Was können Hamburgs Bürger erreichen
Gesellschaft

Was können Hamburgs Bürger erreichen?

Passend zum Hamburger Umwelthauptstadtjahr haben wir Vorschläge von Hamburgs Bürgern für eine grünere Stadt gesammelt und online bewerten lassen. Hier die besten Ideen und größten Problemfelder.

Passend zum Hamburger Umwelthauptstadtjahr haben wir Vorschläge von Hamburgs Bürgern für eine grünere Stadt gesammelt und online bewerten lassen. Hier die besten Ideen und größten Problemfelder.

Hamburg soll eine fahrradfreundlichere Stadt werden

Im Vergleich zu anderen Städten wird Hamburg oft als fahrradunfreundlich empfunden. Eine grundsätzliche Verbesserung und ein genereller Ausbau der Radwege liegen vielen Menschen sehr am Herzen, genauso wie die sichere und verkehrsgerechte Fortbewegung mit dem Fahrrad. Oft seien die Wege zugeparkt, gar nicht vorhanden oder man sei gezwungen, auf der falschen Seite zu fahren.
 
Häufig gefragt wurde nach einem Fahrradschnellweg oder einer „Fahrradautobahn“, wie sie im Ruhrgebiet oder in Berlin in Planung sind. „Eine für Fahrradfahrer eingerichtete Strecke quer durch Hamburg ohne Ampeln oder kreuzende Autos wäre eine Lösung für mehrere Probleme gleichzeitig. Wie die Vorreiter im Ruhrgebiet gezeigt haben, werden die entstehenden Grünstreifen auch gerne von Erholungssuchenden und Fußgängern genutzt. Viele Autofahrer würden auf das Fahrrad umsteigen, da es so einfach schneller geht. Dies würde den Verkehr in Hamburg wesentlich entstauen, die schädlichen Emissionen durch Autos würden reduziert und gleichzeitig die Gesundheit der Hamburger durch die vermehrte Bewegung gefördert.“ In Kopenhagen gibt es bereits eine zweispurige Fahrradautobahn.

Weiterhin werden intelligentere Verkehrsleitsysteme und Ampelschaltungen gefordert, bei denen wirklich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind, ergänzt durch ein Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln die rund um die Uhr nutzbar sind.
Viele wünschen sich, auch unter dem Aspekt von erheblichem Parkplatzmangel, dass alternative Mobilitätskonzepte wie „car sharing“ in Hamburg schneller vorangetrieben werden. Die Mietfahrräder mit dem gut ausgebauten Netz an Leihstationen werden von vielen als guter Anfang empfunden.

Besonders kreative Vorschläge beinhalten sogar die Forderung nach Steuer-Vorteilen für die Rad-Pendler.

Nicht zuletzt ist für viele das Hamburger System der Ampelschaltung ein Horror. An vielen Ampeln stehe man als Fußgänger oder Radfahrer gefühlte 5 Minuten und sei genervt vom Dauer-Rot. 

Mülltrennung in Hamburg

Eine konsequente Mülltrennung findet offenbar nicht statt. Viele Bürger fragen sich, wie denn das „Duale System“ eigentlich funktioniere und bemängeln fehlende Transparenz. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern könne man hier nicht nachvollziehen, was mit all dem anfallenden Müll (Verpackungsmüll, gelbe Tonnen, Biomüll, Papier- und Glascontainer) eigentlich passiere.  

Durch eine zu lasche Ahndung von „Mülldelikten“ entsteht bei vielen der Eindruck, „man könne mit dem Müll machen was man will“.
Diesen Anschein bestätigt auch eine aktuelle Erhebung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), die neue Höchststände bei der illegalen Müllentsorgung verkündet.

Die Hamburger verlangen insgesamt nach mehr Müllentsorgungsmöglichkeiten. Es gebe in vielen Bezirken zu wenige öffentliche Mülltonnen, Glas- oder Papiercontainer.  

Der Hamburger Hafen als Umweltsünder

Hier wird kritisiert, dass insbesondere Kreuzfahrtschiffe im Hafen mit laufenden Motoren ankern, um ihre Energieversorgung zu gewährleisten. Ein Vorschlag war, ob man die anlegenden Schiffe nicht vom Hafen aus mit Strom versorgen könne - ganz nach dem Vorbild Lübecks, wo Schiffe bereits an der Steckdose hängen.
Eine weitere Idee war, die Linienverkehrsschiffe mit alternativer Energie zu versorgen. 

Zu viele Demos belasten die Umwelt

Viele Bürger fragen sich, warum mittlerweile fast jedes Wochenende irgendwo in Hamburg eine Demonstration stattfinde. Am häufigsten kritisiert wurden die oft als „völlig Sinn entleert“ bezeichneten Mai-Demonstrationen im Schanzenviertel.
Diese häufig ausartenden Demonstrationen betrachten viele als eine Umweltbelastung und Verschwendung von Steuergeldern, die zur Müllbeseitigung und der Finanzierung der Polizei-Hundertschaften verschlungen werden. Dieses Geld könne man besser in den Ausbau des Umweltschutzes stecken oder in Parkanlagen, wo man sich friedlich versammeln kann. Gefordert wird mehr Beteiligung  an Zukunftswerkstätten, die oftmals effektiver und nachhaltiger sei als die meisten Demonstrationen. 

Das Schnee- und Eischaos überfordert die Stadt jedes Jahr

Viele Einwohner wünschen sich mehr Weitsicht und eine bessere Planung, um das Schnee- und Eischaos im Winter in den Griff bekommen- vielleicht  sogar, ohne die Umwelt zu „versalzen“.

Zu viele Baustellen

Bemängelt werden insbesondere zu viele Dauer-Baustellen, die oft als große Verkehrshindernisse wahrgenommen werden. Ein Vorschlag aus den Niederlanden ist die Einrichtung von Nacht-Baustellen: „Wieso zur Hauptzeit alles still-legen? In Holland geht’s doch auch? Und schneller voran kommt es allemal...“ 

Was folgt nach 2011?

Zu viel Marketing und zu wenige Taten während des Umwelthauptstadtjahres - viele haben sich mehr von der Stadt Hamburg erhofft. Die Stadt wirbt damit, auch nach dem offiziellen Umwelthauptstadtjahr 2011 weiterzumachen und will sich fest in den in den Köpfen als Umweltmetropole verankern – mit welchen konkreten Maßnahmen soll dies geschehen?

 



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