BioSpargel versus konventioneller Spargel: Alle Fakten rund um das Gewächs aus dem Boden
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Bio-Spargel versus konventioneller Spargel: Alle Fakten rund um das Gewächs aus dem Boden

Wie wird Spargel angebaut? Wo kann ich ihn kaufen? Muss es Bio-Spargel sein? All das und noch viel mehr, erfahrt ihr hier.

Wie wird Spargel angebaut? Wo kann ich ihn kaufen? Muss es Bio-Spargel sein? All das und noch viel mehr, erfahrt ihr hier.

08.04.2019 - Ein Beitrag von Maria Pfeiffer - Bilder: Pixabay

Frühlingszeit ist Spargelzeit. Ab Ende März bis zum 24. Juni gibt es in den Läden wieder deutschen Spargel zu kaufen. Besonders günstig sind die Stangen laut Wiado im Mai, sprich in der Mitte der Saison.

Schon jetzt gibt es in Deutschland Spargel zu kaufen. Dieser wird entweder aus wärmeren Ländern, wie Spanien, Griechenland oder Peru, importiert oder stammt von beheizten Äckern. Umweltschonender ist jedoch der Griff zum saisonalen Produkt, da man damit Energie schont und auf lange Importwege verzichtet. Das Warten lohnt sich hier also allemal.

Herkunft und Anbau

Mehr als 80 Prozent des Spargels stammen während der Frühlingsmonate aus Deutschland. Damit sind die Stangen noch ein echtes regionales und saisonales Produkt. Am meisten Spargel produziert Niedersachsen. 2017 kamen von dort ganze 30.000 Tonnen. Auf Platz 2 und 3 landeten im selben Jahr Brandenburg (22.000 Tonnen) und Bayern (21.500 Tonnen).

Während man im Ausland überwiegend nur grünen Spargel kennt und isst, ist in Deutschland vor allem der weiße Spargel beliebt. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass weißer Spargel unter der Erde wächst – so wird ihm das Sonnenlicht entzogen und es kann sich kein Chlorophyll bilden. Bei der Ernte des weißen Spargels spricht man auch vom „Spargel stechen“.

Für den weißen Spargel wird die Erde angehäuft, während das für den grünen Spargel, der Sonnenlicht braucht, nicht nötig ist. Durch das Wachsen ohne Sonnenlicht ist der weiße Spargel in der Regel zarter als sein grüner Verwandter. Allerdings entwickelt er dadurch auch weniger Nährstoffe.

Der Spargelanbau ist sehr arbeitsintensiv. Ein Feld muss 3 Jahre lang vorbereitet werden. 2 Jahre nach dem Setzen der ersten Spargelpflanzen kann, so das Magazin Ja! Natürlich, geerntet werden. Zwischen den Erntezeiten müssen für weißen Spargel Dämme gebaut werden, damit dieser nicht mit Sonnenlicht in Berührung kommt.

Auch das Stechen des Spargels ist mühsam. Zudem muss der Spargel nach der Ernte nach Länge und Dicke sortiert werden.

Bio-Spargel versus konventioneller Spargel

Biobauern verzichten beim Spargelanbau auf chemisch-synthetische Dünger und Spritzmittel. Statt Unkrautvernichter einzusetzen, werden unerwünschte Gewächse noch von Hand entfernt. Um Pilzbefall vorzubeugen, so der Biohof Lecker, setzten Bio-Landwirte ihre Spargelpflanzen weiter auseinander, statt Fungizide einzusetzen. Damit nehmen sie jedoch auch einen geringeren Flächenertrag in Kauf.

Das erklärt auch die erhöhten Kosten des Bio-Spargels. Dieser kostet im Schnitt 6€ bis 7,50€ pro Kilo. Konventioneller Spargel hingegen gibt es meist schon für 1,50€ günstiger.

Allerdings sind die Preisschwankungen bei Spargel sehr hoch – je nach Zeitpunkt in der Saison, Wetterbedingungen und Angebot und Nachfrage variieren die Preise teilweise stark.

Wem Bio-Spargel generell zu teuer ist, kann auch ohne Bedenken auf konventionellen Spargel ausweichen. Zwar stellt dieser durch den Einsatz von Fungiziden und Pestiziden eine höhere Belastung für die Umwelt, aber nicht für die Gesundheit dar. Die Stiftung Warentest schreibt beispielsweise, dass der Spargel 2010 fast gänzlich frei von Pestiziden war.

Woran erkenne ich frischen Spargel?

Sowohl bei konventionellem, als auch bei biologisch-angebautem Spargel, kann man einiges beim Kauf beachten, um sicher zu gehen, dass man nur frischen Spargel mit nach Hause nimmt. So sollte die Schale glänzend sein und die Stangen wenig biegsam. Riecht der Spargel schon deutlich, kann man davon ausgehen, dass dieser nicht mehr frisch ist. Reibt man die Stangen aneinander, sollte es quietschen – auch das ist ein Zeichen der Frische.

Spargel ist in der Regel gesund

Spargel gilt allgemein als sehr gesund. Er hat einen sehr hohen Wasseranteil (93 Prozent) und ist damit sehr kalorienarm. Spargel ist zudem reich an Kalium, Kalzium, Vitamin A und Vitamin E und hat einen hoher Stickstoffgehalt.

Dem Spargel wird außerdem eine entwässernde Wirkung zugeschrieben, was Ihn für Menschen mit Übergewicht und Wassersucht zu einem geeigneten Nahrungsmittel macht. Er soll laut der ARD durch diese Fähigkeit auch das Blut reinigen und die Nieren- und Leberfunktion fördern.

Wer Nierensteine oder einen erhöhten Harnsäurewert im Blut hat, sollte aber auf den Verzehr von Spargel verzichten.  

Spargel selber anbauen

Spargel aus eigenem Anbau ist allerdings durchaus möglich. Mit viel Geduld und etwas Platz kann man eigene Pflanzen setzen und noch Jahre später ernten. Allerdings dauert es etwa 2-3 Jahre bevor man den erste Spargel aus dem eigenen Garten verzehren kann. Dann, so der NDR, könne man ihn aber etwa zehn Jahre lang ernten, bevor neue Spargelsetzlinge gepflanzt werden sollten. Spargelsetzlinge bekommt man entweder über das Internet oder direkt vom Spargelbauern des Vertrauens.

Fazit

Wer sich im Frühling gesund ernähren möchte, kann dies mit Spargel einwandfrei tun. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob man Bio-Spargel oder konventionellen Spargel besorgt. Wer jedoch auch auf den eigenen ökologischen Fußabdruck achten möchte, achtet am besten auf Spargel aus regionalem und biologischem Anbau. Dieser ist in der Regel etwas teurer, jedoch auch mit mehr Arbeit verbunden. Die optimale Zeit um Spargel zu kaufen ist im Mai. Zu dieser Zeit ist er für gewöhnlich am günstigsten und fast ausschließlich aus Deutschland.

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