Bestenlisten: Superfoods
Vegane Superfoods: Anbieter, Kaufkriterien und wichtige Informationen
Was sind Superfoods eigentlich? Welche Lebensmittel werden als Superfoods bezeichnet und worauf solltest du beim Kauf achten? In diesem Überblick erfährst du mehr über vegane Superfoods, ihre unterschiedlichen Eigenschaften und wichtige Kriterien für die Auswahl.
In unserer Bestenliste findest du eine Auswahl an Anbietern und Produkten aus dem Bereich vegane Superfoods. Bei der redaktionellen Einordnung können unter anderem die Zusammensetzung, Produktqualität, Herkunft, Bio-Zertifizierung, Transparenz, verfügbare Nachweise und Aspekte der Nachhaltigkeitsleistung eine Rolle spielen.
Dabei geht es nicht darum, pauschal die „besten“ oder „nachhaltigsten“ Superfoods zu bestimmen. Vielmehr möchten wir unterschiedliche Produkte anhand nachvollziehbarer Kriterien vergleichbar machen und dir Informationen für deine eigene Kaufentscheidung geben.
Bild: Vicky Ng / Unsplash
LifeVERDE Nutzer-Score: 0.0 / 5
Bezugsquellen
Hier bekommst du Artikel von Biotiva Superfood-Pulver
LifeVERDE Nutzer-Score: 0.0 / 5
Bezugsquellen
Hier bekommst du Artikel von myfruits gefriergetrocknete Früchte
LifeVERDE Nutzer-Score: 0.0 / 5
Bezugsquellen
Hier bekommst du Artikel von nur.fit vegane Superfoods
Was sind sogenannte Superfoods überhaupt?
„Superfood“ ist kein geschützter Begriff und auch keine wissenschaftlich definierte Lebensmittelkategorie. Er wird vor allem im Marketing und in der Lebensmittelkommunikation verwendet, um Lebensmittel mit einem besonderen Nährstoffprofil oder bestimmten Inhaltsstoffen hervorzuheben. Dazu zählen beispielsweise Beeren, Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte oder bestimmte Algen und Früchte.
Die Bezeichnung allein sagt allerdings wenig über die tatsächlichen Eigenschaften eines Lebensmittels aus. Ein Produkt wird durch den Begriff „Superfood“ weder automatisch nährstoffreicher noch gesünder oder nachhaltiger. Entscheidend sind vielmehr die konkrete Zusammensetzung, die enthaltenen Nährstoffe und die Menge, in der ein Lebensmittel verzehrt wird.
Auch vermeintliche „Superfoods“ aus fernen Ländern müssen deshalb nicht grundsätzlich besser oder schlechter sein als heimische Lebensmittel. Wer seine Ernährung abwechslungsreich gestaltet und unterschiedliche pflanzliche Lebensmittel integriert, kann viele wichtige Nährstoffe auch mit regional und saisonal verfügbaren Produkten aufnehmen.
Worauf solltest du beim Kauf von Superfoods achten?
Beim Kauf lohnt sich zunächst ein Blick auf die tatsächlichen Produkteigenschaften statt allein auf die Bezeichnung „Superfood“. Interessant sind beispielsweise die Zutatenliste, der Nährwert, die Herkunft und – bei verarbeiteten Produkten – der Anteil der jeweiligen Zutat.
Wenn dir ökologische Aspekte wichtig sind, kannst du zusätzlich auf eine Bio-Zertifizierung und nachvollziehbare Angaben zu Anbau, Verarbeitung und Herkunft achten. Das EU-Bio-Siegel steht für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben des ökologischen Landbaus. Andere Siegel und Standards setzen wiederum eigene Schwerpunkte, etwa bei sozialen Kriterien, Handelsbedingungen oder bestimmten Umweltaspekten.
Auch die Herkunft kann bei der persönlichen Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Lange Transportwege sind jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einer schlechten Umweltbilanz. Für die tatsächliche Umweltwirkung eines Lebensmittels spielen unter anderem Anbau- und Produktionsweise, Transport, Lagerung, Verarbeitung und Verpackung eine Rolle. Deshalb sollte die Nachhaltigkeitsleistung eines Produkts nicht allein anhand der Entfernung zwischen Anbaugebiet und Verkaufsort beurteilt werden.
Das gilt auch für bekannte Lebensmittel wie Avocados. Der Anbau kann in bestimmten Regionen mit einem hohen Wasserbedarf und weiteren ökologischen Herausforderungen verbunden sein. Die konkreten Auswirkungen hängen jedoch unter anderem vom Anbaugebiet, den klimatischen Bedingungen und den jeweiligen Produktionsmethoden ab.
