CSRProjekt Musik im Kinderalltag erleben und fördern!
Gesellschaft

CSR-Projekt Musik im Kinderalltag erleben und fördern!

Gemeinsames Erleben von Musik fördert die soziale Kompetenz, schafft Kreativität, stärkt das „Wir-Gefühl“ in der Gruppe und ist ein Mittel zur Integration, so Sandra Katmann vom gral-BeraterTeam.

Gemeinsames Erleben von Musik fördert die soziale Kompetenz, schafft Kreativität, stärkt das „Wir-Gefühl“ in der Gruppe und ist ein Mittel zur Integration, so Sandra Katmann vom gral-BeraterTeam.

05.10.2015

Das Musikhaus Arthur Knopp versteht sich von jeher als Familienunternehmen, das freiwillig und gerne Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitenden übernimmt. Im Rahmen von Sponsoring werden regelmäßig Konzerte und Veranstaltungen unterstützt. Die Förderung des musikalischen Nachwuchses hat sich das Musikhaus Knopp zur Aufgabe gemacht. In diesem Sinne bestehen seit Jahren enge Kooperation mit Schulen im Saarland.

Doch nicht nur als Geschäftsführer eines Musikhauses, sondern vor allem auch als Vater einer  4-jährigen Tochter, findet der Geschäftsführer Christoph Knopp  es wichtig, dass Kinder frühestmöglich erleben, was Musik bedeutet und wo wir ihr begegnen. Musik fördert die Gemeinschaft, die Integration von Migranten über Sprachbarrieren hinweg  und bereitet Freude. Als Unternehmer möchte Herr Knopp hier Verantwortung übernehmen und  Kindergärten mit dem Aufbau von Strukturen unterstützen, um Musik als festen Bestandteil in den ganz normalen Tagesablauf der Kinder einfließen zu lassen.

Durch die Teilnahme am Programm "CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" der saar.is, das durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wurde, erhielt das Musikhaus Knopp beratende Unterstützung durch die Unternehmensberatung gral-Das BeraterTeam. Dies ermöglichte eine gut strukturierte und durchdachte Planung und Umsetzung des Pilotprojektes.

Daten und Fakten 

Zielgruppe: Kinder im Alter von 3-6 Jahren                                     

Ansprechpartner /Entscheider: Erzieher/innen in Kindergärten und  Kindertagesstätten, Eltern                            

Projektakteure: Musikhaus Knopp, Hochschule für Musik Saar, Kindertagesstätte "Kinderladen", gral-Das BeraterTeam                      

Laufzeit Pilotprojekt: Frühjahr - Herbst 2015

Musik im Kinderalltag erleben und fördern!

Es ist ein natürliches Bedürfnis von Kindern zu lernen und dabei ist das Spiel ein wichtiges Element in ihrer Entwicklung. Ein Ziel des Projektes ist es deshalb Kinder frühestmöglich in der elementarsten Art und Weise für Musik begeistern. Kinder lieben Musik und ganz nebenbei hat Musik einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes. Gemeinsames Erleben von Musik fördert die soziale Kompetenz, schafft Kreativität, stärkt das „Wir-Gefühl“ in der Gruppe und ist ein Mittel zur Integration.

In enger Kooperation mit einem musikalischen Bildungsträger und einer Kindertagesstätte ist es dem Musikhaus Knopp gelungen ein Konzept zu entwickeln, dass die spielerische Schulung des Gehörs, des Rhythmusgefühls und der Motorik in Form von Bewegung und Tanz von Kindern im Alter von 3-6 Jahren fördert. Im Fokus stand dabei, dass es den Kindern spielend leicht ermöglicht wird, Musik in ihren Alltag zu integrieren.

Voneinander lernen, um miteinander ein gemeinsames Ziel zu erreichen!

Für die Konzeption und die Umsetzung des Projektes zeichneten sich neben dem Musikhaus Knopp, die Hochschule für Musik Saar und die Kindertagesstätte Kinderladen in Saarbrücken verantwortlich.

„Es war uns wichtig, dass die Erfahrungen und Kompetenzen der Projektpartner von Beginn an in die Konzeption des Projektes einfließen“, berichtet Christoph Knopp. Mit Unterstützung der Hochschule für Musik Saar sollen Lerninhalte eingebracht werden, die in Regeleinrichtungen eher selten sind und die Erzieher/innen sollen entsprechend in der Praxis qualifiziert werden. Diesen Part übernahm Frau Conny Steinmetz, die dieses Projekt im Rahmen ihres Masterstudiums der Musikpädagogik absolvieren konnte. Conny Steinmetz arbeitete früher schon als Studentin in einer Kita und brachte so schon Erfahrungen aus dem Kitaalltag mit. Der Kinderladen stellte zwei Erzieherinnen für das Projekt zur Verfügung, die unterschiedliche musikalische Kompetenzen mitbrachten.

Der Kinderladen ist eine Kindertagesstätte mit 2 Gruppen à 20 Kindern im Alter von 3-6 Jahren. Bei der Betreuung der Kinder legt der Kinderladen großen Wert auf soziales Lernen, Naturerfahrung, kreativen Ausdruck und alltagspraktische Erfahrungen.

Die größte Herausforderung zur Umsetzung des Projektes war – neben dem Faktor Zeit - die Nutzen für die Kinder, Eltern, Kindertagesstätten und musikalischen Bildungsträgern einerseits und den strukturellen, organisatorischen, finanziellen und regionalen Möglichkeiten andererseits, in Einklang zu bringen.

