes ist es wichtig darauf zu achten, dass es sauber und reif ist. Wer absolut sicher gehen möchte, dass es sich um naturbelassenes Obst handelt, verwendet Bio-Obst. Auch die Herkunft des Obstes ist es entscheidend. Nicht nur um nachhaltiges Dörrobst herzustellen, sondern auch um die Reife zu garantieren. Lokales, saisonales Obst ist hier die beste Möglichkeit, die Reife zu garantieren. Getrocknet werden kann jedes Obst, dass das Herz begehrt. Von Äpfeln, Birnen, Trauben, Pflaumen und Beeren, bis hin zu exotischen Früchten wie Ananas, Bananen und Mango oder auch Kiwis.

 

How to: Dörrobst

Zum dörren das Obst waschen und schälen, wenn es eine Schale hat, und anschließend in circa 0,5 cm dicke Scheiben oder Stücke schneiden. Je nach Obstsorte können die Scheiben etwas dicker oder dünner ausfallen. Obst, wie Kirschen, Trauben und Datteln müssen lediglich entkernt werden und können am Stück getrocknet werden. Das Entfernen der Schale ist ein wichtiger Schritt, denn Schale und Fleisch des Obstes brauchen unterschiedlich lange, um zu trocknen, sodass sich die Scheiben sonst verziehen können. Auch die Trockendauer der verschiedenen Obstsorten fällt auseinander. So brauchen Äpfel nur circa 5 bis 8 Stunden, während Bananen bis zu 30 Stunden zum trocknen benötigen. Je nach Trockenmethode ist es also besser immer nur eine Sorte zu dörren. Damit das Obst nicht braun wird, kann man es vor dem Trocknen noch in Zitronensaft einlegen.

 

Dörrmethoden

Am einfachsten und unkompliziertesten ist die Herstellung von Dörrobst ohne jegliche Haushaltsgeräte. Dazu muss man das vorbereitete Obst auf eine Schnur spannen oder auf Backpapier zwei bis vier Tage in einem warmen und gut belüfteten Raum auslegen.

Auch der Backofen eignet sich zum Trocknen von Obst. Den Ofen auf knapp 50°C einstellen und die Obstscheiben auf einem Backblech auslegen. Die Ofentür muss während des Dörrvorgangs allerdings einen Spalt geöffnet sein, damit die dem Obst entweichende Feuchtigkeit austreten kann. Durch das Trocknen verliert das Obst 80% seines Wassergehalts.

Wer oft und regelmäßig Dörrobst herstellen möchte, kann auch in einen Dörrautomaten investieren. Der Automat bietet genügend Platz, auch für größere Obstmengen und trocknet es schonend bei geringen Temperaturen. Die Temperatur kann bei den Trockenautomaten genau eingestellt werden, sodass ein gutes Ergebnis sicher ist.

Lagerung von Trockenobst

Für die Lagerung des fertigen Dörrobstes ist es wichtig, das Trockenobst nicht in Papier zu lagern. Am besten eignen sich Glasbehälter, um das Dörrobst luftdicht zu lagern. So kann es sich bis zu einem Jahr halten.


Dörrobst kann mehr als man denkt

Dörrobst selbst zu machen ist nicht schwer und enthält nach dem Trocknen noch immer 50% des Vitamin C-Gehalts des frischen Obstes. So eignet es sich nicht nur als gesunde Snackalternative, sondern auch zum verfeinern von Müsli oder Smoothie Bowls. Und auch in herzhaften Speisen, als Beilage zu Milchreis und zum backen von Nussbrot oder Strudel lässt sich Dörrobst verwenden.

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