Bio und Fairtrade Kaffee: 5 Top OnlineShops
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Bio- und Fairtrade Kaffee: 5 Top Online-Shops

Kaffee gehört zu unseren liebsten Genussmitteln. Der Anbau und die Verarbeitung von Kaffee gehen oft aber auf Kosten von Mensch und Umwelt. Was macht Bio-Kaffee zum besseren Kaffee? Und worin genau unterscheidet er sich vom Fairtrade Kaffee?

Kaffee gehört zu unseren liebsten Genussmitteln. Der Anbau und die Verarbeitung von Kaffee gehen oft aber auf Kosten von Mensch und Umwelt. Was macht Bio-Kaffee zum besseren Kaffee? Und worin genau unterscheidet er sich vom Fairtrade Kaffee?

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23.08.2017 - ein Beitrag von Gessica Mirra

Konventioneller Kaffee vs. Bio-Kaffee

  • Während im konventionellen Anbau mehr und mehr Erntemaschinen zum Einsatz kommen, wird beim ökologischen Anbau auf industrielle Erntemethoden verzichtet und per Hand gepflückt.
  • Bio-Kaffee wird nicht in strenger Monokultur, sondern auf sogenannten Mischplantagen angebaut. Auf diesen Plantagen wachsen nicht nur Kaffeebäume, sondern auch andere Pflanzen und sog. Schattenbäume (Bäume, die vorrangig dafür da sind, um den Kaffeepflanzen tatsächlich Schatten zu spenden und vor Regen zu schützen). Ein positiver Nebeneffekt der Schattenbäume ist die Reduzierung der Verdunstung, gut vor allem in Gegenden, wo das Wasser knapp ist.
  • Durch die Mischkultur und den Anbau anderer Pflanzen neben den Kaffeebäumen wird der Boden aufgelockert. Das schützt vor Erosion.
  • Durch die natürliche Schädlingsbekämpfung wird beim Anbau von Bio-Kaffee weit weniger Dünger benötigt als beim Anbau von konventionellem Kaffee.
  • Gedüngt wird beim Anbau von Bio-Kaffee nur natürlich, beispielsweise mit Kaffeekirschensatz.
  • Auch die Röstung ist meist anders - bei niedrigeren Temperaturen und über einen längeren Zeitraum -, was sich im Geschmack bemerkbar macht. Es werden weniger Bitterstoffe, Säuren und schädliches Acrylamid freigesetzt.

Wer vergibt Bio-Siegel und welche Kriterien müssen dafür erfüllt werden?

Weil das Bio-Siegel verkaufsfördernd ist, versuchen auch Anbieter von Kaffee, der nicht nach den europäischen Bio-Richtlinien angebaut wurde, davon zu profitieren. So suggerieren verschiedene Label dem Verbraucher manchmal „Bio“ wo kein „Bio“ drin ist.
Wer wirklich sicher sein möchte, dass es sich bei Kaffee um Bio-Kaffee handelt, der sollte auf das Bio-Siegel der Europäischen Union achten.
Auch beim Kaffee darf das Bio-Siegel nur angebracht sein, wenn der Kaffee laut entsprechender EU-Verordnung produziert wurde. Im Falle des Bio-Kaffees bedeutet das, dass der Kaffee mit möglichst wenig negativen Folgen für die Umwelt angebaut wurde.

Bio-Kaffee nicht gleich Fairtrade Kaffee

Wenn Kaffee Bio-Kaffee ist, bedeutet das nicht, dass es gleichzeitig auch Fairtrade Kaffee ist. Die Arbeitsbedingungen der Menschen, die den Kaffee Anbauen sind nämlich noch nicht berücksichtigt. Genauso wenig wie die Bedingungen für Erntehelfer, Sortierer und alle weiteren Beschäftigten in einem solchen Prozess. So kann es sein, dass Kaffee umweltfreundlich aber unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde.
Und andersrum gilt auch: Ist der Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel versehen, sind faire Arbeitsbedingungen garantiert, was aber nicht automatisch bedeutet, dass ein biologischer Anbau des Kaffees stattgefunden hat. Die FLO, die für die Vergabe des Fairtrade-Siegels zuständig ist, verlangt zwar die Einhaltung bestimmter ökologischer Standards, beharrt aber nicht auf den biologischen Anbau.
Wer also sichergehen will, dass beim Anbau sowohl die Umwelt geschont als auch die Bedingungen für die Menschen berücksichtigt wurden, der sollte nur Kaffee kaufen, der sowohl das Bio-Siegel als auch das Fairtrade-Siegel trägt.

Hier gibt es Bio- und Fairtrade Kaffee:

  • Vollmundigen Bio-Kaffee, der gleichzeitig auch Fairtrade-zertifiziert ist, weil er von Fairtrade-Produzenten angebaut wurde, gibt es bei Jungborn.
  • Bei Green Coup Coffee gibt es fair gehandelten Bio-Kaffee sowie Bio-Espresso. Die Bohnen werden kontrolliert biologisch angebaut und im traditionellen „Trömmelrost-Verfahren“ veredelt.
  • Bei kaffee-fair.de weiß man ganz genau, mit wem man es zu tun hat: seit Jahren wird hier mit denselben Partnern und Kleinbauern-Kooperativen aus Afrika und aus dem Hochland Lateinamerikas gearbeitet.
  • Auch die Kleinbauern, mit denen GEPA kooperiert, kennen ihr Land und bewirtschaften es mit Sorgfalt. „Liebevolle Komposition und schonende Langzeitröstung machen den Kaffee zum Erlebnis“, heißt es auf der Homepage. 66 Prozent des GEPA-Sortiments besteht aus Bio-Kaffee. Dieser ist dann mit dem EU-Bio-Siegel und oft zusätzlich noch mit dem Naturland Zeichen versehen.
  • Schon seit 1999 liefert die Kaffeezentrale DE über ihren Online-Shop Espresso, Kaffee, Espressomaschinen und Zubehör an Privatleute, Gastronomen und Büros in ganz Europa. Hier heißt es: "Wir verkaufen nicht alles was es gibt, sondern nur das, was wir auch mit gutem Gewissen empfehlen können."
    Eine Vielzahl des Sortiments besteht aus Bio-Kaffee, viele Produkte sind auch fair.

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Kommentare
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Friedbert Hannebauer
02.11.2017
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