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Kaffee in bio und aus fairem Handel - 5 Top Adressen für deinen Kaffeegenuss mit gutem Gewissen

Bio und fair gehandelter Kaffee sind nicht die gleiche Sache. Wir erklären dir hier, wo der Unterschied liegt und zeigen dir 5 Shops, für deinen gerechten Kaffeekonsum.

Bio und fair gehandelter Kaffee sind nicht die gleiche Sache. Wir erklären dir hier, wo der Unterschied liegt und zeigen dir 5 Shops, für deinen gerechten Kaffeekonsum.

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09.11.2020 - ein Beitrag von Gessica Mirra und Jasmin Vief | Bilder: Altomayo, Unsplash, Pixabay

Im Büro oder Uni, to-go oder gemütlich im Café, Kaffee lässt sich überall genießen. Doch unser Genuss geht oft leider auf Kosten von Menschen und Umwelt. Wie du in unserem FAIR FOOD FACT über Kaffee nachlesen kannst, ist der Anbau und die Verarbeitung von Kaffee ein langer Prozess, an dem viele beteiligt sind. Damit alle Beteiligten auch angemessen entlohnt werden und der Kaffeeanbau nachhaltig gestaltet werden kann, ist es notwendig als Verbraucher seinen Konsum zu überdenken und auf Kaffee zu achten, der nachhaltig und zu fairen Bedingungen produziert wird. 

Doch was genau macht bio oder fair zertifizierten Kaffee besser? Und worin genau unterscheiden sich Bio und Fair-Trade Kaffee?

 

Konventioneller Kaffee vs. Bio-Kaffee

  • Während im konventionellen Anbau mehr und mehr Erntemaschinen zum Einsatz kommen, wird beim ökologischen Anbau auf industrielle Erntemethoden verzichtet und per Hand gepflückt.
  • Bio-Kaffee wird nicht in strenger Monokultur, sondern auf sogenannten Misch Plantagen angebaut. Auf diesen Plantagen wachsen nicht nur Kaffeebäume, sondern auch andere Pflanzen und sogenannte Schattenbäume (Bäume, die vorrangig dafür da sind, um den Kaffeepflanzen tatsächlich Schatten zu spenden und vor Regen zu schützen). Ein positiver Nebeneffekt der Schattenbäume ist die Reduzierung der Verdunstung, gut vor allem in Gegenden, wo das Wasser knapp ist.
  • Durch die Mischkultur und den Anbau anderer Pflanzen neben den Kaffeebäumen wird der Boden aufgelockert. Das schützt vor Erosion.
  • Durch die natürliche Schädlingsbekämpfung wird beim Anbau von Bio-Kaffee weit weniger Dünger benötigt als beim Anbau von konventionellem Kaffee.
  • Gedüngt wird beim Anbau von Bio-Kaffee nur natürlich, beispielsweise mit Kaffeekirschensatz.
  • Auch die Röstung ist meist anders - bei niedrigeren Temperaturen und über einen längeren Zeitraum -, was sich im Geschmack bemerkbar macht. Es werden weniger Bitterstoffe, Säuren und schädliches Acrylamid freigesetzt.

 

Wer vergibt Bio-Siegel und welche Kriterien müssen dafür erfüllt werden?

Weil das Bio-Siegel verkaufsfördernd ist, versuchen auch Anbieter von Kaffee, der nicht nach den europäischen Bio-Richtlinien angebaut wurde, davon zu profitieren. So suggerieren verschiedene Label dem Verbraucher manchmal „Bio“ wo kein „Bio“ drin ist.

Wer wirklich sicher sein möchte, dass es sich bei Kaffee um Bio-Kaffee handelt, der sollte auf das Bio-Siegel der Europäischen Union achten.

Auch beim Kaffee darf das Bio-Siegel nur angebracht sein, wenn der Kaffee laut entsprechender EU-Verordnung produziert wurde. Im Falle des Bio-Kaffees bedeutet das, dass der Kaffee mit möglichst wenig negativen Folgen für die Umwelt angebaut wurde.

 

Bio-Kaffee nicht gleich Fair-Trade Kaffee

Wenn Kaffee als Bio gekennzeichnet ist, bedeutet das nicht, dass er gleichzeitig auch aus fairem Handel stammt. Die Arbeitsbedingungen der Menschen, die den Kaffee Anbauen sind nämlich noch nicht berücksichtigt. Genauso wenig wie die Bedingungen für Erntehelfer*innen, Sortierer*innen und alle weiteren Beschäftigten in einem solchen Prozess. So kann es sein, dass Kaffee umweltfreundlich, aber unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde.

Und andersrum gilt auch: Ist der Kaffee mit einem Fair-Trade-Siegel versehen, sind faire Arbeitsbedingungen garantiert, was aber nicht automatisch bedeutet, dass ein biologischer Anbau des Kaffees stattgefunden hat. 