Die Rahmenbedingungen und die inhaltliche Gestaltung und Umsetzung wurden immer gemeinsam besprochen. Vor dem beruflichen Hintergrund, den alle Projektakteure mitbrachten, war es nicht immer leicht, passsende Termine zu finden. Dazu kam, dass alle Beteiligten eigene Vorstellungen und Erwartungshaltungen mitbrachten.

Da war es wichtig, dass die Gespräche offen, ehrlich und vertrauensvoll geführt wurden. Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Meinungen und Ideen und fairer Umgang miteinander waren unabdingbar. Doch da alle das gleiche Ziel vor Augen hatten fiel es leicht, Kompromisse einzugehen und auf die jeweiligen Erfahrungen zu vertrauen.

Projektverlauf

Zu Beginn des Projektes hospitierte Frau Steinmetz an zwei Tagen im Kinderladen, um die Kinder als auch die tägliche Arbeit der Erzieherinnen kennenzulernen.

In Abstimmung mit den Beteiligten fanden anschließend zweimal wöchentlich Präsenzstunden in der Kita statt. Der Wochentag und die Uhrzeit wurden von Woche zu Woche neu festgelegt, sodass jede Erzieherin die Gelegenheit bekam in unterschiedlichen Situationen mit den Kindern zu musizieren bzw. Musik in den Alltag zu integrieren.

Je nach Gruppenkonstellation nahmen 10 bis 17 Kinder an dem musikalischen Angebot teil. Die Arbeitsformen gestalteten sich sehr unterschiedlich und bestanden aus Hospitationen und Darstellungsstunden. Am Ende jeder Einheit gab es immer eine Nachbesprechung, in der Frau Steinmetz den Erzieherinnen Rückmeldungen und Hilfestellungen gab.

Zwischendurch gab es immer wieder Phasen, in denen situativ gearbeitet wurde. Hierbei wurde mit der musikalischen Arbeit an Erfahrungen aus alltäglichen Situationen angeknüpft.

Darüber hinaus gab es zwei Weiterbildungsabende an denen Inhalte aus den jeweiligen Stunden theoretisch und praktisch vertieft wurden. Schwerpunkte hierbei waren die Themen „Singen und Sprechen“, „Bewegung und Tanz“ und „Instrumentalspiel“. Dabei lernten die Erzieherinnen u.a. Methoden kennen, wie sie mit den Kindern in den unterschiedlichen Disziplinen arbeiten und wie sie ihre eigene musikalische Arbeit mit neuem didaktischem Material erweitern und variieren können. Wichtig war dabei, den Erzieherinnen eine Palette an Gestaltungsmöglichkeiten, wie z.B. der vielfältige Einsatz von Stimme, Körper und Instrumenten, zu vermitteln, die es ihnen ermöglicht Alltagsaktivitäten der Kinder aufzugreifen und in eine musikalische Richtung zu lenken.

Zu Beginn und in der Hälfte der Projektzeit trafen sich alle Beteiligten zur Reflexion der geplanten und bisherigen Geschehnisse in der Kita. Am Ende des Pilotprojektes trafen sich alle zum Abschlussgespräch. In diesem Treffen ist eines ganz deutlich geworden: Musik verbindet!

Dieses Projekt hat allen Beteiligten gezeigt, wie sehr Musik Menschen unterschiedlicher Altersgruppe, Herkunft und Bildung zueinander führen kann.

Vor allem jedoch profitierten die Kinder von dem neuen Angebot „Musik in der Kita“. 

„Musik begleitete die Kinder in ihrem Alltag und zeigte, dass sie ein zusätzliches Bindeglied ist, um mit anderen Kindern in Kontakt zu treten und zu kommunizieren. So gab es durchaus Momente, in denen Kinder anfingen zu singen, sodass alle – einschließlich der Erzieherinnen – mitsangen. Ein verstärktes Gemeinschaftsgefühl entstand.“ berichtet Conny Steinmetz über ihre Projektzeit.

Fazit

Das Projekt war für alle Beteiligten sehr bereichernd. Die Entwicklung der Erzieherinnen in dieser kurzen Zeit bestätigen, dass es möglich ist, Erzieherinnen während eines Kitaalltags auszubilden. Doch nicht nur für die Erzieherinnen und die Studierende war das Projekt bereichernd, sondern vor allem auch für die Kinder. Sie hatten sehr viel Spaß am Musizieren und freuten sich, dass Regine und Sarah in Zukunft nun mehr mit ihnen musizieren werden können.

Ausblick

Langfristig ist es das Ziel des Musikhaus Knopp, dieses Projekt zu vervielfältigen, um Kindern durch das Erleben von Musik ein umfassendes Aufwecken und Erfahren der eigenen Sinne zu ermöglichen, ihren Alltag zu bereichern und das Sozialverhalten zu verbessern.

„Darüber hinaus wollen wir uns noch stärker mit dem Thema CSR auseinander setzen.“ erklärt Christoph Knopp auf die Frage nach der weiteren Planung. „Dazu planen wir im nächsten Jahr gemeinsam mit dem gral-BeraterTeam eine Analyse unserer bisherigen CSR-Maßnahmen, um festzulegen, welche weiteren Maßnahmen wir in den einzelnen Handlungsfeldern ergreifen können, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Zukunftssicherung unseres Musikhauses zu stärken. Wir sehen verantwortungsvolle, nachhaltige Unternehmensführung als „Chefsache“.  Unser Ziel ist es, langfristig ein CSR-Management aufzubauen und strategisch in unsere Unternehmensstrategie einzubinden.“



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