Bei importiertem Obst und Gemüse ist außerdem die Aussage „nicht bio = stark pestizidbelastet“ zu pauschal. Konventionelle Lebensmittel unterliegen ebenfalls gesetzlichen Vorgaben zu Pflanzenschutzmitteln und Rückständen. Bio-Landbau folgt hingegen eigenen gesetzlichen Produktionsregeln und schränkt den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel deutlich ein.
Diese Siegel und Kennzeichnungen können beim Einkauf helfen
Im Supermarkt findest du eine Vielzahl von Siegeln und Kennzeichnungen. Das deutsche Bio-Siegel und das EU-Bio-Logo geben beispielsweise einen Hinweis darauf, dass ein Produkt nach den gesetzlichen Vorgaben des ökologischen Landbaus hergestellt wurde.
Andere Kennzeichnungen verfolgen andere Ziele. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf ein Logo zu achten, sondern zu prüfen, welche konkreten Kriterien dahinterstehen und ob sie für deine Kaufentscheidung relevant sind.
Eine gute Orientierung für verschiedene Umwelt- und Verbrauchersiegel bieten unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung und das Umweltbundesamt.
Wo findet man Superfoods?
Superfoods findest du längst nicht nur in spezialisierten Bio- oder Reformhäusern. Viele Produkte sind heute im klassischen Lebensmitteleinzelhandel, in Drogeriemärkten, auf Wochenmärkten und in Onlineshops erhältlich.
Dabei lohnt sich auch ein Blick auf heimische Lebensmittel. Beeren wie Heidelbeeren oder Johannisbeeren, Leinsamen, Walnüsse, Hafer, Hülsenfrüchte, Grünkohl oder bestimmte Kohlsorten können ebenfalls wertvolle Bestandteile einer abwechslungsreichen Ernährung sein. Ob ein Lebensmittel als „Superfood“ bezeichnet wird, ist letztlich weniger entscheidend als seine tatsächliche Zusammensetzung und die Rolle, die es in einer insgesamt ausgewogenen Ernährung einnimmt.
Auch saisonale Produkte aus der Region können eine interessante Alternative zu importierten Lebensmitteln sein. Gleichzeitig bedeutet regional nicht automatisch ökologisch besser. Wie bei importierten Produkten kommt es auf die konkreten Anbau-, Produktions-, Lagerungs- und Transportbedingungen an.
Schon gewusst?
Sauerkraut ist ein traditionelles fermentiertes Lebensmittel und liefert unter anderem Vitamin C sowie weitere Nährstoffe. Durch die Fermentation entstehen außerdem Milchsäure und ein charakteristischer Geschmack.
Sauerkraut wurde früher auch auf langen Seereisen eingesetzt, unter anderem weil haltbare Lebensmittel mit Vitamin-C-Gehalt für die Versorgung der Besatzungen wichtig waren. Skorbut entsteht durch einen ausgeprägten Vitamin-C-Mangel. Die historische Bedeutung von Sauerkraut lässt sich deshalb vor allem mit seiner Haltbarkeit und seinem Vitamin-C-Gehalt erklären.
Fazit: Superfood ist keine eigene Lebensmittelkategorie
Ob Açaí, Goji, Avocado, Walnüsse, Hafer oder Grünkohl: Der Begriff „Superfood“ beschreibt keine fest definierte Produktgruppe und ist kein Qualitäts- oder Gesundheitsnachweis.
Für die Auswahl können deshalb andere Informationen hilfreicher sein: Welche Zutaten enthält das Produkt? Woher stammen sie? Wie wurden sie angebaut und verarbeitet? Gibt es eine Bio-Zertifizierung oder andere nachvollziehbare Standards? Wie transparent sind die Angaben des Anbieters?
Auch regionale und saisonale Lebensmittel können eine nährstoffreiche Ergänzung des Speiseplans sein. Gleichzeitig muss ein importiertes Lebensmittel nicht allein aufgrund seiner Herkunft schlechter abschneiden. Entscheidend ist die Betrachtung der konkreten Produkteigenschaften und der verfügbaren Nachweise.
In unserer Bestenliste findest du ausgewählte Anbieter und Produkte aus dem Bereich vegane Superfoods. Die Einordnung orientiert sich an festgelegten Kriterien und soll dir dabei helfen, verschiedene Angebote transparenter miteinander zu vergleichen.
Mehr zum Thema Ernährung erfährst du in unserer Expert:innen-Reihe:
Fair Trade Schokolade – die wichtigsten Fragen und Antworten
Hier findest du weitere Bestenlisten zum Bereich Ernährung:














