Was ist Fair Trade Kleidung und wie wird sie hergestellt?


Wenn die Arbeiter in fairen Produktionsstätten arbeiten, bedeutet das, dass sie selbstbestimmt agieren können, Rechte haben, vom Arbeitslohn leben können und durch die Arbeit keine gesundheitlichen Schäden – wie etwa durch Schadstoffe – davontragen.
In Produktionsstätten, die faire Kleidung herstellen, gelten geregelte Arbeitszeiten, die Arbeit von Frauen wird entsprechend gewürdigt und entlohnt und Kinderarbeit sowie Diskriminierung aufgrund von Religion oder Herkunft finden keinen Raum.

Fair ist gut, öko-fair ist besser: Nachhaltige und ökologische Stoffe

Werden alle oben genannten Voraussetzungen in den Produktionsstätten und für die Arbeiter geschaffen, ist das super und mehr als leider in vielen Ländern bisher erwartet werden kann.

Wenn man von öko-fairer Kleidung spricht, werden ausschließlich nachhaltige und ökologische Stoffe verwendet. Auch giftige Farben finden hier keinerlei Verwendung und gelangen somit nicht in die Natur.
Der Unterschied von fair und öko-fair zeigt sich aber bereits im Anbau. Bei Bio-Baumwolle etwa kommen keinerlei synthetische Pflanzenschutzmittel oder Kunstdünger zum Einsatz.

Welche Siegel und Zertifikate zeichnen faire Kleidung aus?

Es gibt eine Vielzahl von Siegel, Zertifikate und Initiativen, die für eine faire Produktion und nachhaltige Materialien stehen.
Bei genauer Betrachtung vieler Siegel wird aber deutlich, dass nicht alle gleich viel wert sind. Einige dieser wurden unseriös nach halbherzigen Kontrollen vergeben, ohne dass sie regelmäßig kontrolliert werden würden.
Aber natürlich und zum Glück gilt dies nicht für alle Siegel: seriöse Siegel und Zertifikate werden von unabhängigen Institutionen vergeben und von diesen regelmäßig – auch unangekündigt – überprüft. Diese Ergebnisse sind jederzeit auch für Privatpersonen, wie interessierte Kunden etwa, einsehbar.

Öko-Siegel für faire Stoffe und Kleidung:

Was ist fairer Handel?

2001 beschloss der informelle Arbeitskreis FINE, ein lockerer Zusammenschluss der vier großen internationalen Organisationen des Fairen Handels, dafür folgende Definition:

Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair-Handels-Organisationen engagieren sich (gemeinsam mit VerbraucherInnen) für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.

Fair Trade beinhaltet also mehr als nur die Zahlung eines höheren Erzeugerpreises für Importprodukte. Im Grunde ist Fair Trade eine Strategie zur nachhaltigen Bekämpfung der Armut in den Dritte-Welt-Ländern.

Hier liest du mehr zum Thema nachhaltige Mode.

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