Wer also sichergehen will, dass beim Anbau sowohl die Umwelt geschont als auch die Bedingungen für die Menschen berücksichtigt wurden, der sollte nur Kaffee kaufen, der sowohl das Bio-Siegel als auch ein Fair-Trade-Siegel trägt.

 

Um dir die Suche etwas einfacher zu machen haben wir hier 5 Adressen für dich herausgesucht, wo du bio und fair gehandelten Kaffee finden kannst:

ALTOMAYO

Altomayo ist die Hausmarke der Premium Foods GmbH und somit Teil des Familienunternehmen mit peruanischen Wurzeln. Mit direkten Beziehungen sichert Altomayo eine gleichbleibende Qualität des Rohkaffees sowie eine ausreichende Versorgung. Der Name Altomayo stammt aus einer fruchtbaren Region im Norden der peruanischen Anden, die als Anbauregion für hochwertige Arabica-Kaffeebohnen bekannt ist. Durch das Gebiet fließt der Fluss “Mayo”, wörtlich übersetzt bedeutet der Name „hoher Fluss“ oder „Fluss aus den Bergen“.

Die Marke hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Kaffeekultur mit peruanischen Kaffeebohnen in Deutschland geleistet. Heute stehen durch den Anbau viele kleinbäuerliche Familien auf festen Füßen. 

Altomayo sorgt dabei für faire Entlohnung und fördert den ökologischen Anbau von Kaffee. Das bedeutet keine Gentechnik, ein Verzicht auf chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel oder mineralische Stickstoffdünger sowie Sicherheit und Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Lebensmitteln. Alle Kaffeespezialitäten sind mit dem Bio-Siegel versehen. Ihre Mission: Verantwortung, Nachhaltigkeit und Fairness.

„Ich freue mich auf eine Zukunft, in der die Welt durch nachhaltigen Genuss weiter zusammenwächst. Kaffee ist Leben und Altomayo ein lebendiger Botschafter der Natur. Wenn ich morgens meine erste Tasse trinke, höre ich in Gedanken, wie die tropischen Wälder erwachen; sehe Morgennebel aus den Baumkronen aufsteigen und blicke in die Gesichter der Familien auf den kleinen Feldern. Diese Stimmung, dieses Aroma erfüllt mich. Es ist meine Heimat.“

(Dr. Esmilda Huancaruna Perales)

El Puente

Im Online-Shop von El Puente findest du Arabica Kaffee, Kaffeepads, Espresso, Instant Kaffee, Bio-Kaffee und vieles mehr aus fairem Handel. Hier wird nach den 10 Standards des Fairen Handels, die von der World Fair Trade Organization (WFTO) entwickelt wurden, gearbeitet.

GEPA

Von der Bohne in die Tasse - bei GEPA weiß man, wo der Fair Trade-Kaffee herkommt: von Kleinbauern, die ihr Land kennen und sorgfältig bewirtschaften. Ein Großteil ihres Kaffee-Sortiments besteht zudem aus Bio-Kaffee.

Green Coup Coffee

Bei Green Cup Coffee kannst Du fair gehandelten Kaffee und Espresso aus Anbaugebieten der ganzen Welt online bestellen. Einige der Kaffees sind bio-zertifiziert, bei Kaffees ohne Zertifizierung wird jedoch auch stark auf ökologische Anbaubedingungen und Qualität geachtet.

Kaffeezentrale DE

Schon seit 1999 liefert die Kaffeezentrale DE über ihren Online-Shop Espresso, Kaffee, Espressomaschinen und Zubehör an Privatleute, Gastronomen und Büros in ganz Europa. Hier heißt es: "Wir verkaufen nicht alles was es gibt, sondern nur das, was wir auch mit gutem Gewissen empfehlen können." Eine Vielzahl des Sortiments besteht aus Bio-Kaffee, viele Produkte sind auch fair

 

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Du möchtest noch mehr Shops mit bio und oder fairen Kaffee kennenlernen? Hier haben wir für dich 3 Interviews mit Kaffeeröstereien, denen Nachhaltigkeit am Herzen liegt:

Handgeröstet und transparent– nachhaltiger Kaffeegenuss der Extraklasse

But first Coffee: Nachhaltig und lecker

Wie wär’s mit einer Tasse nachhaltigem Kaffee?

 

Mehr Infos zum Kaffee findest du in unserem FAIR FOOD FACT über Kaffee

Folg uns auf Instagram, um keine nachhaltige Alternative mehr zu verpassen: LifeVERDE



Kommentare
Christian Biewald
14.08.2020
Als Ergänzung zu den genannten Unternehmen ist auch der Fair Einkaufen Shop zu nennen. Dort finden sich ausschließlich Bio & Fairtrade Kaffeesorten im Sortiment. Die aktuelle Auswahl an Kaffeesorten findet ihr unter https://fair-einkaufen.com/fairtrade-kaffee-bio-online-einkaufen

Grüße
Christian

Friedbert Hannebauer
02.11.2017
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